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Sachstandsbericht zur Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie (Beschließend)

Sonstiges
TypSonstiges
GemeindeAschaffenburg
Datum2026-09-23
QuelleQuelldokument herunterladen →

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Extrahierter Text

Beschlussvorschlag: I. Der Umwelt-, Klima- und Verwaltungssenat nimmt den Sachstandsbericht zur Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie zur Kenntnis. II. Angaben zur Klimawirkung: Bewertung - jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG) wenig klimarelevant teilweise klimarelevant sehr klimarelevant [ x ] keine weiteren Angaben erforderlich [ ] kurze Erläuterung in den Begründungen [ ] ausführliche Erläuterung in den Begründungen Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlichen Projekten) (Nationale Klimaschutz-Initiative - Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU) III. Angaben zu den Kosten: Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten: ja [ ] nein [ x ] Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung: Anlass Um auf die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein und sich an die bereits eingetretenen Folgen des Klimawandels anzupassen, wurde die Klimaanpassungsstrategie entwickelt und 2021 beschlossen (Beschluss des Stadtrats vom 14.06.2021, PL/8/3/21). Zum 01. April 2024 wurde das Klimaanpassungsmanagement personell besetzt, die Stelle wurde für 3 Jahre bis zum 31. März 2026 durch das DAS Förderprogramm im Förderschwerpunkt A.2 des BUMV finanziert. Mit dem Sachstandsbericht 2025/2026 (siehe Anlage 1) werden die Zwischenergebnisse und Erkenntnisse aus dem bisherigen Umsetzungsmonitoring des Maßnahmenkonzepts vorgestellt. Auswertung Klimadaten Die Auswertung der DWD-Daten für die Messstationen Kahl a. M. sowie der Messungen der Wetterstationen im Aschaffenburger Stadtgebiet bestätigt eine zunehmende klimatische Belastung für Aschaffenburg. Insbesondere die Jahresmitteltemperatur und die Anzahl der heißen Tage zeigen über den langjährigen Beobachtungszeitraum einen signifikanten Anstieg. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Frosttage ab. Auch wenn bei den Tropennächten bislang kein statistisch signifikanter Trend festgestellt werden kann, zeigen die Messungen der Jahre 2024 und 2025 bereits eine deutlich erhöhte nächtliche Wärmebelastung im Stadtgebiet. Die kleinräumigen Messungen machen deutlich, dass die Hitzebelastung innerhalb der Stadt sehr unterschiedlich ausfällt. Besonders an stark versiegelten und exponierten Standorten wie dem Rathausdach, dem Bahnhofsvorplatz und der Schillerstraße wurden höhere Temperaturen und mehr heiße Tage gemessen als im begrünten und beschatteten Stadtpark Schöntal. Die Niederschlagsdaten zeigen keinen eindeutigen langfristigen Trend. Die Jahresnieder-schlagsmengen schwanken erheblich und der leichte abnehmende Trend ist statistisch nicht signifikant. Auch bei den Starkregentagen lässt sich bislang kein signifikanter Trend feststellen. Die Auswertung der Jahre 2024 und 2025 verdeutlichen jedoch, dass einzelne Starkregenereignisse erhebliche Auswirkungen haben können. Insgesamt zeigen die Daten, dass Klimaanpassung in Aschaffenburg insbesondere mit Blick auf die zunehmende Hitze und die kleinräumig sehr unterschiedliche thermische Belastung weiter an Bedeutung gewinnt. Die deutlichen Temperaturunterschiede zwischen begrünten, beschatteten und stark versiegelten Bereichen unterstreichen die Wirksamkeit und Bedeutung von grün-blauer Infrastruktur, Verschattung, Begrünung und Entsiegelung für ein klima-resilientes Stadtgebiet. Die Ergebnisse der Messungen liefern damit eine wichtige Datengrundlage, um Maßnahmen künftig gezielt auf besonders belastete Räume auszurichten und deren Wirkung zu überprüfen. Rückblick auf drei Jahre Klimaanpassungsmanagement 01.4.2023-31.03.2026 Mit der Einrichtung des Klimaanpassungsmanagements im Jahr 2023 hat die Stadt Aschaffenburg einen wichtigen Schritt unternommen, um den Herausforderungen des Klimawandels systematisch zu begegnen. In den vergangenen drei Jahren konnten zahlreiche Grundlagen geschaffen und Maßnahmen angestoßen werden. Dazu zählen unter anderem die Stärkung der ämterübergreifenden Zusammenarbeit, die Initiierung erster konkreter Anpassungsmaßnahmen im Stadtgebiet sowie die Umsetzung von Informations- und Beteiligungsformaten. Den aktuellen Stand er einzelnen Maßnahmen sind den Ausführungen des Berichts ab Seite 13 zu entnehmen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die Umsetzung von Klimaanpassung nicht am fehlenden Handlungswillen scheitert, sondern häufig an begrenzten personellen und finanziellen Res-sourcen. Viele Maßnahmen erfordern erhebliche Investitionen sowie dauerhaft verfügbare Kapazitäten in den Fachämtern. So besteht beispielsweise ein großes Potenzial, durch die Anlage von Zisternen, die Entsiegelung öffentlicher Flächen oder die Umgestaltung versiegelter Bereiche zu einer klimaresilienten Stadtentwicklung beizutragen. Auch Kampagnen wie „Abpflastern“ könnten deutlich umfangreicher umgesetzt werden. Die personellen Kapazitäten – insbesondere im Garten- und Friedhofsamt sowie im Tiefbauamt – sind jedoch bereits heute weitgehend ausgeschöpft, sodass zusätzliche Projekte nur begrenzt realisiert werden können. Gleiches gilt im Bereich Klimaanpassung und insbesondere dem Hitzeschutz in kommunalen Liegenschaften, hier können Maßnahmen aufgrund fehlender finanzieller und personeller Ressourcen im Amt für Hochbau- und Gebäudewirtschaft nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Klimaanpassung ist eine langfristige Querschnittsaufgabe, die nahezu alle Bereiche der Stadtverwaltung betrifft. Damit aus Konzepten dauerhaft sichtbare Veränderungen im Stadtbild entstehen, sind neben einer strategischen Koordination durch das Klimaanpassungsmanagement auch ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen für Planung, Bau, Pflege und Unterhaltung in den Fachämtern erforderlich. Die Erfahrungen der vergangenen drei Jahre zeigen daher deutlich: Aschaffenburg verfügt über viele gute Ideen und konkrete Projekte – ihr Umsetzungstempo wird jedoch maßgeblich durch die verfügbaren Kapazitäten bestimmt. Diese Herausforderung betrifft viele Kommunen in Deutschland und wird auch in aktuellen Untersuchungen als eines der größten Hemmnisse für eine wirksame kommunale Klimaanpassung benannt. Ergebnisse der Maßnahmenumsetzung Das Controlling durch das Klimaanpassungsmanagement hat die Aufgabe, den Umsetzungs-stand der in der Klimaanpassungsstrategie genannten Maßnahmen in regelmäßigen Abständen zu prüfen. Der aktuelle Sachstand zur Klimaanpassungsstrategie für das Jahr 2025/2026 ist in einer Übersicht mit Erläuterungen zu allen Maßnahmen zusammengestellt (siehe Anlage 1). Anlage 1: Sachstandsbericht 2025/2026 zur Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie

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