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Anfrage zu queeren Themen; Anfrage der Fraktionen CDU und B'90/Die Grünen v. 19.9.2026

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TypSchreiben
GemeindeStadt Bocholt
Datum2026-11-11
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Anfrage CDU Vorlage Nr. AF/68/2026 als Anfragesteller Status - öffentlich - Datum 19.09.2026 Rolf Kerkhoff, Sachkundiger Verfasser Bürger Betreff Anfrage zu queeren Themen; Anfrage der Fraktionen CDU und B'90/Die Grünen v. 19.9.2026 Beratungsfolge Termin Beratungsaktion Haupt- und Finanzausschuss 11.11.2026 zur Information Anfragetext Die Verwaltung wird gebeten, die Möglichkeiten zur Stärkung queerer Strukturen in Bocholt zu prüfen und dem Ausschuss hierzu zu berichten. Insbesondere wird die Verwaltung um Beantwortung der folgenden Fragen gebeten: 1. Welche rechtlichen, inhaltlichen und verwaltungstechnischen Schritte müssten eingeleitet werden, um z.B. einen bestehenden Tätigkeitsbereich um die Aufgaben einer Ansprechperson für queere Themen zu erweitern? Welche Form der Verankerung (z. B. Stabsstelle, Projektstelle, externe Vergabe) wird für möglich gehalten und mit welchem Zeitrahmen könnte gerechnet werden? Erachtet die Stadt dies für sinnvoll, und wäre ggf. eine Erweiterung einer bestehenden Stelle um diese Tätigkeit auf Kreisebene sinnvoller? 2. Gibt es bereits bestehende Konzepte, Initiativen oder Kooperationspartner, mit denen die Stadt zusammenarbeitet oder zusammenarbeiten könnte, um entsprechende Beratungen und Veranstaltungsangebote anzubieten? Und wenn ja, welche? 3. Welche Regeln gelten aktuell für das Hissen von Flaggen (z.B. Regenbogenflagge oder Inter* Inclusive Pride Flagge) an städtischen Gebäuden zu relevanten Anlässen (z.B. IDAHOBIT, Stonewall-Gedenktag, Bocholter CSD)? 4. Welche Fortbildungsangebote für Personen im Erziehungs-, Bildungs-, Beratungs-, Gesundheits- und Verwaltungsbereich bestehen derzeit, und wie kann die Stadt die (Weiter-) Entwicklung dieser Angebote fördern? 5. Welche kurzfristigen Maßnahmen sieht die Verwaltung als sinnvoll an, um die Sichtbarkeit, Beratung und Teilhabe queerer Menschen in Bocholt zu verbessern? Begründung des Anfragestellers In Gesprächen und Diskussionsrunden mit Vertreter*innen von Interessengemeinschaften zu queeren Themen wurden verschiedene Aspekte angesprochen, die aus Sicht queerer Menschen notwendig sind, damit ihre Belange angemessen wahrgenommen und berücksichtigt werden. Seite 1 von 2 In Bocholt werden Strukturen und Angebote mit großem ehrenamtlichem Engagement etabliert. Diese Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag, stehen jedoch vor unterschiedlichen Herausforderungen. Dazu gehört insbesondere der Mangel an physischen Anlaufstellen für queere Menschen und Gemeinschaften. Vergleichbare queere Zentren und feste Beratungsstrukturen sind derzeit vor allem in größeren Städten wie Münster oder Gelsenkirchen zu finden. Für Menschen aus Bocholt und der umliegenden Region sind diese Angebote teilweise nur mit erheblichem zeitlichem und organisatorischem Aufwand erreichbar. Insbesondere für junge und ältere Menschen sowie für Personen mit eingeschränkter Mobilität erschwert die fehlende wohnortnahe Infrastruktur die gesellschaftliche Teilhabe erheblich. Eine zentrale kommunale Ansprechperson könnte dazu beitragen, bestehende Angebote sichtbarer zu machen, Informationen zu bündeln, Ratsuchende weiterzuvermitteln und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und ehrenamtlichen Initiativen zu verbessern. Darüber hinaus könnte eine solche Funktion die Entwicklung weiterer Angebote unterstützen und als Schnittstelle zwischen queeren Menschen, ihren Interessenvertretungen und der Stadtverwaltung dienen. Dabei sollte geprüft werden, ob eine kommunale Lösung auf Ebene der Stadt Bocholt oder eine kreisweite Struktur auf Ebene des Kreises Borken sinnvoller und nachhaltiger wäre. Aus den bisherigen Gesprächen wurden insbesondere folgende Handlungsfelder als vordringlich benannt:  die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für queere Belange,  die Förderung von Wertschätzung und Akzeptanz durch mehr Sichtbarkeit,  der Ausbau niederschwelliger Beratungs- und Bildungsangebote,  die langfristige Etablierung eines queeren Zentrums sowie  die regionale Vernetzung bestehender Initiativen und Fachstellen. Mit dieser Anfrage soll zunächst eine Bestandsaufnahme erreicht werden. Gleichzeitig soll geklärt werden, welche Maßnahmen kurzfristig möglich sind und welche strukturellen Schritte langfristig erforderlich wären, um queere Menschen in Bocholt nachhaltig zu unterstützen und ihre gleichberechtigte Teilhabe zu stärken. Unterzeichnet durch: Bärbel Trauthig, Stadtverordnete Lif Greta Licht, Sachkundige Bürgerin Sonja Hüls, Stadtverordnete Nico Opitz, Stadtverordneter Weitere Mitwirkende: Anfrage AF/68/2026 Seite 2 von 2

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