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Aktueller Sachstand und weitere Perspektive des Glasfaserausbaus in Hamm

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TypSchreiben
GemeindeHamm
Datum2026-12-03
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Stadt Hamm Anfrage AF-164/26 Datum 29.09.2026 Absender Wählergruppe Pro Hamm, Antonistr. 18, 59065 Hamm Adressat Herr Vorsitzender Ingo Müller, Theodor-Heuss-Platz 16, 59065 Hamm Beratungsfolge Gremium Termin Beratungsaktion Top Ausschuss für Digitalisierung, Innova- 03.12.2026 zur Kenntnis tion und Verwaltungsmodernisierung Betreff Aktueller Sachstand und weitere Perspektive des Glasfaserausbaus in Hamm Anfrage Vor diesem Hintergrund bittet die Wählergruppe Pro Hamm um die Beantwortung folgender Fra- gen: 1. Welche Internetversorgung und welche verfügbaren Bandbreiten waren nach den der Stadt vorliegenden Daten im Jahr 2022 an den einzelnen Anschriften des Dierhagenwegs verfüg- bar, und wie stellt sich die Versorgung dort heute dar? 2. Wurde der Dierhagenweg im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Förderprogramms für sogenannte weiße Flecken untersucht? Falls ja, welche Anschriften wurden berücksich- tigt beziehungsweise nicht berücksichtigt, auf welcher Datengrundlage erfolgte diese Ent- scheidung und aus welchen Gründen wurden einzelne Anschriften gegebenenfalls ausge- schlossen? 3. Falls die im Jahr 2022 gemeldete Bandbreite von rund 6 Mbit/s für einzelne Anschriften zu- traf, warum wurden diese Anschriften nicht im Rahmen des Förderprogramms mit Glasfa- ser erschlossen? 4. Wurde beim Bau des Haltepunkts Westtünnen geprüft, ob Leerrohre oder andere Einrich- tungen für eine spätere Glasfasererschließung des angrenzenden Wohnbereichs mitverlegt werden können? Welche Abstimmungen fanden hierzu zwischen der Stadt, der Gigabitko- ordination, den Stadtwerken, den am Bau des Haltepunkts beteiligten Stellen und den Tele- kommunikationsunternehmen statt? 5. Über welche Trassen und Infrastrukturen erfolgt die Glasfaseranbindung der Hammer Schulen an das Rechenzentrum der HITS GmbH, und in wessen Eigentum befinden sich die hierfür genutzten Leitungen und Leerrohre? Befinden sich entsprechende Infrastruktu- ren auch im Bereich Westtünnen beziehungsweise in der Nähe des Dierhagenwegs oder anderer bislang nicht mit Glasfaser erschlossener Wohngebiete? Falls ja, wurde geprüft, ob vorhandene Leerrohre, Trassen oder freie Kapazitäten unter Beachtung der technischen, vergabe-, sicherheits- und beihilferechtlichen Voraussetzungen für den allgemeinen Glasfa- serausbau mitgenutzt werden können? 6. Welches Unternehmen soll den Dierhagenweg nach aktuellem Planungsstand mit Glasfa- ser erschließen? Gehört die Straße zu einem der angekündigten Ausbaugebiete der Deut­ schen GigaNetz, und gibt es einen vorgesehenen Bau- und Freischaltungstermin? 7. Wann und in welcher Form hat die Deutsche GigaNetz die Stadt über die erneute Überprü- fung ihres eigenwirtschaftlichen Ausbaus informiert? Betrifft die Neubewertung nur Selmi- gerheide und Berge oder sämtliche bislang angekündigten Ausbaugebiete in Hamm, und haben die im März 2026 veröffentlichten Ausbauziele noch Bestand? Seite 1 von 3 8. Welche tatsächlichen Leistungen hat die Deutsche GigaNetz seit dem öffentlich angekün- digten Baustart erbracht? Bitte getrennt nach genehmigten und begonnenen Tiefbaumaß- nahmen, fertiggestellten Trassen, errichteten Netzverteilern, hergestellten Hausanschlüs- sen und bereits aktivierten Anschlüssen darstellen. 9. Welche Auswirkungen hat die Neubewertung auf Bürgerinnen und Bürger, die bereits seit 2023 einen Vertrag mit der Deutschen GigaNetz abgeschlossen haben? Welche Gesprä- che werden über Open-Access-Lösungen geführt, und könnten bestehende Verträge gege- benenfalls über das Netz eines anderen Unternehmens erfüllt werden? 10. Welche konkreten Ausbaupläne verfolgen mihNET und OPIK über das veröffentlichte Aus- baugebiet Pelkum hinaus? Ist eine Ausweitung auf Westtünnen vorgesehen, und welche weiteren Stadtteile sollen von der angekündigten Ausbauinitiative für perspektivisch bis zu 26.000 Haushalte erfasst werden? 11. Wie stellt sich der aktuelle Ausbaufortschritt sämtlicher in Hamm tätiger Netzbetreiber dar? Bitte nach Unternehmen und Stadtbezirk tabellarisch die geplanten Adresspunkte bezie- hungsweise Wohneinheiten, die hergestellten Hausanschlüsse, die aktivierten Anschlüsse sowie den vorgesehenen Baubeginn und Abschluss darstellen. 12. Welche Möglichkeiten hat die Stadt, über Baustellenkoordination, Aufbruchgenehmigun- gen, städtebauliche Verträge, verbindliche Meilensteinpläne oder die gemeinsame Nutzung vorhandener Infrastruktur auf eine verlässlichere Umsetzung der Ausbauvorhaben hinzu- wirken? 13. Welche Wohn- und Gewerbegebiete drohen nach Einschätzung der Verwaltung trotz der angekündigten eigenwirtschaftlichen Vorhaben ohne Glasfaseranschluss zu bleiben? Unter welchen Voraussetzungen können diese Bereiche in bestehende oder künftige Förderpro- gramme aufgenommen werden? 14. Wie viele Beschwerden oder Sachstandsanfragen zum Glasfaserausbau sind seit Anfang 2023 bei der Stadt beziehungsweise der beauftragten Gigabitkoordination eingegangen? Auf welche Stadtteile und Netzbetreiber beziehen sich diese überwiegend, und wie stellt die Stadt eine nachvollziehbare Bearbeitung solcher Anfragen sicher? 15. Ist die Verwaltung bereit, künftig mindestens quartalsweise einen öffentlich zugänglichen Fortschrittsbericht zu veröffentlichen, aus dem der Planungs-, Bau- und Aktivierungsstand in den einzelnen Stadtteilen und Ausbaugebieten hervorgeht? Begründung Sehr geehrter Vorsitzender Herr Müller, ein Anwohner aus dem Dierhagenweg in Westtünnen hat sich erneut an die Wählergruppe Pro Hamm gewandt. Bereits im Jahr 2022 meldete er eine aus seiner damaligen Sicht unzureichende Internetversorgung von rund 6 Mbit/s und regte an, beim Bau des Haltepunkts Westtünnen Mög- lichkeiten für eine bessere digitale Erschließung des Wohnbereichs zu prüfen. Die Angabe von 6 Mbit/s bezieht sich ausschließlich auf das Jahr 2022. Nach der aktuellen Schil- derung besteht am Dierhagenweg weiterhin kein Glasfaseranschluss. Der Betroffene hat nach ei- genen Angaben 2023 einen Vertrag mit der Deutschen GigaNetz abgeschlossen, aber bis heute keinen verlässlichen Bau- oder Freischaltungstermin erhalten. Am 18. März 2026 kündigte die Deutsche GigaNetz für Selmigerheide und Berge einen ersten Bauabschnitt mit rund 4.300 Adresspunkten, etwa 10.000 Wohn- und Geschäftseinheiten und mehr als 67 Kilometern Glasfasernetz bis Sommer 2027 an. Anfang September 2026 wurde öffent- lich bekannt, dass das Unternehmen den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Hamm wegen veränder- ter Rahmenbedingungen und der Aktivitäten anderer Netzbetreiber erneut überprüft und mögliche Open-Access-Kooperationen erwägt. Die Mitteilungsvorlage MI-13/26 enthält Angaben zum Ausbau durch Westconnect in Heessen so- wie durch mihNET und OPIK in Pelkum. Der Medienentwicklungsplan 2026 bis 2030 weist zudem aus, dass alle Hammer Schulen per Glasfaser mit dem Rechenzentrum der HITS GmbH verbun- Anfrage AF-164/26 Seite 2 von 3 den sind; die Schulanschlüsse sind auf 1 Gbit/s begrenzt, das Rechenzentrum ist mit 10 Gbit/s an das Internet angebunden. Ein aktueller Gesamtüberblick zur Neubewertung durch die Deutsche GigaNetz, zur Versorgung in Westtünnen und zur weiteren Planung in den Stadtbezirken liegt je- doch nicht vor. Leistungsfähige Internetanschlüsse gehören zur grundlegenden Infrastruktur einer modernen Stadt. Wer im Homeoffice arbeitet oder digitale Bildungs-, Verwaltungs- und Versorgungsangebote nutzt, ist auf eine stabile Verbindung angewiesen. Mehrjährige Wartezeiten und fehlende Aus- künfte über den tatsächlichen Ausbau erschweren den betroffenen Haushalten jede Planung. Der Fall am Dierhagenweg zeigt, dass allgemeine Ausbauankündigungen und veröffentlichte Ge- bietskarten keine verlässliche Antwort für einzelne Straßenzüge bieten. Die Wählergruppe Pro Hamm hält deshalb einen aktuellen, nach Stadtbezirken und Netzbetreibern gegliederten Sach- stand sowie eine konkrete Perspektive für weiterhin unversorgte Bereiche für erforderlich. Mit freundlichen Grüßen Furkan Bilmis, Ausschussmitglied Anlage(n): - keine Anfrage AF-164/26 Seite 3 von 3

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