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Gleichberechtigte Teilhabe an den Angeboten der „Die Grüne Dickebank"
Sonstiges
| Typ | Sonstiges |
| Gemeinde | Stadt Bochum |
| Datum | 2026-11-11 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antwort der Verwaltung
Nr.: 20262588
Status: öffentlich
Datum: 23.09.2026
Verfasser/in: Tim Mücke
Fachbereich: Referat für Sport und Bewegung
Bezeichnung der Vorlage:
Gleichberechtigte Teilhabe an den Angeboten der „Die Grüne Dickebank"
Bezug:
Anfrage der Fraktion „Die Grünen im Rat“ in der Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit
und Integration am 09.09.2026, Vorlage 20262588, TOP 6.2
Beratungsfolge:
Gremien: Sitzungstermin: Zuständigkeit:
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 06.10.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit 06.11.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA) 11.11.2026 Kenntnisnahme
Wortlaut:
In der o.g. Sitzung wurde durch die Fraktion „Die Grünen im Rat“ wie folgt angefragt:
Die im Mai 2026 eröffnete Sport- und Freizeitanlage „Grüne Dickebank“ in Bochum-Wattenscheid
ist ein Angebot der Stadt Bochum und dem Referat für Sport und Bewegung zugeordnet. Sie soll als
öffentlich zugänglicher Sport-, Bewegungs- und Begegnungsort unterschiedliche Bevölkerungsgrup-
pen ansprechen und niedrigschwellige Möglichkeiten für Bewegung und Freizeit schaffen.
Vor dem Hintergrund sozialer Gerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe stellt sich die Frage,
inwiefern Kinder und Jugendliche mit internationaler Familiengeschichte von den Angeboten erreicht
werden und ob mögliche Zugangsbarrieren ausreichend berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wie bewirbt und vermittelt die Stadt Bochum die Angebote der „Grüne Dickebank“ gezielt
gegenüber Kindern und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte sowie deren Fa-
milien?
2. Werden dabei auch mehrsprachige Informationen sowie Schulen, Jugendzentren, Mi-
grant*innenorganisationen und weitere relevante Einrichtungen oder Multiplikator*innen ein-
bezogen?
3. Liegen der Stadt Erkenntnisse darüber vor, welche Kinder und Jugendlichen die Angebote
bislang nutzen und ob bestimmte Gruppen bislang weniger erreicht werden?
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4. Wie berücksichtigt die Stadt mögliche soziale Zugangshürden, etwa wenn Kinder und Ju-
gendliche kein eigenes Fahrrad besitzen oder nicht Fahrrad fahren können? Welche Leih-,
Lern- oder sonstigen niedrigschwelligen Angebote bestehen hierzu?
Wir bitten um schriftliche Beantwortung im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration so-
wie dem Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuss für Sport und Bewegung.“
Die Sportverwaltung beantwortet dies wie folgt;
Zu 1. und 2.
„Wie bewirbt und vermittelt die Stadt Bochum die Angebote der „Grüne Dickebank“ gezielt
gegenüber Kindern und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte sowie deren Fa
milien? Werden dabei auch mehrsprachige Informationen sowie Schulen, Jugendzentren, Mi
grant*innen Organisationen und weitere relevante Einrichtungen oder Multiplikator*innen
einbezogen?“
Die Sport-, Bewegungs- und Freizeitanlage „Die Grüne Dickebank“ ist als generations- und zielgrup-
penübergreifender Bewegungs-, Sport- und Begegnungsort mit dem Schwerpunkt „Rollen, Fahren
und Gleiten“ konzipiert. Sie steht allen Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem
Hintergrund täglich kostenfrei in der Zeit von 8:00 bis 22:00 Uhr zur Verfügung und wird bereits von
vielen Menschen genutzt.
Derzeit findet keine gezielte Ansprache einzelner Zielgruppen oder die Durchführung institutionell
organisierter Angebote auf der Anlage statt. Mittelfristig ist jedoch vorgesehen, die Aktivierung und
Koordination institutioneller Akteur*innen insbesondere aus den Bereichen Verkehrsprävention, Bil-
dung, Kinder- und Jugendarbeit sowie Sport zu stärken. Ziel ist es, die Anlage als Lern-, Bewegungs-
und Begegnungsort zu etablieren und dort regelmäßig Angebote wie Radfahrlernkurse, Verkehrssi-
cherheits- und Mobilitätstrainings, Schul- und Kitaprojekte, Ferien- und Jugendhilfeangebote sowie
gemeinsame Aktionstage verschiedener Kooperationspartner durchzuführen.
Grundsätzlich soll die Anlage allen Menschen offenstehen. Dabei sollen insbesondere Kinder und
Jugendliche sowie Menschen mit internationaler Familiengeschichte verstärkt in den Blick genom-
men werden. Sobald die hierfür notwendige koordinierende Struktur geschaffen werden kann, sollen
entsprechende Einrichtungen, Multiplikator*innen und Kooperationspartner gezielt eingebunden
werden, um diese Zielgruppen besser zu erreichen.
Der Aufbau einer entsprechenden Koordinierungsstruktur ist derzeit aufgrund fehlender personeller
und finanzieller Ressourcen noch nicht möglich. Die Stadt Bochum bemüht sich jedoch, hierfür För-
dermittel einzuwerben und entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten zu schaffen
Zu 3.
„Liegen der Stadt Erkenntnisse darüber vor, welche Kinder und Jugendlichen die Angebote
bislang nutzen und ob bestimmte Gruppen bislang weniger erreicht werden?“
Nein. Der Stadt Bochum liegen derzeit keine belastbaren Erkenntnisse darüber vor, welche Bevöl-
kerungsgruppen die Anlage nutzen oder ob bestimmte Zielgruppen bislang unterrepräsentiert sind.
Zu 4.
„Wie berücksichtigt die Stadt mögliche soziale Zugangshürden, etwa wenn Kinder und Ju
gendliche kein eigenes Fahrrad besitzen oder nicht Fahrrad fahren können? Welche Leih-,
Lern- oder sonstigen niedrigschwelligen Angebote bestehen hierzu?“
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Die Einrichtung eines Geräteverleihs, insbesondere für Fahrräder, wird grundsätzlich angestrebt.
Derzeit stehen hierfür jedoch keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Stadt Bochum prüft daher
mögliche Finanzierungs- und Umsetzungsmöglichkeiten.
Sollte künftig ein Fahrradverleih eingerichtet werden können, ist vorgesehen, zunächst einen Fuhr-
park für Grundschulkinder aufzubauen. Dieser könnte im Rahmen institutioneller Angebote, bei-
spielsweise für Schulklassen, Projektgruppen oder andere organisierte Maßnahmen, genutzt wer-
den. Dadurch könnten auch Kinder erreicht werden, die über kein eigenes Fahrrad verfügen oder
bislang nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, das Fahrradfahren zu erlernen.
Darüber hinaus sollen perspektivisch niedrigschwellige Angebote wie Radfahrlernkurse, Mobilitäts-
und Verkehrssicherheitstrainings sowie weitere Bildungs- und Bewegungsangebote dazu beitragen,
bestehende Zugangshürden für Kinder und Jugendliche abzubauen. Weitere Beispiele möglicher
Angebote sind der Antwort zu den Fragen 1 und 2 zu entnehmen.
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