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Max Ernst-Stipendium, Jurybesetzung 2027 Bestellung der Fachjuroren, eines Jurymitgliedes aus der Einwohnerschaft Brühls und einer Nachwuchsjurorin für das Max Ernst-Stipendium 2027
Notiz
| Typ | Notiz |
| Gemeinde | Stadt Brühl |
| Datum | 2026-11-12 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Brühl
öffentliche
Vorlage
Der Bürgermeister
Dienststelle Sachbearbeiter/in Aktenzeichen Datum Vorlagen-Nr.
41/2 Freericks 22.10.2026 381/2026
Betreff
Max Ernst-Stipendium, Jurybesetzung 2027
Bestellung der Fachjuroren, eines Jurymitgliedes aus der Einwohnerschaft Brühls und
einer Nachwuchsjurorin für das Max Ernst-Stipendium 2027
Beratungsfolge
Ausschuss für Kultur, Partnerschaften und Tourismus
Finanzielle Auswirkungen X Ja Nein
Mittel stehen zur Verfügung bei SK / KST
X Mittel stehen nicht zur Verfügung, sind aber bei SK 5412100, 5431170, 5291000 /
KST 25020100 vorgesehen
Über-/außerplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen
Sachkonto / Kostenstelle
BGM / BL Zust. Dez. Zust. Dienststelle Kämmerin Abt. 20/1
Dr. Prokop / i.V. Ritter Mülhens Jülich Keung
Plep Vieten
Beschlussentwurf:
Der Ausschuss für Kultur, Partnerschaften und Tourismus beschließt, für die 57.
Vergabe des Max Ernst-Stipendiums der Stadt Brühl im Jahr 2027, die Jury wie folgt
zu besetzen:
A Fachjury:
Vorsitz der Jury: Dr. Dirk Teuber
Fachjury:
Prof. Jürgen Klauke
Lutz Fritsch
Serena Ferrario
Dr. Jürgen Pech
Madeleine Frey
Zudem sind stimmberechtigt für die Max Ernst Gesellschaft Herr Dieter H. A. Gerhards und
der Bürgermeister/die Bürgermeisterin der Stadt Brühl sowie beratend der/die Vorsitzende
des Kultur-Partnerschafts- und Tourismusausschusses der Stadt Brühl jeweils ebenfalls Teil
der Max Ernst-Jury 2027.
B Jurymitglied aus der Einwohnerschaft der Stadt Brühl
Als Jurymitglied aus der Brühler Einwohnerschaft schlägt Herr Bürgermeister Dr. Marc
Prokop Herrn Oleksii Gnievyshev vor.
Drucksache 381/2026 Seite - 2 –
C Nachwuchsjurorin
Als Nachwuchsjurorin 2027 schlägt Herr Bürgermeister Dr. Marc Prokop Frau Alina Bonitz
vor.
Erläuterungen:
Jurymitglied aus der Brühler Bevölkerung Herr Oleksii Gnievyshev
Das vorgeschlagene Jurymitglied aus der Brühler Bevölkerung, Herr Oleksii Gnievyshev,
wurde 1991 in Kiew geboren. Er studierte bis zu seinem Abschluss im Jahr 2014 an der
Kunstakademie Kiew.
Sein bevorzugtes Medium ist die Ölmalerei. Neben Stadtansichten fasziniert ihn die
Darstellung von Motiven aus der griechischen Mythologie. Diese stellt er in klassischer
realistischer Manier dar.
In zahlreichen Ausstellungen zeigte der Künstler bereits in Brühl in der RathausGalerie, aber
auch in Köln, Catania, Amsterdam oder Mailand seine Werke.
Nachwuchsjurymitglied Frau Alina Bonitz
Frau Alina Bonitz ist als junge Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität zu Köln
im Institut für Kunst und Kunsttheorie tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Ästhetische
Erziehung, Kunstpädagogik und Craftism (Nutzung von kunsthandwerklichen Techniken als
Mittel für politisches und soziales Engagement).
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln studierte sie
ebendort Sonderpädagogische Förderung, Deutsch und ästhetische Erziehung mit dem
Abschluss des Masters im Jahr 2022. Zurzeit promoviert sie bei Herrn Prof. Manuel Kargin-
Zahn.
Finanzielle Auswirkungen
Die Ausgaben für die Durchführung der beiden Kunstpreise sind in den Sachkonten
5412100 (Ansatz: 13.100 €), 5431170 (Ansatz: 1.800 €) und 5291000 (Ansatz 4.400 €)
veranschlagt. Diese beinhalten auch die Honorarentgelte für die Vor- und Hauptjurierung.
Die Vorauswahl findet in digitaler Form statt und die Endauswahl in Präsenz. Aus den
Erfahrungswerten der vergangenen Jahre muss angemerkt werden, dass noch nie alle
Jurymitglieder gleichzeitig aus den verschiedensten Gründen an den Sitzungen teilnehmen
konnten und dass es dementsprechend auch nicht zu Auszahlungen gekommen ist.
Für den Haushalt 2026/2027 der Stadt Brühl sind im Vergleich zu den Vorjahren reduzierte
Mittel eingestellt.
Durch den Rücktritt von Herrn Dr. Kraus und die damit verbundene Entscheidung, diese
Juryposition nicht neu zu besetzten, reduzieren sich die Aufwendungen (Honorare,
Fahrtkosten, Bewirtungskosten) für die fachkundige Jury.
Nach aktuellem Sachstand haben sich mehrheitlich die Jurymitglieder bereit erklärt, auf ihr
Honorar für die Jurierung des Joseph und Anna Fassbender-Preises zu verzichten, da
zurzeit keine Mittel hierfür zur Verfügung stehen. Ebenso werden die Jurymitglieder, die
nicht im Rheinland wohnen, an der Jurysitzung des Joseph und Anna Fassbender-Preises
digital teilnehmen, damit keine Reise- und Übernachtungskosten entstehen.
Das Max Ernst-Stipendium ist 1971 erstmals vergeben worden. Damals war es Teil der
Versöhnung von Max Ernst mit seiner Geburtsstadt Brühl. Max Ernst schenkte der Stadt
eigenhändige Werke, die später Grundlage des Bestandes des Max Ernst-Kabinetts
bildeten und erlaubte den Abguss der Bronzefiguren, die heute die Skulpturen des Max
Drucksache 381/2026 Seite - 3 –
Ernst-Brunnens bilden. Zudem trug die Stadt Brühl Max Ernst auf seinen Vorschlag hin als
Wiedergutmachung seitens der Stadt an, dass diese einen Förderpreis für junge
Kunstschaffende durchführen wolle. Dementsprechend existieren für das Max Ernst-
Stipendium ein Ratsbeschluss und eine Satzung.
Der Joseph und Anna-Fassbender-Preis ist eine Stiftung von Anna Fassbender, der Gattin
des Kölner Malers und Grafikers Joseph Fassbender. Die Künstlerwitwe stattete die Stiftung
mit einem Geldbetrag aus, aus dessen Zinsvermögen das Preisgeld gezahlt wurde. In der
Stiftungsvereinbarung wurde festgelegt, dass die Max Ernst-Jury identisch mit der Jury sein
soll, die den Joseph und Anna Fassbender-Preis vergibt. Die Stadt Brühl wurde von Anna
Fassbender mit der Vergabe des Preises betraut. Nach dem Einbruch der Zinsen übernahm
die Stadt Brühl auch die Kosten für das jährliche Preisgeld, das 1.500 Euro beträgt.
Text aus PDF extrahiert