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Verkehrskonzept Schulzentrum Rheda - Sachstand der geplanten Maßnahmen

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GemeindeStadt Rheda-Wiedenbrück
Datum2026-11-09
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Stadt Rheda-Wiedenbrück Vorlagen-Nr . V-70/2026 Der Bürgermeister öffentliche V O R L A G E Fachbereich/Abteilung: Abt. Klima, Mobilität und Stadterneuerung Erstellt durch: Herr Südbrock Erstellt am: 23.02.2026 5  Beratungsfolge  Sitzungstermin Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung 09.11.2026 10 Tagesordnungspunkt: Verkehrskonzept Schulzentrum Rheda - Sachstand der geplanten Maßnahmen 15 1 Finanzielle Auswirkungen X Nein Ja, ￿ Mitzeichnung dann auch: Kämmerer / FBL Finanzen erforderlich Beschlussvorschlag: 1. Der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung nimmt die Ergebnisse der aktuellen 20 Überprüfung des Verkehrskonzepts Schulzentrum Rheda zur Kenntnis und stimmt der vorgeschlagenen Anpassung des Maßnahmenpakets an die veränderten verkehrlichen Rahmenbedingungen zu. Der Schwerpunkt soll künftig auf einer bedarfsgerechten Optimierung der bestehenden 25 Verkehrsorganisation liegen. Hierzu wird die Verwaltung beauftragt, insbesondere die Einrichtung zusätzlicher Hol- und Bringzonen im Bereich der August-Euler-Straße und der Mergelstraße zu prüfen. Die bisherigen Planungen für die im Sachverhalt aufgeführten baulichen Maßnahmen 30 werden damit abgeschlossen. Seite 1 Sachverhalt: Die CDU-Fraktion hatte im Jahr 2015 die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für das 35 Schulzentrum Rheda beantragt. In den darauffolgenden Jahren wurden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Verkehrsführung sowie der Organisation der Hol- und Bringverkehre entwickelt und in mehreren Sitzungen vorgestellt (s. V-130/2015 4. Erg.). Ziel war insbesondere die Verbesserung der Sicherheit für Schülerinnen und Schüler sowie eine Entlastung des unmittelbaren Schulumfeldes vom 40 motorisierten Individualverkehr. Auf Grundlage der damaligen Verkehrsuntersuchung und der Abstimmungen mit den beteiligten Stellen wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das unter anderem bauliche Veränderungen im Straßenraum, neue Querungshilfen, Anpassungen bei Bushaltestellen sowie zusätzliche Stellplatzanlagen vorsah. Inzwischen haben sich jedoch die Rahmenbedingungen und die verkehrliche Situation im 45 Umfeld des Schulzentrums verändert. Verschiedene Entwicklungen – unter anderem organisatorische Anpassungen an den Schulen und im Schulbusverkehr, Veränderungen im Verkehrsaufkommen sowie bereits erfolgte kleinere Maßnahmen und Verhaltensänderungen im Bring- und Holverkehr – haben dazu geführt, dass mehrere der ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen in der geplanten Form nicht mehr erforderlich sind. 50 Zur Überprüfung dieser Einschätzung wurde die Verkehrssituation vor Ort an verschiedenen Tagen und bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen, sowohl bei Regen als auch bei sonnigem Wetter, beobachtet. Die Beobachtungen haben gezeigt, dass es auf der Fürst- Bentheim-Straße während der Stoßzeiten des Hol- und Bringverkehrs durchaus zu Rückstaus kommt. Diese sind jedoch im Wesentlichen auf das hohe Verkehrsaufkommen, die 55 bestehende Ampelsituation sowie das kurze Halten zum Aussteigenlassen der Kinder und das anschließende Wiedereinordnen in den fließenden Verkehr zurückzuführen. Ein Mangel an Parkmöglichkeiten konnte auch während der Stoßzeiten nicht festgestellt werden. Insbesondere im Bereich der Umfahrung der Sporthalle waren zu allen Beobachtungs- zeitpunkten ausreichend freie Parkplätze vorhanden. Auch im Bereich der August-Euler- 60 Straße und der Mergelstraße standen während der Stoßzeiten ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Durch das kurze Halten zum Aussteigenlassen der Kinder und das anschließende Wiedereinordnen in den fließenden Verkehr kann es auch in diesen Bereichen zu kurzzeitigen Rückstaus kommen. Diese fielen jedoch deutlich geringer aus als auf der Fürst-Bentheim-Straße. 65 Im Bereich der August-Euler-Straße und der Mergelstraße könnte die Einrichtung sogenannter Hol- und Bring Zonen sinnvoll sein, um den morgendlichen Verkehr zu entzerren und einen geordneten Verkehrsabfluss zu unterstützen. Die Schaffung zusätzlicher Parkplätze ist nach den vor Ort gewonnenen Erkenntnissen hingegen nicht erforderlich. Stattdessen sollte mit Hilfe von Informationsangeboten für Eltern daraufhin gearbeitet werden, dass Kinder 70 insgesamt selbstständiger zur Schule kommen und das Verkehrsaufkommen so gesenkt wird. Außerdem sollte auf die vorhandenen Parkplatzkapazitäten im Bereich der Sporthallen- umfahrung hingewiesen werden, um auch dadurch den vorhandenen Verkehr zu entzerren. Auch im Rahmen der aktuellen Bewertung durch die Verwaltung sowie in Abstimmung mit den beteiligten Fachbereichen hat sich gezeigt, dass der damalige Handlungsdruck deutlich 75 geringer geworden ist. Beispielsweise war ursprünglich die Erweiterung um eine zusätzliche Busspur geplant. Durch mittlerweile drei Jahre praktische Erfahrung, hat sich gezeigt, dass die Anzahl der Busse auch nach der Verlegung der Bushaltestelle vom Einstein Gymnasium, hin Seite 2 zu den beiden Bussteigen an der Dreifeldturnhalle, keine kostenintensive zusätzliche Busspur notwendig ist. Dies konnte das beauftrage Verkehrsunternehmen auch bestätigen. Die 80 Umsetzung der vorgesehenen baulichen Maßnahmen würde daher derzeit keinen verhältnismäßigen Mehrwert mehr für die Verkehrssicherheit oder die Verkehrsabwicklung im Umfeld des Schulzentrums bringen. Aus Sicht der Verwaltung können die folgenden Maßnahmen (zuletzt im Haushalt 2022 vorgesehen) gestrichen und nicht weiterverfolgt werden, da diese sich - auch im Hinblick auf 85 die aktuelle Haushaltslage - als unverhältnismäßig erweisen: • 0626 Schulzentrum Rheda Umsetzung Verkehrskonzept (1.BA), Anbindung Bushaltestelle 60.000 € • 0639 90 Schulzentrum Rheda Stellplätze August‐Euler‐Straße (15 Stellplätze, 8 K&R) 180.000 € • 0640 Schulzentrum Rheda Umfahrt Gymnasium, Rückbau Haltestelle (5 Stellplätze) 20.000 € 95 • 0644 Schulzentrum Rheda Stellplätze Mergelstraße (11 Stellplätze, 6 K&R) 160.000 € • 0567 Erweiterung der Haltestelle Gesamtschule 100 283.000 € Eine zusätzliche Umfahrung inklusive neuer Bushaltestelle an der Sporthalle und die dafür vorgesehene Anbindung der Bushaltestelle durch einen Fußweg werden nach aktuellem Stand nicht benötigt. Der Schuldbusverkehr funktioniert auch ohne diese Maßnahmen, weswegen diese gestrichen werden können. 105 Die beiden angedachten neuen Stellplatzanlagen an der August-Euler-Straße und der Mergelstraße sollten nicht weiterverfolgt werden. Stattdessen wird vorgeschlagen, statt neuer Parkplätze, welche auch zu den Stoßzeiten nicht zwingend benötigt werden, zu prüfen, ob an zwei Standorten neue Hol- Und Bring Zonen eingerichtet werden können, welche den bestehenden Hol- und Bringverkehr weiter entzerren können und mit Hilfe von 110 Markierungsarbeiten deutlich günstiger umgesetzt werden können. Die beiden potenziellen neuen Hol- und Bringzonen könnten im Bereich der Mergelstraße und/oder August-Euler- Straße liegen. Seite 3 Finanzielle Auswirkungen: 115 Die dargestellten Maßnahmen waren zuletzt im Haushaltsplan 2022 vorgesehen, wurden damals zunächst nicht umgesetzt. Bei einer Streichung der Maßnahmen könnten insgesamt 703.000 € nicht für eines der nächsten Haushaltsjahre angemeldet werden. Vor diesem Hintergrund schlägt die Verwaltung vor, das Maßnahmenpaket zum Verkehrskonzept Schulzentrum Rheda nicht weiter zu verfolgen und die bisherigen Planungen 120 abzuschließen. Die Situation vor Ort wird weiterhin beobachtet, sodass bei künftig entstehenden Bedarfen oder Veränderungen der schulischen oder verkehrlichen Rahmenbedingungen erneut geeignete Maßnahmen geprüft und dem Ausschuss zur Beratung vorgelegt werden können. Zudem wird empfohlen die Einrichtung von neuen Hol- und Bringzonen zu prüfen. 125 Der Bürgermeister i.A. Jan Ditgens Leitung des technischen Geschäftsbereiches III 130 Seite 4

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