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Bericht über das vorläufige Jahresergebnis 2025
Fortschrittsbericht
| Typ | Fortschrittsbericht |
| Gemeinde | Tübingen |
| Datum | 2026-11-05 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Universitätsstadt Tübingen Vorlage 212/2026
Fachabteilung Haushalt Datum 21.10.2026
Stegmüller, Jennifer Telefon: 07071 204-1235
Gesch. Z.: /
Berichtsvorlage
zur Behandlung im Verwaltungsausschuss
Betreff: Bericht über das vorläufige Jahresergebnis 2025
Bezug:
Anlagen: Anlage 1_Ergebnisrechnung 2025
Anlage 2_Finanzrechnung 2025
Zusammenfassung:
Die Ergebnisrechnung schließt im ordentlichen Ergebnis mit einem vorläufigen Defizit von -8,2 Mio.
Euro ab, was gegenüber der Haushaltsplanung eine Verbesserung um 16,3 Mio. Euro bedeutet.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit reduziert sich von geplanten -43,4 Mio. Euro auf -39,3 Mio. Euro.
Dadurch verbessert sich auch die Liquidität zum Jahresende entsprechend.
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Bericht:
1. Anlass / Problemstellung
Die Verwaltung berichtet über den vorläufigen Jahresabschluss 2025. Dieser beinhaltet den
aktuellen Stand sowie die Prognose über die weitere Entwicklung im Zuge der laufenden
Jahresabschlussarbeiten. Im weiteren Verlauf der Jahresabschlussarbeiten kann es hier
noch zu gewissen Veränderungen kommen.
Die Haushaltssatzung 2025 wurde zunächst vom Regierungspräsidium Tübingen
beanstandet und nach einem zweiten Haushaltsbeschluss am 19.09.2025 genehmigt. Die
Interimszeit im Jahr 2025 war dadurch außergewöhnlich lang und führte insbesondere zu
Verzögerungen bei neuen Baumaßnahmen.
2. Sachstand
Der vorliegende Bericht gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Eckdaten des
vorläufigen Jahresergebnisses 2025. Eine umfassende Erläuterung der Abweichungen ist
zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der noch andauernden Jahresabschlussarbeiten nicht
möglich. Dies erfolgt im Rahmen des Rechenschaftsberichts zur Aufstellung des regulären
Jahresabschlusses 2025.
Ergebnisrechnung
Vorläufiges
Plan 2025 Abweichung
Ergebnis 2025
Ordentliche Erträge 357.716.020 362.397.163 4.681.143
Ordentliche Aufwendungen -382.250.070 -370.619.070 11.631.000
Ordentliches Ergebnis -24.534.050 -8.221.907 16.312.143
Bei den Erträgen zeigt sich in Summe eine Verbesserung in Höhe von 4,7 Mio. Euro
gegenüber der Planung. Abweichungen ergaben sich insbesondere durch höhere Erträge
bei der Gewerbesteuer (+1,4 Mio. Euro) und Grundsteuer B (+1 Mio. Euro) sowie höhere
FAG-Zuweisungen (+2,7 Mio. Euro). Demgegenüber stehen vor allem geringere Erträge bei
den Kostenerstattungen (-0,8 Mio. Euro).
Auf der Aufwandsseite fielen insbesondere die Personalaufwendungen (-1,2 Mio. Euro) und
die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (-12,1 Mio. Euro) geringer aus. Betroffen
davon sind vor allem die Unterhaltungsaufwendungen sowie die besonderen Verwaltungs-
und Betriebsaufwendungen (z.B. im Bereich EDV und Verbrauchsmittel) und Mieten und
Pachten.
Für den Ausgleich des Jahresabschlusses der KST steht darüber hinaus noch eine offene
Buchung aus, deren tatsächliche Höhe noch nicht final feststeht.
Vorläufig schließt die Ergebnisrechnung im ordentlichen Ergebnis mit einem Defizit von 8,2
Mio. Euro ab. Ursprünglich geplant war ein Verlust von 24,5 Mio. Euro.
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Damit ist das Ergebnis zwar um 16,3 Mio. Euro besser als vorgesehen, weist aber dennoch
ein hohes Defizit aus. Selbst ohne zahlungsunwirksame Vorgänge wie Abschreibungen und
damit vergleichbar mit der früheren kameralen Logik läge das Ergebnis bei 2,3 Mio. Euro.
Eine Deckung der ordentlichen Tilgung kann damit nicht erreicht werden.
Im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres bedeutet dies gleichzeitig jedoch auch eine
erkennbare Verbesserung des ordentlichen Ergebnisses um 12,4 Mio. Euro. Auch wenn das
Ergebnis negativ bleibt, zeigt sich, dass das Konsolidierungspaket bereits zu einer
Verbesserung der Haushaltssituation beigetragen hat.
Der Fehlbetrag des ordentlichen Ergebnisses in Höhe von -8,2 Mio. Euro ist aus der
Rücklage aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses zu entnehmen. Die ordentliche
Ergebnis-rücklage würde sich somit voraussichtlich auf 45,2 Mio. Euro reduzieren.
Finanzrechnung
Plan 2025 Ergebnis 2025 Abweichung
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 30.847.440 13.533.100 -17.314.340
Auszahlungen aus Investitionstätigkeit -74.291.770 -52.835.633 21.456.137
Saldo aus Investitionstätigkeit -43.444.330 -39.302.533 4.141.797
Insbesondere im Bereich der Baumaßnahmen ist wie bereits in den Vorjahren deutlich
erkennbar, dass die im Haushaltsplan veranschlagten Auszahlungen aus
Investitionstätigkeit nicht in der geplanten Höhe von 52,8 Mio. Euro abgeflossen sind (-16,3
Mio. Euro). Dies liegt insbesondere an Verzögerungen im Bauablauf auch infolge der sehr
späten Haushaltsgenehmigung und der damit verbundenen längeren Interimszeit. Auch die
geplanten Auszahlungen für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden mit 8 Mio. Euro
wurden nur teilweise verausgabt (-4,5 Mio. Euro). Demgegenüber konnten auf der
Einzahlungsseite insbesondere auch die Einzahlungen aus Investitionszuwendungen (-10,9
Mio. Euro) und aus der Veräußerung von Sachvermögen (-4,6 Mio. Euro), was vor allem
Grundstücksverkäufe betrifft, nicht wie geplant vereinnahmt werden.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit fällt damit insgesamt um rund 4,1 Mio. Euro besser aus.
Liquidität
Mit der Haushaltsplanung wurde von einem Stand der Liquidität zum 31.12.2025 von 10,5
Mio. Euro ausgegangen. Tatsächlich beträgt dieser zum 31.12.2025 -11 Mio. Euro, was eine
Verschlechterung von 21,5 Mio. Euro bedeutet. Dies liegt hauptsächlich an den
Kreditaufnahmen. Von den für 2025 beschlossenen 34 Mio. Euro bzw. den freigegebenen
20 Mio. Euro wurden im Rechnungsjahr keine in Anspruch genommen.
3. Finanzielle Auswirkungen
Der Fehlbetrag des ordentlichen Ergebnisses in Höhe von -8,2 Mio. Euro ist aus der
Rücklage aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses zu entnehmen. Die ordentliche
Ergebnisrücklage reduziert sich somit voraussichtlich auf 45,2 Euro. Für künftige
Fehlbeträge stehen damit weniger Mittel zum Ausgleich zur Verfügung.
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