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Sachstandsbericht zur Verwaltungsdigitalisierung
Notiz
| Typ | Notiz |
| Gemeinde | Stadt Rheda-Wiedenbrück |
| Datum | 2026-09-28 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Rheda-Wiedenbrück Vorlagen-Nr .
V-159/2026
Der Bürgermeister
öffentliche
V O R L A G E
Fachbereich/Abteilung:
Abt. Organisation und Zentraler Service
Erstellt durch: Daniel Wiens
Erstellt am: 10.07.2026
5
Beratungsfolge Sitzungstermin
Haupt- und Finanzausschuss 28.09.2026
10
Tagesordnungspunkt:
Sachstandsbericht zur Verwaltungsdigitalisierung
15
1 Finanzielle Auswirkungen X Nein Ja, Mitzeichnung Käm
dann auch: merer / FBL Finanzen
erforderlich
20 Beschlussvorschlag:
Der Sachstandsbericht wird zur Kenntnis genommen.
25 Sachverhalt:
Auf vorangegangene Berichte wird Bezug genommen (Ratssitzung 08.09.2025, V-176/2025).
Die zuletzt enthaltene tabellarische Darstellung wird von einer neuen mit konkreten Zeitanga
ben zum geplanten Umsetzungszeitraum abgelöst.
30
Einen schnellen Überblick über den wesentlichen aktuellen Sachstand ermöglicht das tabella
rische „Projekt Dashboard“, welches nach Projektphasen sortiert ist. Die einzelnen Maßnah
men zahlen jeweils auf folgende zentrale Handlungsfelder ein, welche die strategische Klam
mer für die Projekte bilden und anschließend detaillierter dargestellt werden:
Seite 1
35 • Digitale Bürgerservices
• Digitale Infrastruktur
• Smart City
• Automatisierung & Künstliche Intelligenz (KI)
• Verwaltungsinterne Kommunikation
40
Gesamtüberblick Projektstände (Projekt-Dashboard)
Abgeschlossen / kurz vor Abschluss
Projekt Fortschritt Umsetzungsziel
eRWF produktiv
Verwaltung
ePersonalakte produktiv
(DMS - Fallakte)
Scanprojekt abgeschlossen
Personalakten Verwaltung
KI zur Protokollerstellung produktiv
(Scriba)
eWohngeldantrag produktiv
(EfA-Dienst)
Digitale Baugenehmigung produktiv
(Nextcloud)
Einrichtung zentrale Scanstelle Q3 2026
Digitale Baugenehmigung Q3 2026
(Bauportal NRW)
Neuer Formularscervice Q3 2026
(Formcycle)
45
In Umsetzung
Projekt Fortschritt Umsetzungsziel
DMS - Sachakten Q4 2027
(Verwaltungsweiter Aktenplan)
eBauakte Q4 2026
(DMS – Fallakte)
Social-Intranet Q4 2026
(Haiilo)
Interner KI-Chatbot Q3 2026
(Closed GenAI Chat von PWC)
eRWF Q3 2026
Schulsekretariate
eRWF Q4 2026
EAW
Scanprojekt Bauakten Q1 2027
eZustellung, eAuthentifizierung, Q4 2026
eSignatur (NectWallet)
Seite 2
In Planung / Vorbereitung
Projekt Fortschritt Umsetzungsziel
Digitaler Posteingang Q4 2026
Warteschleife / Neuausrichtung
Projekt Status
Zentrale Vertragsverwaltung Umsetzung im Rahmen der Priorisierung ressourcenbedingt zu
(Infoma ZVV) rückgestellt.
eWohnsitzanmeldung Nutzen und Wirtschaftlichkeit sind bislang nicht überzeugend.
(EfA-Dienst)
50
Aktuelle Entwicklungen in den Handlungsfeldern
Digitale Bürgerservices
55
eWohngeldantrag (EfA-Dienst)
Der online Wohngeldantrag ist als EfA-Dienst inzwischen abschließend digitalisiert und in den
produktiven Betrieb überführt.
60 eWohnsitzanmeldung (EfA-Dienst)
Die Anbindung an die elektronische Wohnsitzanmeldung wurde bislang aufgrund der Herstel
lungs- und Betriebskosten als wirtschaftlich nicht sinnvoll bewertet, nach Erfahrungsaustausch
mit anderen Meldebehörden wird die Wirtschaftlichkeit in Abstimmung mit dem Bürgerbüro
erneut geprüft.
65
Neuer Formularscervice (Formcycle)
Der bisher genutzte Formularservice FormSolutions entspricht nicht mehr den aktuellen An
forderungen, insbesondere aufgrund komplexer Bedienung und technischer Einschränkun
gen. Als Alternative wurde das System Formcycle erprobt. Es bietet eine deutlich intuitivere
70 Bedienung und erweiterte Funktionen, daher erfolgt ein Wechsel.
Digitale Infrastruktur
75 DMS - Sachakten (Verwaltungsweiter Aktenplan)
Die verwaltungsweite Einführung der digitalen Sachakten erfolgt schrittweise. Nach erfolgrei
cher Pilotphase ist das System in der Abt. Organisation und Zentraler Service, der ÖRP und
der Abt. Recht und Gemeindeverfassung (z.T.) bereits produktiv im Einsatz - inklusive spür
barer Mehrwerte, z.B. durch digitale Freigabeworkflows.
80
Die Abteilungen IT und digitale Verwaltung, Recht und Gemeindeverfassung (vollst.) sowie
Stadtplanung stehen kurz vor dem Produktivgang. Im Übrigen sind in vielen Fachbereichen
Kick Off Termine und zum Teil schon Folgetermine vereinbart.
85 ePersonalakte (DMS – Fallakte)
Die ePersonalakte steht dem FB Personalservice für den Produktivbetrieb zur Verfügung.
Scanprojekt Personalakten Verwaltung
Die städtischen Personalakten wurden durch einen Dienstleister digitalisiert.
90
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Digitale Baugenehmigung (Nextcloud)
Um den digitalen Bauantrag kurzfristig zu ermöglichen, wurde in interner Abstimmung und
Kooperation des FB Bauordnung und der Abteilungen IT und digitale Verwaltung sowie Orga
nisation und zentraler Service eine eigene Lösung als Zwischenschritt bis zur Realisierung der
95 Landeslösung entwickelt und im Juni produktiv angeboten.
Digitale Baugenehmigung (Bauportal NRW)
Die Anbindung an die Landeslösung Bauportal NRW ist gestartet. Die technische Anbindung
ist weitestgehend abgeschlossen. Letzte Abstimmungen mit dem Fachverfahrenshersteller
100 ProSoz erfolgen in der 30. KW. Daran schließt sich im August eine Testphase an, sodass der
Produktivgang im September geplant ist.
eBauakte (DMS – Fallakte)
Für die medienbruchfreie digitale Bearbeitung der Baugenehmigungen und anschließende re
105 visionssichere Führung de Bauakten ist eine entsprechende Fallakte einzurichten. Sie bildet
auch das Zielmedium für das Projekt zum Scan der Bestandsakten. Das DMS-Modul sowie
die erforderliche Schnittstelle zum Fachverfahren sind beauftragt. Die konkrete Projekt- und
Zeitplanung ist abhängig von den Ressourcen der Dienstleister und wird z.Zt. vorbereitet.
110 Scanprojekt Bauakten
Das Ziel der medienbruchfreien digitalen Arbeit im FB Bauordnung erfordert auch einen Scan
der umfangreichen Bestandsakten. Um dies zeitnah zu ermöglichen, wurde über den KDN
Rahmenvertrag ein externer Dienstleister (Iron Mountain) beauftragt. Das Projekt startet noch
im Juli mit dem Verpacken erster Aktenbestände zur Abholung durch den Dienstleister.
115
Einrichtung zentrale Scanstelle
Als Vorbereitung für die Digitalisierung der Posteingänge werden die Räumlichkeiten des zen
tralen Post-, Scan- und Druckservice entsprechend umgestaltet und ausgestattet. Die bauli
chen Maßnahmen sind weitestgehend abgeschlossen und die Ausstattung ist in Umsetzung.
120
Digitaler Posteingang
Die sofortige zentrale Digitalisierung der Posteingänge wird vorbereitet. Geplant ist auch hier
eine stufenweise Anbindung unter Nutzung der DMS Infrastruktur, beginnend mit dem GB I.
125 eRWF Verwaltung
Neben den Imports aus Mails und Scans sind inzwischen erste Rechnungen über das eRech
nungsportal NRW in den digitalen Standardformaten „XRechnung“ und „ZUGFeRD“ eingegan
gen und wurden erfolgreich verarbeitet.
130 eRWF Schulsekretariate
Bei der Anbindung dieser Außenstellen, deren IT Infrastruktur ausgelagert ist, kommt es auf
grund technischer Probleme sowie Personalwechseln zu Verzögerungen seitens des Rechen
zentrums.
135 eRWF EAW
Bei der Anbindung des EAW kommt es aufgrund eines Wechsels des IT-Dienstleisters zu Ver
zögerungen.
eZustellung, eAuthentifizierung, eSignatur (NectWallet)
140 Als weitere wesentliche Bestandteile umfassender digitaler Arbeit wurden die digitale Zustel
lung (eZustellung), die benutzerfreundliche digitale Authentifizierung (alternativ zur BundID)
sowie die (qualifizierte) elektronische Signatur (eSignatur) identifiziert.
Das Digitalisierungsteam hat mit NectWallet eine Lösung geprüft und ausgewählt, welche
145 diese Komponenten in einem System vereint. Darüber hinaus überzeugt das System mit der
Kompatibilität zur künftig verbindlichen EUDI-Wallet, mit Referenzen diverser Krankenkassen,
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Versicherungen, der Finanzverwaltung und anderer überregionaler Behörden (z.B. Schles
wig-Holstein) sowie mit rd. 7.000 bereits registrierten Anwendern in Rheda-Wiedenbrück.
150 Die Auftragserteilung der eZustellung befindet sich derzeit in Abstimmung mit der ÖRP. Die
Beauftragung und Einführung soll in Kürze erfolgen.
Zentrale Vertragsverwaltung (Infoma ZVV)
Die Einführung dieses Moduls wurde im Rahmen der Priorisierung vorerst zurückgestellt, um
155 die knappen personellen Ressourcen auf bedeutendere Projekte zu fokussieren.
Smart City
160 Rheda-Wiedenbrück wurde inzwischen erfolgreich an die Gütersloher Plattform Urban Stack
angebunden. Mit dieser „Datendrehscheibe“ wurde eine zentrale Grundlage für die weitere
Entwicklung im Bereich Smart City geschaffen.
Um Potentiale der Plattform tatsächlich zu heben, bedarf es konkreter Anwendungsfälle und
165 entsprechender weiterer Investitionen. Denkbar sind z.B. Hochwasser-Frühwarnsysteme,
Personen-/Verkehrszählungen, Wetterstationen, Glatteisüberwachung, Parkraumüberwa
chung, Baumbewässerung, Störungsüberwachung bei der Straßenbeleuchtung, Energiedate
nerfassung etc. Dafür sind jeweils Sensoren zur Datenerhebung erforderlich. Die erhobenen
Messdaten können auf unterschiedlichen Wegen zur Verarbeitung eingespeist werden, z.B.
170 LAN, WLAN, Mobilfunk oder ein „Low Range Wide Area Network“ (LoRaWAN).
Im Rahmen der gebildeten Arbeitsgruppe sind nun die Fachbereiche aufgefordert, denkbare
Anwendungsfälle für Verwaltung und Bürgerschaft zu identifizieren, ihren Nutzwert sowie die
Wirtschaftlichkeit zu bewerten und sie für die schrittweise Integration zu priorisieren.
175
Parallel wird derzeit durch die Stadt Gütersloh der Aufbau einer kreisweiten interkommunalen
LoRaWAN-Infrastruktur (ggf. mit Förderkulisse) geprüft. Zudem plant die Stadt Gütersloh in
zwischen „Comunity-Treffen“ der beteiligten Kommunen, um die Begleitung und Kooperation
zu intensivieren.
180
Automatisierung & Künstliche Intelligenz (KI)
Interner KI-Chatbot (Closed GenAI Chat von PWC)
185 Zur Bereitstellung einer generativen KI-Plattform für den flächendeckenden Einsatz in der Ver
waltung wurde die PwC Solutions GmbH mit der Einführung ihrer Plattform beauftragt. Der
Projektstart erfolgte nach dem Kick Off mit der ersten Schulung von rd. 20 Pilotanwendern aus
allen Bereichen der Verwaltung am 26.06.2026.
190 Die Plattform wurde sofort zur Erprobung bereitgestellt und wird bereits rege genutzt. Weitere
Schulungen sind in Planung – unter Beteiligung der Fachbereiche werden bereits geeignete
Multiplikatoren gesucht.
Parallel zum Schulungs- und Rollenkonzept wird zentral an der Entwicklung und Erprobung
195 von Standards für Prompts und vorbereiteten KI-Agenten gearbeitet.
KI zur Protokollerstellung (Scriba)
Die KI-gestützte Protokollierungssoftware Scriba ist technisch implementiert und bereits de
zentral produktiv im Einsatz (z.B. im Sitzungsdienst). Dabei konnten erste Effizienzgewinne
200 erzielt werden. Der Einsatz wird nun verwaltungsweit für weitere Anwendungen ermöglicht und
beworben (z.B. für Dienstbesprechungen oder Dokumentationsaufgaben). Parallel werden
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weitere wirtschaftliche integrierbare Lösungen geprüft (z.B. SpeechMind mit SD.Net Integra
tion).
205
Verwaltungsinterne Kommunikation
Nach Markterkundung und Bewertung verschiedener Anbieter wurde die Haiilo GmbH mit der
Einführung ihres Social-Intranet-Systems beauftragt. Der Projektstart (Kick-Off) fand am
210 13.04.2026 statt. Der der technische Aufbau der Plattform ist umgesetzt, derzeit werden mit
ausgewählten Nutzergruppen erste Inhalte erarbeitet. Der gesamtorganisatorische Roll Out
kann voraussichtlich im 3. Quartal 2026 erfolgen und wird durch zentrale Kommunikations
maßnahmen begleitet.
215
Für Rückfragen steht das Digitalisierungsteam der Abteilung Organisation und zentraler Ser
vice gerne zur Verfügung.
In Vertretung
220
Christoph Krahn
Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer
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Seite 6
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