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Die Demenzwoche in Dorsten 2026

Sonstiges
TypSonstiges
GemeindeDorsten
Datum2026-11-11
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Dorsten, 06.10.2026 Drucksache Nr. 301/26 Aktenzeichen 50 0 Berichtsvorlage zur Kenntnis Sozialausschuss Öffentliche Sitzung Die Demenzwoche in Dorsten 2026 In der Woche vom 21. bis 26. September 2026 stand Dorsten im Zeichen der Demenz: Auf Initiative der Demografiebeauftragten der Stadt Dorsten, Frau Fenske, sowie des Teams des Beratungs- und Infocenters Pflege, Frau Grewing und Frau Riepe-Petrausch, wurde die De- menzwoche in Kooperation mit verschiedenen Akteuren durchgeführt. Demenz ist für unsere Stadt ein zentrales Thema, da immer mehr Menschen direkt oder indi- rekt von der Erkrankung betroffen und auf Unterstützung angewiesen sind. Ziel der Demenzwoche war es, das Bewusstsein für Demenz zu schärfen, über die Erkrankung und ihre Folgen zu informieren, Hemmschwellen abzubauen und das Verständnis sowie die gesellschaftliche Teilhabe von Betroffenen und ihren Angehörigen in Dorsten zu stärken. Gleichzeitig sollte ein Beitrag dazu geleistet werden, eine Erkrankung, mit der man sich nach wie vor ungern auseinandersetzt, stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Programm der Demenzwoche umfasste Workshops, Fachvorträge und Bewegungsange- bote, die sowohl der Information als auch dem Austausch dienten und ausdrücklich auch Menschen ansprechen sollten, die bislang keinen oder nur wenig Kontakt mit dem Thema De- menz hatten. Das Programmheft aus dem Jahr 2026 ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Besonders gut besucht war der Vortrag von Chefarzt Dr. Thorsten Reiprich zum Thema „Demenz – Anzeichen und Therapiemöglichkeiten“. Das Interesse war so groß, dass die vor- handenen Räumlichkeiten nicht für alle Interessierten ausreichten. Ebenfalls auf positive Re- sonanz stieß der Vortrag „Autofahren und Demenz“, in dem Frau Held die rechtlichen Rah- menbedingungen erläuterte. Ergänzt wurde das Programm durch Angebote wie gemeinsames Singen, Sitztanz und Neuro- tango. Diese Veranstaltungen richteten sich gezielt an Menschen mit Demenz, ihre Angehöri- gen und weitere Interessierte, um ihnen gemeinsame, positive Erlebnisse zu ermöglichen. Ge- rade vor dem Hintergrund eines oft belastenden Alltags sind solche „Auszeiten“ von großer Bedeutung. Darüber hinaus wurde ein Selbstfürsorgekurs für pflegende Angehörige angeboten, um deren Belastung in den Blick zu nehmen und Möglichkeiten zur Stärkung der eigenen Ressourcen aufzuzeigen. Die Teilnahmezahlen dieser Angebote fielen zwar eher gering aus (sieben Perso- nen beim Selbstfürsorgekurs, dreizehn Teilnehmende beim Neurotango-Angebot), dennoch zeigte sich, dass sie für die Anwesenden einen hohen Wert hatten: Die Freude und der Von der Entscheidung betroffene/r Stadtteil/e: Altendorf-Ulfkotte Altstadt Holsterhausen Lembeck Hardt Feldmark Deuten Wulfen/Barkenberg Östrich Hervest Rhade X - alle - - 2 - spürbare Spaß der Erkrankten während der Veranstaltungen machten deutlich, dass sich diese Angebote gelohnt haben. Im Rahmen der Demenzwoche fand zudem ein „Runder Tisch Demenz“ statt, zu dem unter- schiedliche Akteure aus dem Bereich Pflege, Gesundheit, Beratung und Angehörige eingela- den waren. In Form eines World-Cafés wurde eine Bestandsaufnahme zu den bereits vorhandenen Ange- boten und Strukturen in Dorsten vorgenommen und gemeinsam zukünftige Handlungsbedarfe identifiziert. Deutlich wurde dabei – im Einklang mit Rückmeldungen aus der Demenzwoche –, dass es in Dorsten bereits viele Angebote und Anlaufstellen für Menschen mit Demenz und ihre Angehö- rigen gibt, diese jedoch noch nicht ausreichend bekannt sind. Ein zentraler Handlungsbedarf liegt daher in einer besseren Information und Bündelung der vorhandenen Ressourcen. Als konkrete Maßnahme wird künftig eine Übersicht der Angebote und Anlaufstellen zum Thema Demenz (zunächst online) unter www.dorsten.de/demenz zur Verfügung gestellt. Die Demografiebeauftragte der Stadt Dorsten wird die Thematik Demenz weiterhin fokussiert bearbeiten. Durch fortlaufende Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit soll die Bevölkerung weiter für das Thema sensibilisiert und über Unterstützungsmöglichkeiten infor- miert werden. In diesem Rahmen wird das Beratungs- und Infocenter Pflege weiter eingebun- den, um Synergieeffekte zu schaffen. Besonders wichtig ist dabei die frühzeitige Feststellung einer Demenzerkrankung, damit Be- handlung, Beratung und Unterstützungsangebote rechtzeitig einsetzen können und die Selbst- ständigkeit der Betroffenen möglichst lange erhalten bleibt. Die Demenzwoche hat hier einen wichtigen Impuls gesetzt, an den nun kontinuierlich angeknüpft werden soll. In Vertretung Nina Laubenthal Erste Beigeordnete Demographische Auswirkungen Angesicht einer überalterten Bevölkerung ist die Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig, um so ein längeres selbständiges Leben zu fördern. Sozialpolitische Leitziele Mit dieser Maßnahme wurde die Umsetzung der beschlossenen sozialpolitischen Leitziele ver- folgt. Sie entspricht den Zentralen Handlungsstrategien und Wirkungszielen Dorsten 2020 – 2030 (Beschluss Drucksache 013/21). Die Demenzwoche trug dazu bei, positive Lebensbedin- gungen für eine heterogene Bevölkerung in allen Stadtteilen zu gestalten und eine zukunftsori- entierte Stadt zu erhalten.

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