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Informationen zum Glasfaserausbau in Lennestadt
Notiz
| Typ | Notiz |
| Gemeinde | Stadt Lennestadt |
| Datum | 2026-11-04 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Lennestadt VORLAGE
Der Bürgermeister mit 0 Anlage(n)
Tiefbau
AZ: 66.2
X öffentlich
nichtöffentlich
Datum Drucksachen-Nr. (ggf. Nachtragsvermerk)
14.10.2026 1017/2026
Beratungsfolge Termin TOP Ein Für Geg Ent Bemerkungen
Haupt- und Finanzausschuss 04.11.2026
Betreff:
Informationen zum Glasfaserausbau in Lennestadt
Inhalt der Information:
Wie üblich erfolgen kurze Ausführungen zum Sachstand in den einzelnen parallellaufenden
Glasfaserprojekten:
Geförderter Ausbau „Graue Flecken“ – GlasfaserPlus / Telekom Deutschland
Der Ausbau betrifft das gesamte Stadtgebiet.
Fördervoraussetzungen: Kein anderweitiges gigabitfähiges Netz wie bspw. DOCSIS, kein
eigenwirtschaftlicher Ausbau und aktuelle Bandbreite < 200 Mbit/s synchron oder < 500 Mbit/s
Downstream.
Zum Projekt ist Herr Engstfeld von der Deutschen Telekom / Fiber – Region West zur Sitzung
eingeladen. Er wird über das Gesamtprojekt und die Hintergründe zu dem Joint Venture der
Telekom mit der GlasfaserPlus berichten. Der Foliensatz wird anschließend dem Protokoll
beigefügt.
Aktuell haben bereits mehrere Vorbegehungen in Kirchveischede und Bilstein stattgefunden.
Bis zur Sitzung werden weitere Begehungen stattfinden – u.a. in Oedingerberg und
Brenschede. Erste Aufbruchgenehmigungen wurden bereits beantragt. Je nach
Witterungsbedingungen beginnt der Ausbau eventuell noch in 2026, ansonsten nach der
Winterpause.
Die Buchungszahlen im Förderprojekt sind aktuell noch als zurückhaltend einzustufen – das
betrifft aber auch das übrige Kreisgebiet. Die geförderten Adressen werden daher von der Stadt
Lennestadt noch einmal gesondert über die Möglichkeiten im Förderprogramm informiert.
. . .
Vorlage 1017/2026 Seite 2
In diesem Förderprogramm gilt das Gleiche wie bei den weißen Flecken: auch wenn Bewohner
/ Eigentümer aktuell noch nicht den Bedarf an einem Glasfasertarif sehen, besteht die
Möglichkeit, einen sogenannten „passiven Hausanschluss“ legen zu lassen. Bei einem späteren
Umstieg muss dieser Anschluss dann nur noch scharf geschaltet werden. Weitere
Tiefbauarbeiten (auch zu Lasten des Anschlussnehmers) sind dann nicht notwendig.
Mindestens von dieser Möglichkeit sollte jede geförderte Adresse Gebrauch machen.
Geförderter Ausbau „Weiße Flecken“ - Deutsche Glasfaser
Der Ausbau betrifft das gesamte Stadtgebiet.
Fördervoraussetzungen: In dem Bereich ist kein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant und der
Downstream ist < 30 Mbit/s.
Der Ausbau erfolgt aktuell durch die Insyte Deutschland GmbH als Generalunternehmer der
Deutschen Glasfaser. Der Ausbau schreitet voran, aber auch hier gibt es immer wieder
Verzögerungen durch bautechnische Zwänge – bspw. erforderliche Trassenänderungen.
Trassenänderungen bedürfen grundsätzlich einer Genehmigung durch die Deutsche Glasfaser,
größere Änderungen müssen zusätzlich mit dem Fördergeber (aconium GmbH) abgestimmt
sein. Dies führt regelmäßig zu zeitlichen Verzögerungen. Mit einer Fertigstellung des Projektes
und der Inbetriebnahme der Hausanschlüsse ist nicht vor Ende 2027 zu rechnen.
Geförderter Ausbau Sonderaufruf Gewerbe (auch Weiße Flecken) – Deutsche Telekom
Das Projekt wurde im Sommer 2025 vollständig abgeschlossen.
Eigenwirtschaftlicher Ausbau - Deutsche Glasfaser
Nach Ausstieg des niederländischen Generalunternehmers hat keine Bautätigkeit mehr
stattgefunden. Zeitgleich zu dem Ausstieg kam, dass die Deutsche Glasfaser in eine
wirtschaftliche Schieflage geraten ist. Es folgten im Frühjahr und Sommer 2026 Verhandlungen
mit Finanzierungsgebern und massive Konsolidierungsmaßnahmen im Unternehmen selbst (im
Rahmen der Finanzierungsrunde auch von den potenziellen Geldgebern gefordert). Im Zuge
der Maßnahmen wurden rund 50% des Personals bei der Deutschen Glasfaser freigesetzt, was
sich auch auf die Ansprechpartner und Bauleiter für den Ausbaubereich Lennestadt ausgewirkt
hat. Die Deutsche Glasfaser konnte schließlich weitere Finanzmittel akquirieren, so dass der
Weiterbau zumindest teilweise gesichert sein sollte.
Im Ergebnis ist nach uns vorliegenden Informationen für Lennestadt zu erwarten, dass die
Ortsteile, in denen der Ausbau bereits weiter vorangeschritten ist – mithin Meggen, Maumke
und Halberbracht – zum Abschluss gebracht wird. Die Deutsche Glasfaser ist aktuell aktiv auf
der Suche nach neuen Baupartnern.
Andere Ortsteile, die ursprünglich in der Gebietsplanung der Deutschen Glasfaser
berücksichtigt waren, werden wohl hinten runterfallen. Was mit den bereits in Elspe und
Oberelspe verlegten Teilstücken an Infrastruktur geschieht, ist noch zu klären.
Bisher liegt noch keine endgültige schriftliche Aussage der Deutschen Glasfaser zu ihren
weiteren Ausbauplanungen vor. Seitens der Stadt Lennestadt werden aber bereits
Bemühungen unternommen, damit Grevenbrück, Elspe und weitere Bereiche nicht außen vor
bleiben. Man muss allerdings berücksichtigen, dass in weiten Teilen von Elspe und
Grevenbrück die Versorgung auf Basis von DOCSIS (Vodafone, ehemals Unity-Media)
gewährleistet ist. Das verringert das Interesse an einem eigenwirtschaftlichen Ausbau mit
Glasfaser durch private Unternehmen.
Wenn neue Informationen vorliegen, wird die Stadt entsprechend informieren.
. . .
Vorlage 1017/2026 Seite 3
Eigenwirtschaftlicher Ausbau - GlasfaserPlus / Telekom Deutschland
Hauptauftragnehmer der GlasfaserPlus / Telekom Deutschland ist die Kabel-X Deutschland
GmbH. Während der Bereich Oedingen bereits vor längerer Zeit abgeschlossen wurde, hakt es
aktuell im Lennetal. Kickenbach und Langenei sind von der Bautätigkeit her abgeschlossen.
Dort haben auch bereits teilweise Abnahmen stattgefunden.
Anders sieht es im Bereich Gleierbrück bis Saalhausen aus. Nachdem im Herbst 2025 das
ausbauende Subunternehmen der Kabel-X Deutschland GmbH aus dem Sommerurlaub nicht
zurückgekehrt ist, war der Ausbau ins Stocken geraten. Zwischenzeitlich wurde ein neues
Bauunternehmen gefunden. Dies hat kleinere Bereiche ausgebaut (bspw. Alter Weg – soweit
dies durch die stadteigene Baumaßnahme überhaupt möglich war), hat sich zwischenzeitlich
aber bereits auch wieder verabschiedet.
Aktuell konnte Kabel-X Deutschland im September wiederum ein Bauunternehmen finden, das
die Arbeiten nun wieder aufgenommen hat. Es bleibt die Hoffnung, dass die Restarbeiten im
Bereich Saalhausen damit in der kommenden Zeit abgeschlossen werden können.
In Altenhundem erfolgte der Ausbau nicht mit Kabel-X Deutschland, sondern direkt über die
Telekom. Die spanische Baufirma, die die Bautätigkeiten durchgeführt hat, ist aus dem Vertrag
mit der Deutschen Telekom ausgestiegen und eine weitere Zusammenarbeit findet nicht statt.
Es gilt jedoch, noch eine Mängelliste abzuarbeiten. Seitens der Telekom hat die Stadt im
Frühsommer die Zusage erhalten, dass die Mängelbeseitigung durch Firma Berg aus Elspe
erfolgen wird. Das ist bisher allerdings nicht erfolgt.
Resümee
Die Suche nach Bauunternehmen, die bereit sind, zu den Konditionen der großen Player zu
arbeiten, scheint sich schwieriger zu gestalten, als noch vor wenigen Jahren. Firmen aus dem
europäischen Ausland können tlw. Preise anbieten, die rund 50% niedriger liegen, als die der
heimischen Firmen. In Lennestadt – wie auch im weiteren Kreisgebiet haben wir daher in der
letzten Zeit eine Vielzahl von Wechseln erfahren müssen. Jeder Wechsel bringt wieder
Zusatzaufwände und Verzögerungen im Ausbau mit sich.
Erschwerend hinzu kommt die Nachfragesituation in Deutschland – IT-Portale berichten
regelmäßig über das Thema. Technischer Aufwand, Ausbauprobleme und unklare Kosten
schrecken viele Nutzer vor dem Umstieg auf die neue Technik ab. Jeder möchte schnelles
Internet, aber möglichst ohne Technikwechsel und vor allem ohne Anbieterwechsel. Es wird
davon ausgegangen, dass rund ein Viertel der Internetnutzer derzeit einen Technikwechsel
ausschließt, ein Drittel ist zumindest unentschlossen. Das spiegelt sich auch im
Buchungsverhalten bei den Förderprojekten wider.
Insgesamt geht es langsam vorwärts. Aber die hehren Ziele, dass der Glasfaserausbau bis
2030 flächendeckend abgeschlossen sein soll, dürften wohl nicht erreicht werden.
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Vorlage 1017/2026 Seite 4
Finanzielle Auswirkungen:
Der Beschluss hat keine unmittelbare haushaltsrechtliche Relevanz.
Durch den Beschluss entstehen
Auszahlungen im Haushaltsjahr in Höhe von
Aufwendungen im Haushaltsjahr in Höhe von
Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung.
Produkt-/Auftragssachkonto:
Haushaltsansatz:
Mittel müssen über- / außerplanmäßig bereitgestellt werden.
Betrag:
Deckungsvorschlag:
Einzahlungen im Haushaltsjahr in Höhe von
Erträge im Haushaltsjahr in Höhe von
Durch den Beschluss entstehen stellenplanmäßige Auswirkungen.
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