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ISEK Innenstadt Hier: Entwurfsplanung Klostergarten (LPH 3) und weiteres Vorgehen

Mitteilung
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GemeindeStadt Euskirchen
Datum2026-09-23
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Fachbereich 09 - Stadtplanung/Bauordn. Euskirchen, 31.08.2026 Mitteilungsvorlage Drucksachen-Nr.: 176/2026 öffentlich Betreff: ISEK Innenstadt Hier: Entwurfsplanung Klostergarten (LPH 3) und weiteres Vorgehen Beratungsfolge: Beschluss- abweichender Gremium Sitzungsdatum Einst Ja Nein Enth. vorschlag Beschluss . UmPlanA 23.09.2026 Mitteilung: Der aktuelle Stand der Entwurfsplanung (LPH 3) und das weitere Vorgehen in der Planungsphase (LPH 4-8) werden zur Kenntnis genommen. Finanzielle Auswirkungen: ☒ Ja ☐ Nein Produkt/Konto: 0978520 „SK Tiefbaumaßnahmen“ ☒ investiv ☐ konsumtiv Kosten der Maßnahme € Im Haushalt veranschlagt ☒ Ja ☐ Nein € Im Wirtschaftsplan veranschlagt ☐ Ja ☐ Nein € Ggfs. Deckungsvorschlag  Erträge der Maßnahme € Jährlicher Folgeaufwand/-ertrag € Weiterer Folgeaufwand/- ertrag € Auswirkungen auf den Stellenplan: ☐ Ja ☒ Nein Gleichstellungsrelevant: ☐ Ja ☒ Nein Klimaschutzrelevante Auswirkungen des Beschlusses: Einschätzung der Klimarelevanz Auswirkungen auf den Klimaschutz: klimaschützend klimaneutral klimagefährdend ☐ ☒ ☐ Fördermittel: Name des Förderprogramms: Städtebauförderung, Lebendige Zentren Eine Fördermöglichkeit wird noch geprüft ☐ Fördermittel können beantragt werden ☒ Ja ☐ Nein Fördersatz: 70 % Für die Maßnahme sind Fördermittel beantragt ☒ Ja ☐ Nein Fördersatz: Für die Maßnahme sind Fördermittel bewilligt ☒ Ja ☐ Nein Fördersatz: 2 Sachdarstellung: Der Klostergarten ist eine zentrale Maßnahme des ISEK Innenstadt und soll eine umfassende Neugestaltung und Aufwertung erfahren. Dabei wird das Ziel verfolgt, die aktuell unterrepräsentierte und gestalterisch heterogene Freifläche in eine lebendige, grüne Oase mit hoher Aufenthaltsqualität zu transformieren und so zur städtebaulichen und freiräumlichen Aufwertung der Euskirchener Innenstadt beizutragen. Für die Realisierung der Maßnahme waren ursprünglich die rückwärtig gelegenen Grünbereiche des City-Forums vorgesehen, das nach der Flut 2021 abgerissen werden musste. Hierdurch und durch die Einbeziehung der neu gewonnenen Freifläche für den Klostergarten muss der ursprüngliche Planungsraum erweitert und einer neuen, großzügigeren Nutzung als lebendiger Grünraum zugeführt werden. Reallabor Als Grundlage für diese Planung wurde ein Reallabor auf dem Klostergarten durchgeführt. Dieses diente dazu, die Anforderungen und Potenziale der nach dem Abriss der Veranstaltungshalle entstandenen innerstädtischen Freifläche zu identifizieren und bestmöglich die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln (Drucksache Nr. 54/2026 und 138/2026). Der Fokus der Untersuchungen lag hierbei auf der Verknüpfung der räumlichen Aspekte wie Bewegungsmuster und Sichtbeziehungen mit sozialen Dynamiken, dem alltäglichen Nutzungsverhalten der verschiedenen Nutzergruppen sowie den Erkenntnissen aus den öffentlichen Workshops. Auf dieser Grundlage wurde ein übergeordneter Entwurfsansatz abgeleitet, der fünf Leitlinien für das darauf aufbauende Raumgefüge umfasst: Platz für Familien und Kinder schaffen, Offenheit und Aneignung sichern, Überlagerung statt Trennung, sozialen Charakter stärken, Sichtbarkeit und Identität stärken. Entwurfsplanung Nach Abschluss des Reallabors erfolgte zwischenzeitlich der Einstieg in die eigentliche Planungsphase. Hierfür liegt vom Büro RMP SL nun die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) vor. Diese sieht die Schaffung einer barrierefreien Grünanlage zur Wohnumfeldverbesserung, die Wiederherstellung und ökologische Aufwertung von Vegetationsflächen sowie die Etablierung eines klimaresilienten innerstädtischen Aufenthaltsbereichs vor, die unterschiedliche soziale Nutzungsansprüche vereint. Durch die Planung werden die innerstädtischen Wegebeziehungen optimiert und die Zugangsbereiche Richtung Klosterplatz, Hochstraße und Neutorwall barrierefrei aufgewertet. Um das bestehende Angstraumpotenzial des Areals konsequent abzubauen, wird im Zuge der Planung auf eine verbesserte Einsehbarkeit des Geländes geachtet. Neue, altersgerechte Spielangebote runden das Konzept ab und tragen zur generationenübergreifenden Belebung und Attraktivitätssteigerung bei. Das Herzstück der Planung bildet die offene „Rasenlichtung“ im Zentrum der Grünfläche. Die Lichtung wird bewusst offen und ohne feste Elemente gestaltet, sodass die Fläche vollkommen flexibel von den Menschen als Aktions-, Begegnungs- und Erholungsraum genutzt werden kann. Der Holzkubus, der während des Reallabors errichtet wurde, soll weiterhin genutzt und zukünftig als Bühne für kleinere kulturelle und soziale Veranstaltungen dienen. Die Lichtung wird westlich und östlich durch Spiel- und Sitzelemente flankiert, die eine multifunktionale und generationenübergreifende Nutzbarkeit gewährleisten. Sie sind so positioniert, dass sie als verbindendes Element zwischen den einzelnen Grünräumen fungieren und Nutzerinnen und Nutzer dazu einlädt, von den Hauptlauflinien abzuschweifen und sich intuitiv ins Grüne leiten zu lassen. Im rückwärtigen Bereich der Galeria wird durch eine offene, aber klar strukturierte Gestaltung eine Verbindung zwischen dem öffentlichen Grünraum und den privaten Flächen geschaffen. Durch den Rückbau der bisherigen Hochbeete und einzelner Gehölze entsteht eine offene Vorplatzfläche, die den Zugangsbereich zum Klosterplatz öffnet. 3 Im nördlichen Bereich, Richtung C&A-Gebäude, werden die bisherigen Aufenthaltsbereiche erhalten und in Form von urbanen Spielelementen (Tischtennisplatten) aufgewertet. Die bestehenden Hochbeete werden baulich für eine bessere Einsehbarkeit geöffnet und mit Sitzkanten ausgestattet. Das Vegetationskonzept greift den Grundgedanken von überlappenden statt getrennten Bereichen auf und erzeugt zusammen mit den Spielgeräten einen fließenden Übergang zwischen den Aktionsräumen. Weiterführende Informationen zur Entwurfsplanung, darunter das Vegetations- und Wegekonzept, das Raumprogramm, das Entwässerungskonzept sowie Angaben zur Ausstattung und Materialität sind dem Erläuterungsbericht zu entnehmen (vgl. Anlage). Die Entwurfsplanung wurde dem Gestaltungsbeirat in seiner Sitzung am 07.09.2026 zur Beratung vorgelegt. Der Beirat hat sowohl den Prozess, die Gestaltung über das Reallabor an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger Euskirchens auszurichten, als auch die Entwurfsplanung als Ergebnis positiv und als beispielgebend herausgehoben. Es wurde angeregt, die Bepflanzung unmittelbar hinter dem C&A-Gebäude so transparent wie möglich zu gestalten und die Öffnung zwischen den Baumstandorten zum Neutorwall hin unter Betrachtung der Blickbeziehung auf die Gebäude und die historische Stadtmauer auf die richtige Positionierung zu überprüfen. Die Verwaltung wird die Empfehlungen in den weiteren Planungsprozess einpflegen. Auf Grundlage des vorliegenden Entwurfs wurde eine Kostenberechnung erstellt. Für die Herstellung der Maßnahme sind unter Bezugnahme des aktuellen Planstands rund 1,9 Mio. € (netto) veranschlagt. Darin enthalten sind neben der Herstellung der erforderlichen technischen Anlagen und Einbauten für die Freianlagen auch der für die vorgesehene Vegetation partiell erforderliche Bodenabtrag und -austausch. Im Zuge der anstehenden Leistungsphasen wird die Kostenberechnung unter Berücksichtigung der vorgesehenen Ausstattungsqualitäten konkretisiert und fortgeschrieben. Eine Beschlussfassung der Entwurfsplanung für den Klostergarten erfolgt im Rahmen des Beschlusses für den Förderantrag (Drucksache Nr. 177/2026). Die darin enthaltene Kosten- und Finanzierungsübersicht (KuF) berücksichtigt die Gesamtkosten der ISEK-Teilmaßnahme. Neben dem o.g. Ansatz für die Herstellung des Klostergartens sind darüber hinaus auch die mit dem Projekt einhergehenden Planungs- und Gutachterkosten enthalten. Darunter auch die Aufwendungen für die Durchführung des Reallabors. Ausblick Mit dem Abschluss der Leistungsphase 3 werden die Ergebnisse des Reallabors sowie die erarbeiteten Planungsunterlagen an ein Ausführungsbüro übertragen, das die weiterführende Planung und Umsetzung der Maßnahmen ab der Leistungsphase 4 übernimmt. Im Zuge des Fortsetzungsantrags wird die Umsetzung des Klostergartens beantragt. Ein Baubeginn wird derzeit für Ende 2027/Anfang 2028 anvisiert. Ein Baubeschluss wird entsprechend den Zuständigkeiten im ATUV erfolgen. Dieses erfolgt nach Vorliegen der Ausführungsplanung. Im Auftrag Thorsten Sigglow Fachbereichsleiter Anlage: - Entwurfsplanung - Schnitte - Detailplanung – Weg - Detailplanung - Hochbeete - Erläuterungsbericht 4

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