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Wirkungsorientierung in der sozialen Arbeit hier: Vorstellung der Ergebnisse aus der Projektarbeit der Studierenden der Stadt Herford zur Wirkungsorientierung des „Präventiven Hausbesuchs“
Notiz
| Typ | Notiz |
| Gemeinde | Stadt Herford |
| Datum | 2026-09-28 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
HANSESTADT HERFORD Vorlage
Die Bürgermeisterin
öffentlich
Abteilung Wohnen, Integration und Soziales
Nummer: SO/13/2026
Herford, 17.08.2026
Vorblatt für Verwaltungsvorlage
Beratungsfolge Termin Behandlung
Sozialausschuss 28.09.2026 Kenntnisnahme
Thema/Beratungsgegenstand
Wirkungsorientierung in der sozialen Arbeit
hier: Vorstellung der Ergebnisse aus der Projektarbeit der Studierenden
der Stadt Herford zur Wirkungsorientierung des „Präventiven
Hausbesuchs“
Rechtsgrundlage:
Entfällt.
Fachliche Zielsetzung:
Vorstellung der Projektarbeit der Studierenden im Bachelorstudium Kommunaler
Verwaltungsdienst an der HSPV NRW zum Thema Wirkungsorientierung in sozialen
Arbeitsfeldern am Beispiel des Projektes Präventiver Hausbesuch der Stadt Herford
Darstellung der Historie:
Entfällt.
Perspektive:
Die Erfassung und die Bewertung der Wirkung von sozialen Leistungen werden
zunehmend relevanter für den Steuerungsprozess und den Einsatz kommunaler
Mittel. Die im Rahmen des Projektes erarbeitete Toolbox bietet eine erste
methodische Grundlage, um die Wirkung in sozialen Arbeitsfeldern der kommunalen
Praxis systematisch zu erfassen und zu messen.
Auswirkung auf den Klimaschutz / Ziele des Klimaschutzkonzeptes:
Entfällt.
Vorlage SO/13/2026 Seite 2
Finanzielle Auswirkungen
Nein Ja
Produkt/ Sachkonto /Wirtschaftsplan
Bezeichnung/ Nr.
Ergebnisplan/ Erfolgsplan lfd. Jahr Folgejahr/e
Erträge EUR
Personalkosten (zusätzlich)
Sachkosten
Abschreibung
Zinsaufwand
Summe Aufwand EUR 0,00 € 0,00 €
Saldo 0,00 € 0,00 €
Produkt/ Sachkonto /Wirtschaftsplan
Finanzplan/ Investitionsplan lfd. Jahr Folgejahr/e
Bezeichnung/ Nr.
Einzahlungen Fördermittel
Einzahlungen Beiträge etc.
investive Auszahlungen
Saldo 0,00 € 0,00 €
Im Plan vorgesehen
ÜPL/APL bereitzustellen
einzuplanen Folgejahr/e
Anmerkungen
Erläuterungen zum Finanzkasten:
1. Es handelt sich um eine vereinfachte Darstellung.
Bei Bedarf können Zeilen hinzugefügt werden.
2. Für die Folgejahre ist nur der Wert des ersten Jahres anzugeben.
Gravierende Änderungen der Folgejahre können bei Anmerkungen benannt werden.
3. Personalkosten sollten nur angegeben werden, wenn die Aufgabe nicht mit
vorhandenem Personal erledigt werden kann. Werte nach KGST.
4. Berechnung der Abschreibung nach dem Bewertungsleitfaden der Stadt Herford.
ggfls. Rücksprache mit der Anbu
5. Für die Ermittlung des Zinsaufwandes sollte vereinfacht mit 2% Verzinsung gerechnet werden.
F ormel: Anschaffungswert-Drittmittel/2 * 2% Verzinsung
Vorlage SO/13/2026 Seite 3
Sachverhalt:
Die Qualifizierung und Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur sowie der
verlässliche Einsatz öffentlicher Mittel erfordern praxistaugliche Steuerungs-
instrumente. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Ansatz der Wirkungsorientierung in
der Sozialen Arbeit zunehmend an Bedeutung für die kommunale Sozialpolitik und die
administrative Steuerung.
Die wirkungsorientierte Steuerung erweitert hierbei die klassische
Leistungsdokumentation zur Erfassung von Fallzahlen und aufgewendeten Budgets
(Input/ Output) um eine ergebnisbezogene Perspektive (Outcome/ Impact). Input und
Output beschreiben dabei lediglich die eingesetzten Ressourcen sowie die
durchgeführten Maßnahmen. Erst der Outcome bildet die greifbare Verbesserung in der
Lebenssituation der Zielgruppe ab, während der Impact die langfristigen
gesellschaftlichen Effekte umfasst.
Die Erfassung sozialer Wirkungen gewinnt zunehmend an Bedeutung als
Steuerungsinstrument für den Einsatz kommunaler Mittel. Daher gilt es, den
tatsächlichen Nutzen sozialer Leistungen – insbesondere bei freiwilligen Angeboten –
und dessen Wirkung auf die Zielgruppe transparent und nachvollziehbar darzulegen.
Soziale Wirkungen sind jedoch häufig komplex, subjektiv, treten teilweise zeitverzögert
ein und lassen sich nur schwer eindeutig auf einzelne Maßnahmen zurückführen.
Zu beachten sind daher auch – insbesondere in lokalen, kleineren Handlungsansätzen
– Aspekte wie die
• Kausalität der sozialen Arbeit: Soziale Wirkungen hängen von zahlreichen
externen Faktoren ab. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen einer
einzelnen Maßnahme und einer langfristigen Lebensverbesserung lässt sich
wissenschaftlich oft nur schwer isolieren.
• drohende Bürokratisierung: Der Erhebungs- und Dokumentationsaufwand für
Indikatoren bindet mitunter Fachkraftressourcen, die in der direkten Arbeit mit
Klienten fehlen.
Vor diesem Hintergrund erarbeiteten die Studierenden im Bachelorstudiengang
Kommunaler Verwaltungsdienst der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung
Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) im Rahmen ihres praxisbezogenen Projektes eine
Toolbox, die der Abteilung 3.1 helfen soll, Methoden zur Wirkungsmessung sozialer
Leistungen zu entwickeln. Dies erfolgte am Beispiel des Präventiven Hausbesuches.
Der Präventive Hausbesuch ist seit 2018 ein Angebot der Hansestadt Herford in
Kooperation mit den freien Trägern, im Rahmen dessen Senioren und Seniorinnen ab
75 Jahren ein Beratungsangebot erhalten. Das Angebot verfolgt das Ziel, älteren
Mitbürgerinnen und Mitbürgern frühzeitig Wege aufzuzeigen, wie sie ein
selbstbestimmtes und eigenständiges Leben im vertrauten Wohnumfeld so lange wie
möglich aufrechterhalten können, während gleichzeitig Vereinsamung und sozialer
Isolation entgegengewirkt wird.
Die Toolbox setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen und enthält unter anderem
leitfadengestützte Interviews, Fragebögen, Gesprächs- und Handlungsleitfäden sowie
Konzepte zur Durchführung von Fokusgruppen. Insgesamt zeigt sich bei der Analyse
der Bausteine, dass der zentrale Mehrwert der Toolbox in der Kombination dieser
verschiedenen Methoden liegt. Die Toolbox bietet am Beispiel des Präventiven
Hausbesuches einen ersten Ansatz, um künftig auch die Wirkung weiterer kommunaler
Leistungen und Angebote in sozialen Arbeitsfeldern systematisch zu erfassen.
Vorlage SO/13/2026 Seite 4
In der Sitzung werden die bei der Hansestadt Herford beschäftigten Studierenden die
theoretischen Grundlagen der Wirkungsorientierung und die Ergebnisse ihrer
Projektarbeit anhand einer Präsentation vorstellen und erläutern.
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
i.V. Patrick Puls
(Beigeordneter)
Text aus PDF extrahiert