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Dirt Bike Parkour in Ringen, Pappelstadion
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Gemeinde Grafschaft |
| Datum | 2026-10-22 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
GEMEINDE GRAFSCHAFT Beschlussvorlage
Fachbereich: FB2.1, Becker, Klaus Beschluss-Nr. 2026/0192 Grafschaft, den 28.09.2026
Betreff:
Dirt Bike Parkour in Ringen, Pappelstadion
Beratungsfolge Termin Status Abstimmungsergebnis
Bauausschuss 22.10.2026 öffentlich
vorberatend
Hauptausschuss 29.10.2026 öffentlich
vorberatend
Gemeinderat 05.11.2026 öffentlich
beschließend
um
Beschlussvorschlag:
1. Die Informationen zur Mindestgröße/Flächenzuschnitt, zum Aufbau und zu den Kosten eines
Dirt-Bike-Parkour werden zur Kenntnis genommen.
2. Unter Berücksichtigung der Informationen ist die Planung einer Dirt-Bike-Strecke weiter zu
verfolgen/ nicht weiter zu verfolgen (Nichtzutreffendes ist zu streichen).
3. Sofern die Planung einer Dirt-Bike-Strecke weiter zu verfolgen ist, wird eine Umsetzung im
Pappelstadion befürwortet/ nicht befürwortet (Nichtzutreffendes ist zu streichen).
4. Sofern eine Umsetzung der Dirt-Bike Strecke im Pappelstadion nicht befürwortet wird, wird die
Verwaltung beauftrag, einen geeigneten Alternativstandort im Ortbezirk Ringen/ im gesamten
Gemeindegebiet zu identifizieren (Nichtzutreffendes ist zu streichen).
5. Ein geeigneter Alternativstandort ist den politischen Gremien erneut zur Beratung und Entscheidung
vorzulegen.
6. Die Verwaltung wird nach Standortfestlegung ermächtigt, die Firma RadQuartier mit den
Basisleistungen zur Planung und Konzeption eines Dirtparks zum Angebotspreis von 3.800,00 € zu
beauftragen/ nicht zu beauftragen (Nichtzutreffendes ist zu streichen)
7. Sofern der Planungsauftrag nicht an die Firma RadQuartier zu vergeben ist, wird die Verwaltung
beauftragt, Alternativangebote einzuholen.
8. Die Alternativangebote sind dem Hauptausschuss zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
nein ja
Gesamtkosten Buchungsstelle HH-Ansatz noch verfügbar
Maßnahmen-Nr.
Bezeichnung
3.800,00 5411 562900 35.000,00 25.537,61
tiefbautechnische Ingenieurberatung
Beschlussvorschlag angenommen abgesetzt
Abweichender Beschluss vertagt
Abstimmungsergebnis
einstimmig mit Stimmenmehrheit
Ja-Stimmen Nein-Stimmen Enthaltungen
Problemstellung, Begründung:
Mit Beschluss vom 01.09.2025 bittet der Ortsbeirat, dass die politischen Gremien über das
Anliegen im Pappelstadion einen Dirt-Bike-Parkour zu errichten, beraten. Nach Beratung im
Bauausschuss und im Hauptausschuss hat der Gemeinderat am 26.03.2026 folgenden Be-
schluss gefasst (siehe Vorlage 2026/0037):
1. Der Bau eines Dirt-Bike-Parkour im Pappelstadion in Grafschaft-Ringen wird grundsätzlich begrüßt.
2. Der Ortsbeirat wird gebeten, in Zusammenhang mit dem Kinder- und Jugendbüro Vorstellungen
eines solchen Parcours der Verwaltung vorzulegen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage des vom Ortsbeirat und Kinder-und Jugendbüro
vorgelegten Konzepts ein Angebot eines Fachbüros für die Planung eines Dirt-Bike-Parkour
einzuholen.
4. Das Angebot ist dem Hauptausschuss zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.
Der Ortsbeirat hat daraufhin am 09.06.2026 zusammen mit dem Kinder- und Jugendbüro Vorstellun-
gen und Planungen für einen solchen Parkour erarbeitet. Die Kinder und Jugendlichen haben bei die-
sem Termin ihre Ideen und Wünsche für das Projekt eingebracht und diese in Form einer Streckenfüh-
rungsskizze festgehalten (siehe Anlagen eins und zwei).
Auf der von den Kindern und Jugendlichen erarbeiteten Streckenskizze hat die Verwaltung bei der
Firma Radquartier ein Planungsangebot angefordert. Das Angebot ist der Beschlussvorlage ebenfalls
beigefügt (siehe Anlage 3). Die Kosten belaufen sich für die Basisleistung für die Planung und Kon-
zeption auf 3.800 ,00 €. Die Umsetzungskosten belaufen sich bei 3 Sprüngen und einer Containerlö-
sung als Startrampe nach Aussage von Radquartier auf etwa 250.000 € bis 350.000 € je nach Grund-
stücksgegebenheiten und individuellen Wünschen (siehe Anlage vier).
Ein Dirt-Bike-Parkour benötigt zwar nicht zwingend eine Startrampe, aber sie bietet je nach
Art der Strecke erhebliche Vorteile. Ob eine Rampe (auch Roll-In genannt) notwendig ist,
hängt ganz vom Design des Parks und dem Gelände ab.
Nachfolgend eine Übersicht, wann eine Startrampe wichtig ist und wann man darauf verzich-
ten kann:
Startrampe erforderlich:
• Flaches Gelände: Wenn der Parkour auf einer komplett ebenen Fläche gebaut wird,
ist eine Startrampe oft unerlässlich. Sie liefert den Fahrern die nötige Startgeschwin-
digkeit (Schwung), um die ersten Hügel oder Hindernisse sicher zu überspringen.
• Große Sprünge (Pro-Lines): Für sehr hohe oder weite Sprünge reicht reines Treten
oft nicht aus. Eine hohe Startrampe sorgt für eine kontrollierte und reproduzierbare Be-
schleunigung.
• Platzmangel: Eine Rampe beschleunigt den Fahrer auf sehr kurzer Distanz. Ohne
Rampe bräuchte man eine lange Anlaufstrecke zum Treten.
Startrampe nicht erfoderlich:
• Natürliches Gefälle: Wenn der Parkour an einem Hang, in einer Grube oder auf hüge-
ligem Gelände gebaut wird, nutzt man einfach das natürliche Gefälle als Startzone.
• Pumptracks und Flow-Trails: Bei diesen Streckenbauten generieren die Fahrer ihre
Geschwindigkeit nicht durch Treten oder eine Rampe, sondern durch das sogenannte
„Pumping“ (Gewichtsverlagerung) in den Wellen und Kurven.
• Kleine Sprünge (Tabletops/Dirts für Anfänger): Bei kleineren Hindernissen reicht
eine kurze Anlaufstrecke, auf der die Fahrer mit ein paar kräftigen Pedalumdrehungen
selbst Schwung holen.
Fazit: bei einem ebenen Grundstück spart eine Startrampe viel Platz und Kraft beim Anfahren
und ist daher unerlässlich. Weist das Gelände ohnehin einen Hügel auf, kann dieser als na-
türlicher Startpunkt genutzt.
Die von den Kindern und Jugendlichen erarbeitete Konzeption bedarf unter Berücksichtigung
des ebenen Geländes im Pappelstation auf jeden Fall einer Startrampe. Nach Aussage von
Radquartier ist die Containerlösung günstiger als die Modellierung einer Startrampe mit Erd-
massen. Ein Beispiel für eine Containerlösung als Startrampe ist nachstehend abgebildet.
Die im Pappelstadion für den Bike-Parkour vorgesehene Fläche hat eine Größe von ca. 650
qm (16m x 41m) und liegt im Eingangsbereich des Pappelstadions (siehe Anlage 5).
Die Größe und der Zuschnitt der vorgesehenen Fläche reichen nach Einschätzung von Rad-
quartier für eine Bahn mit drei Sprüngen und einer Containerlösung nicht aus. Hierfür bedarf
es mindestens einer Länge von 70m und bei drei Lines, wie auf der Skizze der Kinder be-
schrieben, mindestens einer Breite von 20m, besser 25m.
Die Kosten belaufen sich je nach Größe zwischen 150.000 € und 400.000 €.
Kostenrahmen:
bei 1.500 qm ab 150.000 €
bei 2.500 qm ab 250.000 €
Bei 3.500 qm ab 400.000 €
Da die Umsetzung der von den Kindern konzipierten Dirt-Bike Strecke in dem angedachten
Baufeld im Eingangsbereich des Pappelstadion nicht möglich ist, müsste das Baufeld in Ost-
Westrichtung gedreht werden, bisher ist eine Süd- Nordausrichtung vorgesehen(siehe Anlage
5). Dies hätte allerdings zur Konsequenz, dass das Pappelstadion keinen Raum mehr für wei-
tere Nutzung ermöglicht, da die zur Verfügung stehende Fläche komplett für den Dirt-Bike-
Parkour benötigt würde. Sofern diese raumgreifende Lösung nicht mehrheitsfähig ist, ein Dirt-
Bike-Parkour aber weiterhin umgesetzt werden soll, müssten im Ortsbezirk Ringen oder im ge-
samten Gemeindegebiet Alternativstandorte gesucht werden. Die Verwaltung ist entsprechend
den umseitig aufgeführten Beschlussempfehlungen zu beauftragen.
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