Startseite › Gemeindeverwaltungsverband Plochingen › Dokument

Sanierung und Modernisierung des Klärwerks - Notstromversorgung (Netzersatzanlage) für die Kläranlage - Vorstellung Vorplanung

Sonstiges
TypSonstiges
GemeindeGemeindeverwaltungsverband Plochingen
Datum2026-11-09
QuelleQuelldokument herunterladen →

Dokument

Extrahierter Text

AbwV-DRUCKSACHE Amt: Verbandsbauamt- Tiefbau Nummer: AbwV/002/2026 Verfasser: Kohler, Joachim Vorgang-Nr.: Anlage: Aktenzeichen: Datum: 12.10.2026 Beratungsfolge: öffentlich beschließend in der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Plochingen-Altbach-Esslingen a. N. Betreff: Sanierung und Modernisierung des Klärwerks - Notstromversorgung (Netzersatzanlage) für die Kläranlage - Vorstellung Vorplanung Beschlussantrag: Die Verwaltung wird beauftragt, die Netzersatzanlage mit 400 kVA und Container - Bauweise (Var. 1) weiter zu planen und die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten. Auswirkungen auf den Haushalt: Im Haushalt 2026 / 2027 sind für die Planung und vorbereitende Maßnahmen 250.000 € bzw. 50.000 € eingestellt. Im nächsten Haushaltsplan sind dann die weiteren Haushaltsmittel einzustellen. Sach- und Rechtslage: Die Betriebssicherheit der Verbandskläranlage hat für den Abwasserverband Plochingen – Altbach – Esslingen einen hohen Stellenwert. So wurden auch in der Vergangenheit neben dem Regelbetrieb immer auch außergewöhnliche Betriebszustände untersucht und, soweit möglich, Vorkehrungen für einen gesicherten Anlagenbetrieb getroffen. Nachdem auch in Baden-Württemberg die Energieversorger für die Zukunft mit vermehrten Stromausfällen bzw. -unterbrechungen rechnen, wurde vom Abwasserverband eine Vorplanung für eine Netzersatzanlage für die Kläranlage in Auftrag gegeben. Das Ingenieurbüro Midiplan, die bereits bei mehreren energetischen Planungen auf der Klär- anlage involviert waren, hat anhand der aktuellen energetischen Lastgänge der Kläranlage ein technisches Konzept erarbeitet, bei dem auch die vorhandenen Anlagenteile auf der Kläran- lage betrachtet wurden. Einschließlich zukünftig einzuplanender Reserven wurde die Größe für das Notstromaggregat mit 500 kVA ermittelt, um damit den gesamten Strombedarf abzudecken. Im Zuge dieser Betrachtungen wurde festgestellt, dass, solange die BHKW- und PV-Anlagen während des Netzparallelbetriebes der Notstromversorgung abgeschaltet werden, die vorhandene Trafoanlage, Baujahr 2014, ausreichend dimensioniert ist. Im anderen Fall, wenn die Netzersatzanlage zusammen mit allen anderen Stromerzeugungsanlagen netzparallel betrieben werden sollen, muss die Trafoanlage der Kläranlage von 400 kVA auf 630 kVA mit zusätzlichem Kostenaufwand vergrößert werden. Mit etwas steuerungstechnischem Zusatzaufwand ist es möglich, eines der BHKWs im Inselbetrieb parallel zur Netzersatzanlage zu betreiben. In diesem Fall würde ein 400 kVA- Aggregat genügen und das vorhandene Klärgas könnte in dieser Zeit für die Stromerzeugung genutzt werden. Untersucht wurde jeweils eine Netzersatzanlage mit 400 kVA bzw. 500 kVA, jeweils in einem Seecontainer bzw. in einem Betongebäude, einschließlich der Investitionskosten für die vier verschiedenen Varianten. Var 1: 400 kVA im Container, 30-Fuß-Seecontainer rd. 680.000 € brutto Var 2: 500 kVA im Container, 40-Fuß-Seecontainer rd. 735.000 € brutto Var 3: 400 kVA im Betongebäude rd. 765.000 € brutto Var 4: 500 kVA im Betongebäude rd. 840.000 € brutto Die Verwaltung schlägt vor, die Netzersatzanlage mit einem 400 kVA - Aggregat in einem Seecontainer (Var. 1) auszuführen. In der Verbandsversammlung wird Midiplan die Untersuchungsergebnisse im Einzelnen vorstellen. Plochingen, den 16.10.2026 Frank Buß Joachim Kohler Barbara Fetzer Verbandsvorsitzender Techn. Leiter Kaufm. Leiterin

Text aus PDF extrahiert