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Feiwillige Feuerwehr Filderstadt, Abteilung Bernhausen - Beschaffung eines Wechselladerfahrzeugs mit Abrollbehälter Wasser (8.000 Liter) - Ertüchtigung des Feuerwehrhauses Bernhausen durch bauliche Maßnahmen zur Unterstellmöglichkeit des Fahrzeugs und Verbesserung der räumlichen Verhältnisse
Sonstiges
| Typ | Sonstiges |
| Gemeinde | Filderstadt |
| Datum | 2026-11-09 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Beschlussvorlage
Nr. 0149/2026
Filderstadt, 26. Oktober 2026
Aktenzeichen: III-32.1 131.41
Freiwillige Feuerwehr Filderstadt, Abteilung Bernhausen
- Beschaffung eines Wechselladerfahrzeugs mit
Abrollbehälter Wasser (8.000 Liter)
- Ertüchtigung des Feuerwehrhauses Bernhausen durch bauliche Maß-
nahmen zur Unterstellmöglichkeit des Fahrzeugs und Verbesserung
der räumlichen Verhältnisse
Amt: Ordnungsamt
Sachbearbeitung: Blessing, Jan-Stefan
Beteiligte Ämter: Stadtkämmerei, Hochbauamt
Beratungsfolge: Termin:
Technischer Ausschuss 09.11.2026 öffentlich
Gemeinderat 14.12.2026 öffentlich
Beschlussvorschlag:
1. Die Beschaffung eines Wechselladerfahrzeugs mit Abrollbehälter Wasser (Löschwasservo-
lumen 8.000 Liter) für die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt, Abteilung Bernhausen, als Er-
satzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50, wird beschlossen.
2. Die Ertüchtigung des Feuerwehrhauses Bernhausen durch Anbau eines eingeschossigen
Spindraums an die Fahrzeughalle an der Gebäuderückseite auf dem DRK-Anbau in Höhe
von 770.000 Euro wird beschlossen.
3. Für die Fahrzeugbeschaffung wurden Finanzmittel in Höhe von 540.000 Euro auf Kontierung
78312000/732012600008 in den Doppelhaushalt 2026/2027 aufgenommen, davon im Haus-
haltsjahr 2027 200.000 Euro und für das Haushaltsjahr 2028 (Finanzplanung) 340.000 Euro.
4. Für die Ertüchtigung des Feuerwehrhauses durch Anbau an die Fahrzeughalle wurden Mittel
in Höhe von 720.000 Euro auf Kontierung 78710000/765012600111 im Doppelhaushalt
2026/2027 aufgenommen, davon im Haushaltsjahr 2027 300.000 Euro und im Haushaltsjahr
2028 (Finanzplanung) 420.000 Euro. Die Deckung der überplanmäßigen Auszahlungen in
Höhe von 50.000 Euro im Jahr 2028 erfolgt über den Erweiterungsbau ESG Kontierung
78710000/765011240104. Die überplanmäßige Verpflichtungsermächtigung im Jahr 2027 in
Höhe von 470.000 Euro erfolgt über die Beteiligung Filderstadtwerke (Kontierung
78530000/720053600002).
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Haushaltsrechtliche Auswirkungen: ja x nein
Personelle Auswirkungen ja nein x
Auswirkungen Integriertes Nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept (INSEK)
Auswirkungen INSEK x ja, positiv*
ja, negativ*
nein
Wenn ja, negativ:
Besteht eine alternative Vorgehensweise ja* nein*
*Erläuterung siehe letzte Ziffer der Vorlage
Klimacheck durchgeführt: x ja nein
Auswertung (kurz)
Kontierung:
Sachkonto Kostenstelle / Investitionsauftrag
72370000 732012600008
78710000 765012600111
Kurzzusammenfassung:
Das gemäß Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Filderstadt (Fassung 2019) zu ersetzende Tanklösch-
fahrzeug TLF 24/50 der Abteilung Bernhausen soll zur Vorhaltung einer ausreichenden Löschwas-
serversorgung durch ein Wechselladerfahrzeug (WLF) mit Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser) mit
einem Löschwasservolumen von 8.000 Litern ersetzt werden. Zur Schaffung des benötigten zusätz-
lichen Raumbedarfs für das Fahrzeug in der Fahrzeughalle und eines vom Einsatzbereich getrenn-
ten Umkleide- und Sanitärbereichs im Feuerwehrhaus Bernhausen ist eine bauliche Ertüchtigung
des Gebäudes durch einen eingeschossigen Anbau an der rückwärtigen Seite der Fahrzeughalle
vorgesehen.
Sachverhalt:
Anlage 1: Klimacheck
Anlage 2: Finanzielle Auswirkungen
Anlage 3: Plan Erdgeschoss
Anlage 4: Ansicht Ost und Süd mit Pultdach
Mit Beschluss vom 15. November 2021 stimmte der Gemeinderat der Beschaffung eines Tanklösch-
fahrzeugs TLF 4000 mit einem Löschwasservolumen von mindestens 4.000 Litern als Ersatzbe-
schaffung für das bisherige Tanklöschfahrzeug TLS 24/50 aus dem Jahr 1999 zu (Vorlage Nr.
0303/2021).
In der Folgezeit zeichnete sich noch vor der öffentlichen Ausschreibung des TLF 4000 ab, dass der
Landkreis Esslingen aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen und der klimatischen Ver-
änderungen mit den daraus erwachsenden Anforderungen an die Einsatzfähigkeit und Einsatztaktik
sowie im Hinblick auf die künftige Weiterentwicklung der Feuerwehren auf Landkreisebene neue
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Konzepte mit veränderten Anforderungen an die Löschwasserversorgung des Landkreises und der
Kommunen plante, die nur durch zukunftsfähige Ersatzbeschaffungen erfüllt werden können.
Unter Berücksichtigung der neuen Landkreiskonzepte zur interkommunalen Zusammenarbeit im
Rahmen der Überlandhilfe, zur Vegetationsbrandbekämpfung und insbesondere zur Gewährleistung
einer ausreichenden Löschwasserversorgung im baulichen Innen- und Außenbereich der Stadt Fil-
derstadt ist für die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt eine ausreichende Vorhaltung von Löschwas-
servorräten unabdingbar. Das bundesweit aufgestellte Fähigkeitsmanagement von Bund und Län-
dern, dessen landesweite Einführung laut Auskunft des Kreisbrandmeisters bevorsteht, enthält Vor-
gaben zum Transport von Löschwasser mit einem Leistungsumfang von mindestens 8.000 Litern.
Diese veränderten Anforderungen müssen in die Zukunftsplanungen der Freiwilligen Feuerwehr Fil-
derstadt einfließen.
Zunehmende umweltbedingte Gefahren, die durch häufige und ausgedehnte Trockenperioden mit
steigender Vegetations- und Waldbrandgefahr entstehen, aber auch die besonderen örtlichen Ge-
gebenheiten der Stadt Filderstadt mit intensiver Bebauung, zahlreichen Gebäuden mit hoher Bele-
gungsdichte (Schulen, Pflegeheime, Filderklinik, Filharmonie, etc.), Industrie- und Störfallbetrieben
sowie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Stadtgürtel, können nur durch das Vorhalten eines
ausreichenden Löschwasservolumens wirksam bekämpft und damit mögliche Großschadenslagen
verhindert werden. Zum Teil verfügen selbst Misch- und Gewerbegebiete in Filderstadt nur über eine
an der untersten planerischen Grenze sichergestellte Löschwasserversorgung. Besonders wichtig
ist die Vorhaltung ausreichender Löschwassermengen auch im Fall von fehlenden Wasseranschlüs-
sen, Großbränden oder Flächenlagen, da die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt bei solchen Einsät-
zen in der Lage sein muss, Löschwasser in ausreichender Menge an Einsatzstellen ohne Hydranten-
Versorgung oder Wasser-Anschlussmöglichkeiten bereitzustellen.
Speziell Wechselladerfahrzeuge, die mit einem Abrollbehälter Wasser ausgestattet sind, können
große Wassermengen an den Einsatzort bringen. Mit der zukunftsorientierten Ersatzbeschaffung
eines Wechselladerfahrzeugs WLF mit Abrollbehälter Wasser 8000 (AB Wasser 8000) wird neben
den Aspekten Nachhaltigkeit, Agilität, Wirtschaftlichkeit und Einsatzvariabilität den aktuellen Einsatz-
anforderungen an ausreichende Löschwasservorräte Rechnung getragen. Zahlreiche Kommunen
und Landkreise halten aufgrund der zunehmenden Wald- und Vegetationsbrandgefahren bereits
Wechselladerfahrzeuge mit Abrollbehältern Wasser vor.
Ein Wechselladerfahrzeug (WLF) ist ein Einsatzfahrzeug, das mehrere Hauptaufgaben in einem
Fahrzeug vereint. Es dient dem Transport von feuerwehrtechnischen Einsatzmitteln in oder auf aus-
tauschbaren Abrollbehältern. Zur Aufnahme der jeweiligen Abrollbehälter verfügen die Wechsella-
derfahrzeuge über eine fest mit dem Fahrgestell verbundene Wechselladereinrichtung. Verschie-
dene Abrollbehälter (kurz: AB), z.B. AB-Wasser, AB-Schaum, AB-Gefahrgut, AB-Rüst, AB-Pritsche,
können auf dem Fahrzeug eingesetzt und ausgetauscht werden. Im Schadensfall an einem Abroll-
behälter ist dieser getrennt vom Wechselladerkonzept austauschbar.
Beispielbild WLF mit AB Wasser Beispielbild AB Wasser
Die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt verfügt bislang über kein Wechsellader-System. Der Feuer-
wehrausschuss traf daher am 15. März 2025 auf der Grundlage der neuen Landkreiskonzepte und
unter Berücksichtigung der Parameter Flexibilität, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit
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folgenden Änderungsbeschluss: „Der Feuerwehrausschuss beschließt die Ersatzbeschaffung des
TLF 24/50 Bernhausen durch ein Wechselladerfahrzeug (WLF) mit AB-Wasser (8.000 Litern) und
fordert die Verwaltung auf, die entsprechenden Maßnahmen zur Umsetzung sowie zur Erstellung
eines Anbaus an die Fahrzeughalle für die Umkleiden am Standort Bernhausen umzusetzen.“
Beschaffungsbedarf und Ausschreibung:
Ein Wechselladerfahrzeug stellt aufgrund der vielseitigen Einsatz- und Erweiterungsmöglichkeiten
eine kostengünstige Alternative zur Beschaffung von Einzelfahrzeugen dar. Auch im Hinblick auf
zukünftige wirtschaftliche Fahrzeug-Ersatzbeschaffungen für die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt
wird ein sukzessiver Ausbau des Wechselladersystems für einen jeweils situationsgerechten Aus-
tausch bzw. die Ergänzung durch Module geprüft.
Die Beschaffung eines Wechselladerfahrzeugs mit Abrollbehälter bietet vielfältige Vorteile:
➢ Flexible Einsatzmöglichkeiten im Fall künftiger modularer Erweiterungen durch wechselbare
Abrollbehälter
➢ Wirtschaftliche und zukunftssichere Lösung im Vergleich zur Beschaffung von Einzelfahr-
zeugen
➢ Schneller Transport und sofortige Verfügbarkeit großer Löschwassermengen an allen Ein-
satzstellen im Innen- und Außenbereich durch den Abrollbehälter Wasser
➢ Ergänzung der vorhandenen Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt bei
Großschadenslagen
➢ Interkommunale Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Esslin-
gen durch überörtliche Einsetzbarkeit.
Die EU-weite Ausschreibung des Fahrzeugs mit Abrollbehälter soll nach erfolgter Zustimmung des
Gemeinderats im ersten Quartal 2027 erfolgen. Zuwendungsbescheide nach VwV Z-Feu zur Förde-
rung des Wechselladerfahrzeuges (87.000 Euro) und des Abrollbehälters (70.000 Euro) liegen vor.
Bauliche Maßnahmen am Feuerwehrhaus Bernhausen:
Die räumlichen Voraussetzungen des Fahrzeughalle entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorga-
ben für Feuerwehrhäuser. Aufgrund der Längenmaße der neueren Feuerwehrfahrzeuge gemäß den
geltenden DIN-Normen kann beim Einstellen des geplanten Wechselladerfahrzeugs in die Fahr-
zeughalle der erforderliche Abstand zwischen den Umkleidespinden an der Rückwand der Fahr-
zeughalle und den Fahrzeugen nicht eingehalten werden. Die Enge und der fehlende Bewegungs-
raum begünstigen Unfälle und erschweren ein zügiges Anlegen der Einsatzkleidung. Aufgrund des
erforderlichen Platzbedarfs ist die Beschaffung des Fahrzeugs nur in Verbindung mit baulichen Maß-
nahmen zur Verlegung der Umkleidespinde möglich.
Neben dem zusätzlichen Raumbedarf erfordern auch die teilweise gravierenden baulichen Mängel
des Feuerwehrhauses Bernhausen dringend bauliche Maßnahmen. Eine der insgesamt zwei (Ein-
zel-)Duschen im Gebäude befindet sich im Untergeschoss; die Warmwasserleitung ist nicht mehr
nutzbar. Aus diesem Grund steht der gesamten Feuerwehrabteilung Bernhausen mit rund 100 Ein-
satzkräften lediglich eine weitere Einzeldusche im Obergeschoss zur Verfügung. Diese wird über
einen 200 Liter Warmwasserspeicher versorgt, der nur für bis zu vier Personen ausreichend Warm-
wasser bieten kann.
Im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans soll auch die Struktur in Bezug auf künftige Feuerwehrhäu-
ser in Filderstadt untersucht werden. Trotz der prekären Situation durch das ca. 60 Jahre alte Feu-
erwehrhaus, das nicht mehr den aktuellen Standards entspricht, stehen in Bernhausen in absehba-
rer Zeit keine Flächen für den Neubau eines Feuerwehrhauses gemäß Raumstandardbeschluss zur
Verfügung. Es ist daher realistisch, von einer längerfristigen weiteren Nutzung des Bestandsgebäu-
des auszugehen. Daraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit des Anbaus an die Fahrzeughalle
zur Behebung der bestehenden Raumknappheit und der baulichen Mängel. Das Hochbauamt wurde
daher gebeten, gemäß dem Beschluss des Feuerwehrausschusses an der hinteren Hausfront über
den DRK-Garagen den Anbau eines eingeschossigen Spindraums an die Halle zu prüfen.
Die Vorentwurfsplanung des Hochbauamts sieht hierfür einen eingeschossigen Anbau an das Feu-
erwehrgebäude vor, der größtenteils auf der bereits vorhandenen Stahlbetonmassivkonstruktion der
DRK-Garage im Erdgeschoss in Holzelement-Bauweise erstellt wird. Der Anbau soll ein Pultdach
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erhalten. Die Installation einer Photovoltaikanlage ist möglich (eine Klärung mit den Filderstadtwer-
ken ist vorgesehen). Die Konstruktion der vorhandenen Garage des DRK soll so ausgelegt sein,
dass eine Aufstockung dort möglich ist. Die statischen Verhältnisse sind jedoch noch einer genauen
Prüfung zu unterziehen. Durch den Anbau können großzügige und sichere Verkehrswege und Be-
wegungsräume geschaffen werden, was im Einsatzfall eine wichtige Komponente darstellt. Es sollen
zwei Zugangsmöglichkeiten in den Anbau geschaffen werden: einmal über den Hauptzugang an der
Südseite des Anbaus (Alarmweg 1) und einmal über eine neu zu schaffende Tür in Tor 6 (Alarmweg
2) an der Vorderseite des Feuerwehrgebäudes (Westseite). Der Treppenabgang am Haupteingang
des Feuerwehrgebäudes muss verschmälert werden, damit der Alarmweg 1 möglichst breit herge-
stellt werden kann.
Der Anbau, der künftig Umkleide- und Einsatzbereich trennt, erstreckt sich über eine Länge von ca.
37,75 m über die gesamte Länge des Feuerwehrgebäudes. Mit einer Breite von ca. 5,20 m und einer
Höhe von etwa 4,00 m im Mittel (Außenmaße) können künftig ca. 113 Umkleideplätze mit Spinden
für den Männerbereich und ca. 9 Umkleideplätze für den Damenbereich geschaffen werden. Der
Bedarf im Männerbereich liegt derzeit bei ca. 97 Umkleideplätzen. Der Anbau ermöglicht somit eine
Reserve von ca. 16 Umkleideplätzen. Auch eine räumliche Trennung der beiden Bereiche ist durch
die geplante Maßnahme möglich. Ebenso sollen in dem geplanten Anbau künftig im Erdgeschoss
Dusch- und WC-Bereiche angeboten werden. Brandschutztechnisch sind die Bereiche sicher zu
trennen und die Durchgänge mit Brandschutztüren auszustatten. Der Anbau hat eine Grundfläche
von ca. 175 qm und eine Kubatur von ca. 660 cbm. Die nutzbare Fläche im Anbau liegt bei ca. 156
qm. Die Pläne des Hochbauamts sind in den Anlagen 3 und 4 beigefügt.
Geplante Anbaufläche über der DRK-Garage:
Kostenschätzung / Finanzielle Auswirkungen der Fahrzeugbeschaffung:
Beschaffungskosten für das Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter:
Finanzmittel für die Fahrzeugbeschaffung in Höhe von 540.000 Euro sind auf Kontierung
78312000/732012600008 im Haushaltsplan 2026 / 2027 vorgesehen. Für das Wechselladerfahr-
zeug wurde der Stadt Filderstadt eine Zuwendung gem. VwV Zuwendungen Feuerwehrwesen (VwV-
Z-Feu) in Höhe von 87.000 Euro und für den Abrollbehälter Wasser in Höhe von 70.000 Euro (Ge-
samtförderung: 157.000 Euro) bewilligt.
Zuschussbetrag Kosten
WLF 87.000 Euro ca. 440.000 Euro
AB Wasser 8000 70.000 Euro ca. 100.000 Euro
Gesamt 157.000 Euro ca. 540.000 Euro
Kosten abzgl. Zuschuss: ca. 383.000 Euro
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Grobkostenschätzung für den Anbau an das Bestandsgebäude
(ohne PV-Anlage):
Baukosten (KG 300 bis KG 600) 500.000 Euro
20% Nebenkosten 100.000 Euro
Summe netto 600.000 Euro
+ 19% MwSt. 114.000 Euro
Summe brutto 714.000 Euro
Unvorhergesehenes 7,5% 53.550 Euro
Gesamtsumme brutto 767.550 Euro
Gerundet 770.000 Euro
Lebenszyklus- und Folgekosten des Anbaus:
Der Anbau wird in leichter Holzbauweise nach neuesten Bauvorschriften hinsichtlich des Wärme-
schutzes und der Gebäudetechnik erstellt.
Das bestehende Feuerwehrgebäude wurde 1968 erbaut. Wenn man eine Lebenserwartung von
etwa 80 Jahren für derart beanspruchte Gebäude ansetzt, ergibt sich eine Restlebensdauer von
etwa 20 Jahren. Auf diesen Zeitraum betrachtet fallen an dem geplanten Anbau nur Wartungs- und
Reparaturkosten an der Gebäudetechnik im Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsbereich an.
Diese sind mit etwa 20.00 bis 30.000 Euro zu kalkulieren.
Erläuterungen zum Integrierten Nachhaltigen StadtEntwicklungsKonzept (INSEK)
Die Maßnahme betrifft das Handlungsfeld 9 (Sicherheit und Ordnung) mit den Inhalten Brandschutz,
Feuerwehr, Katastrophenschutz. Nur durch eine adäquate Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr
Filderstadt kann größtmögliche Sicherheit im Stadtgebiet und der Umgebung gewährleistet und ggf.
die Entstehung von Großschadensfällen minimiert werden.
Mit der Beschaffung des WLF mit Abrollbehälter Wasser trägt die Stadt Filderstadt den neuen Land-
kreiskonzepten zur Überlandhilfe, zur Löschwasserversorgung und zur Vegetationsbrandbekämp-
fung – insbesondere unter Berücksichtigung von künftigen umweltbedingten Entwicklungen wie zu-
nehmenden Trockenperioden, Vegetationsbrandgefahr, etc. – Rechnung und kann bei Einsätzen im
Innen- und Außenbereich auf ausreichenden Wasservorrat zurückgreifen.
Der Anbau an das bestehende Feuerwehrgebäude Bernhausen gewährleistet den erforderlichen
Raumbedarf zur Unterstellung des neuen Löschfahrzeugs, eine Trennung von Umkleide- und Ein-
satzbereichen mit sicheren Verkehrswegen und schafft die dringend notwendigen Dusch-/WC-Be-
reiche für die Feuerwehrleute. Dies trägt zur schnellen und sicheren Einsatzfähigkeit der Feuerwehr-
leute bei.
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