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Einstieg in ein digitales Parkleitsystem

Beschlussvorlage
TypBeschlussvorlage
GemeindeStadt Jülich
Datum2026-09-24
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Stadt Jülich Jülich, 25.08.2026 Der Bürgermeister Amt: NaMoK Az.: namok-ctc öffentlicher Teil Vorlagen-Nr.: 218/2026 Sitzungsvorlage Beratungsfolge Termin TOP Ergebnisse Ausschuss für Kultur, Dorf- und 24.09.2026 Stadtentwicklung, Wirtschaftsför- derung Einstieg in ein digitales Parkleitsystem Anlg.: 1 III 32 SD.Net ctc Beschlussentwurf: Der Fachausschuss befürwortet eine Kooperation mit den Jülicher Stadtwerken zum Aufbau und Betrieb eines digitalen Parkleit- und Informationssystems für die Jülicher Innenstadt. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den Stadtwerken die konkrete Ausgestaltung, den Umfang, die Kostenverteilung und die weiteren Umsetzungsschritte der Kooperation zu prüfen. Begründung: Ausgangslage Vor rund anderthalb Jahren wurde die Durchführung einer umfassenden Verkehrserhebung vorge- sehen, um eine belastbare Datengrundlage für die weitere Verkehrsplanung zu schaffen. Die ur- sprünglich geplante Gesamtlösung konnte bislang jedoch nicht in der vorgesehenen Form umge- setzt werden. Gleichzeitig besteht weiterhin konkreter Handlungsbedarf bei der Verkehrslenkung und insbeson- dere bei der Entlastung stark belasteter Innenstadtachsen wie der Kurfürstenstraße und der Köln- straße. Mit einem räumlich und funktional klar abgegrenzten Einstieg in ein digitales Parkleit- und Infor- mationssystem kann kurzfristig eine konkrete Verbesserung erreicht werden, ohne die Umsetzung einer umfassenden Verkehrserhebung abwarten zu müssen. Ziele des digitalen Parkleit- und Informationssystems Mit dem System sollen mehrere miteinander verbundene Ziele erreicht werden: • Der Parksuchverkehr soll frühzeitig zu vorhandenen Parkmöglichkeiten gelenkt werden. • Stark belastete Innenstadtachsen sollen dadurch entlastet werden. • Verkehrsteilnehmende sollen bereits an den Ortseingängen über aktuelle Ereignisse infor- miert werden, wie auf Großveranstaltungen (Pasqualini-Festival, Kunsthandwerkerinnen- Markt) sowie im Zusammenhang mit Baustellen. Parkraum frühzeitig sichtbar machen Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist die Lenkung des Parksuchverkehrs. Der motorisierte Individual- verkehr soll möglichst bereits an den Ortseingängen über vorhandene Parkmöglichkeiten infor- miert und gezielt dorthin geführt werden, anstatt zunächst in die Innenstadt und damit in stark be- lastete Straßen zu fahren. Über Sensoren kann die Belegung von Parkplätzen und Parkhäusern erfasst und nahezu in Echtzeit an eine zentrale Datenplattform übermittelt werden. Im ersten Umsetzungsschritt bietet sich insbesondere die Einbindung der beiden zentralen Park- häuser Galeria Julianum und Zitadelle an. Anzeigetafeln an den Ortseingängen An den Ortseingängen sollen größere digitale Anzeigetafeln eingesetzt werden. Diese erfüllen da- bei zwei Funktionen gleichzeitig. Aktuelle Informationen können den Verkehrsteilnehmenden be- reits vor der Einfahrt in die Innenstadt zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören beispiels- weise Hinweise auf • aktuelle Baustellensituationen • Umleitungen • Verkehrseinschränkungen und • größere Veranstaltungen Parkraumlenkung Gleichzeitig lenken die Tafeln die Verkehrsteilnehmenden gezielt zu den vorhandenen Parkhäu- sern und Parkplätzen. Damit entsteht an den Ortseingängen eine zentrale Informations- und Lenkungsfunktion: Ver- kehrsteilnehmende erhalten frühzeitig relevante Informationen und können ihre Weiterfahrt ent- sprechend anpassen. Parkleitsystem innerhalb der Innenstadt Ergänzend zu den großen Anzeigetafeln an den Ortseingängen sollen innerhalb der zentralen In- nenstadt kleinere digitale Parkleitschilder eingesetzt werden. Diese zeigen die verfügbaren Parkmöglichkeiten beziehungsweise deren aktuelle Belegung an und weisen den Weg zu den entsprechenden Parkhäusern und Parkplätzen. So entsteht eine durchgängige Führung: Information und erste Lenkung an den Ortseingängen, konkrete Wegweisung innerhalb der Innenstadt. Erweiterbare digitale Infrastruktur Der Nutzen der vorgesehenen Infrastruktur geht über das eigentliche Parkleitsystem hinaus. Die technische Grundlage kann perspektivisch genutzt werden, um weitere Verkehrsdaten zu er- fassen, auszuwerten und für zukünftige Maßnahmen der Verkehrslenkung und Mobilitätsplanung einzusetzen. Sitzungsvorlage 218/2026 Seite 2 Auch weitere kommunale Anwendungen, beispielsweise zur Unterstützung des Ordnungsamtes, sind grundsätzlich denkbar. Das System ist daher nicht als isolierte Einzelmaßnahme zu verstehen. Vielmehr kann mit dem Parkleit- und Informationssystem schrittweise eine digitale Infrastruktur für weitere kommunale Anwendungen aufgebaut werden. Kooperation mit den Stadtwerken Die Stadt Jülich bringt sich im Rahmen der Kooperation aktiv in die inhaltliche Ausgestaltung ein und stellt die für das System erforderlichen Inhalte und Informationen bereit. Die Stadtwerke übernehmen die technische Umsetzung, die erforderliche Infrastruktur sowie den Betrieb des Sys- tems. Die Stadt Jülich beteiligt sich als Kooperationspartner angemessen an den im Rahmen der Umsetzung und des laufenden Betriebs entstehenden Kosten. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (für Ausgaben/Investitionen mit einer Wertgrenze ab 25.000 € brutto): 1.Finanzielle Auswirkungen: ja nein Gesamtkosten: jährl. Folgekosten: jährl. Einnahmen: Haushaltsmittel stehen bereit: ja nein (siehe Beschlussentwurf) bei Produktsachkonto: (unter Berücksichtigung der Vorbelastungen) noch verfügbar: Erläuterungen zu Ziffer ______ 2.Der Personalrat ist zu beteiligen: ja nein Mitbestimmung Mitwirkung Anhörung Der Personalrat hat zugestimmt: ja nein Der Personalrat hat Bedenken erhoben: ja nein 3.Die Gleichstellungsbeauftragte ist zu beteiligen: ja nein Sie hat dem Beschlussentwurf gemäß § 5 Abs. 5 GO ja nein NW widersprochen: Sitzungsvorlage 218/2026 Seite 3

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