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Unterstützung der Hilfsorganisationen in Bocholt Anfrage der Fraktionen B90/Die Grünen und CDU v. 11.09.2026
Schreiben
| Typ | Schreiben |
| Gemeinde | Stadt Bocholt |
| Datum | 2026-09-29 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
B'90/Die Grünen /
Anfrage
CDU
Vorlage Nr. AF/63/2026 als Anfragesteller
Status - öffentlich -
Datum 11.09.2026
Michael Burian, Stadtverordneter
Verfasser
Ingo Antepohl, Stadtverordneter
Betreff
Unterstützung der Hilfsorganisationen in Bocholt
Anfrage der Fraktionen B90/Die Grünen und CDU v. 11.09.2026
Beratungsfolge Termin Beratungsaktion
Ausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und
29.09.2026 beschließend
Feuerwehr
Anfragetext
s. Begründung und Anlage
Begründung des Anfragestellers
Die ehrenamtlich getragenen Hilfsorganisationen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz
und zur Versorgung der Bevölkerung. In Bocholt sind diese Organisationen nicht nur ehrenamtlich
am Sanitätsdienst im Katastrophenschutz beteiligt, sondern auch an vielen Großveranstaltungen
wie dem Rosenmontagszug, dem Citylauf, der Kirmes, Public Viewings, dem Aasee Triathlon und
den Heimspielen des 1.FC Bocholt maßgeblich beteiligt. Eine gute Ausstattung und eine verlässliche
Unterstützung dieser Organisationen sind daher nicht nur eine Frage der Wertschätzung des
Ehrenamtes, sondern zugleich ein wichtiger Baustein für einen leistungsfähigen
Bevölkerungsschutz.
Gerade vor dem Hintergrund der momentan vulnerablen Sicherheitslage kommt der Stärkung des
Katastrophenschutzes eine besondere Bedeutung zu. Extremwetterereignisse mit größeren
Schadenslagen sowie die veränderte sicherheitspolitische Lage infolge des Ukraine-Krieges zeigen,
dass Kommunen und Hilfsorganisationen auf unterschiedliche und teilweise länger andauernde
Einsatzlagen vorbereitet sein müssen. Dafür sind ausreichende personelle und materielle
Ressourcen sowie einsatzbereite Fahrzeuge von wesentlicher Bedeutung.
Ein sinnvoller Ansatz kann dabei die Weitergabe von Fahrzeugen und Material sein, die im
kommunalen oder rettungsdienstlichen Regelbetrieb ausgemustert werden, aber für Aufgaben im
Katastrophenschutz, Sanitätsdienst, Betreuungsdienst oder zur allgemeinen Unterstützung
weiterhin geeignet sind. Auf diese Weise können vorhandene Ressourcen einer weiteren sinnvollen
Nutzung zugeführt und gleichzeitig die ehrenamtlichen Strukturen vor Ort gestärkt werden.
Dass eine solche Vorgehensweise praktisch umsetzbar ist, zeigen Beispiele aus anderen
Kommunen und Kreisen. So wurde in Mönchengladbach ein aus dem regulären Einsatzdienst
ausgeschiedener Rettungswagen an die örtlichen Johanniter übergeben und für den
Patiententransportzug 10 NRW vorgesehen. Bereits zuvor waren drei ausgemusterte, aber für den
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gelegentlichen Einsatz im Katastrophenschutz geeignete Rettungswagen an den ASB, das DRK und
die Johanniter übergeben worden.
Auch der Ennepe-Ruhr-Kreis hat ausgemusterte, aber weiterhin funktionstüchtige
Rettungsdienstfahrzeuge an Hilfsorganisationen übergeben. Im Jahr 2023 wurden acht
Krankenwagen an verschiedene Hilfsorganisationen weitergegeben, damit diese sie unter anderem
für ihre ehrenamtliche Arbeit nutzen können. Gleichzeitig sollten die Fahrzeuge für besondere
Einsatzlagen und den Bevölkerungsschutz weiterhin nutzbar bleiben. Der kostenfreie
Besitzerwechsel wurde dabei ausdrücklich als Wertschätzung und wichtige Unterstützung der
Hilfsorganisationen bewertet.
Ein aktuelles Beispiel aus dem Jahr 2026 ist die Weitergabe von vier ehemaligen
Notarzteinsatzfahrzeugen des Ennepe-Ruhr-Kreises an Hilfsorganisationen und die Feuerwehr
Witten. Die Fahrzeuge sollen in Katastrophenschutzkonzepte eingebunden und beispielsweise als
Führungs- oder Zubringerfahrzeuge eingesetzt werden.
Vor diesem Hintergrund soll die Anfrage zunächst transparent machen, welche Möglichkeiten die
Stadt Bocholt in der Vergangenheit bereits genutzt hat und welche Fahrzeuge beziehungsweise
Materialien tatsächlich bei den Bocholter Hilfsorganisationen angekommen sind. Die Beantwortung
kann zugleich eine Grundlage dafür schaffen, künftig systematischer zu prüfen, ob ausgemusterte
Fahrzeuge und Materialien den örtlichen Hilfsorganisationen für Zwecke des Ehrenamtes und des
Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt werden können.
Als Beispiele werden insbesondere folgende Veröffentlichungen herangezogen:
• „Patiententransportzug ist jetzt komplett“, rettungsdienst.de, 04.04.2023
• „Ausgemusterte Krankenwagen bereit für andere Aufgaben“, Westfalenpost / Ennepe-Ruhr-Kreis, 2023
• „Zweite Karriere für vier Notarzteinsatzfahrzeuge im Ennepe-Ruhr-Kreis“, RuhrkanalNEWS, 17.04.2026
Quellen:
https://www.rettungsdienst.de/news/patiententransportzug-ist-jetzt-komplett-70663
https://www.wp.de/staedte/ennepetal-gevelsberg-schwelm/ausgemusterte-krankenwagen-bereit-fuer-
andere-aufgaben-
id240745172.html
https://ruhrkanal.news/zweite-karriere-fuer-vier-notarzteinsatzfahrzeuge-im-ennepe-ruhr-kreis/
Unterzeichnet durch:
Michael Burian, Stadtverordneter Annette Grümer-Weyers, Fraktionsvorsitzende B‘90/DIE
GRÜNEN Ingo Antepohl, Stadtverordneter Gisbert Bresser, Fraktionsvorsitzender CDU
Weitere Mitwirkende:
Anlage(n):
1. Anfrage Unterstu¨tzung HiOrgs.pdf
Anfrage AF/63/2026 Seite 2 von 2
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