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Nachhaltige Neugestaltung von Plätzen

Sonstiges
TypSonstiges
GemeindeStadt Bochum
Datum2026-09-23
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Antwort der Verwaltung Nr.: 20262253 Status: öffentlich Datum: 26.08.2026 Verfasser/in: 61 4 (25 20) Fachbereich: Amt für Stadtplanung und Wohnen Bezeichnung der Vorlage: Nachhaltige Neugestaltung von Plätzen Bezug: Anfrage der CDU-Fraktion zur 6. Sitzung des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses am 08.07.2026 (TOP 5.4, Vorlage Nr. 20261889) Beratungsfolge: Gremien: Sitzungstermin: Zuständigkeit: Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss 23.09.2026 Kenntnisnahme Wortlaut: Die CDU-Fraktion hat zur Sitzung des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses am 08.07.2026 wie folgt angefragt: In den Jahren 2010-2011 ist der Buddenbergplatz hinter dem Hauptbahnhof mit Mitteln des Kon- junkturpakets II – also gefördert durch den Bund und das Land NRW - für 750.000 Euro neugestaltet worden. Von dieser seinerzeitigen Neugestaltung ist jedoch seit Jahren nicht mehr viel zu erkennen. Vor diesem Hintergrund fragt die CDU-Fraktion an: 1. Wie stellt die Verwaltung bei den jetzt fertiggestellten und den zukünftig anstehenden Platz-Neu- gestaltungen sicher, dass wir nicht nach 10 Jahren wieder einen Zustand haben, den alle für unzumutbar halten? 2. Welche Konzepte in der Verwaltung gibt es, um nach einer Neugestaltung, wie sie hier 2010/2011 stattgefunden hat, auch wirklich nachhaltig einen Platz so zu erhalten, dass er noch lebenswert ist? Die Verwaltung nimmt zu den einzelnen Fragen wie folgt Stellung: zu 1. Wie stellt die Verwaltung bei den jetzt fertiggestellten und den zukünftig anstehenden Platz- Neugestaltungen sicher, dass wir nicht nach 10 Jahren wieder einen Zustand haben, den alle für unzumutbar halten? Die Verwaltung verfolgt bei Um- und Neugestaltungen konzeptionell einen ausgleichenden Ansatz, der zwischen den Anforderungen an eine klimaresiliente Stadtentwicklung, multifunktionaler Aufent- Seite 1 von 2 haltsqualität und nachhaltiger Instandhaltung vermittelt. Für die Ausstattung bei laufenden Umge- staltungen in der Innenstadt wird ein einheitlicher Gestaltungsduktus verwendet, unter anderem mit robusten und ansprechenden, aber weitgehend standardisierten Möblierungselementen. Bei der Auswahl der Materialien wird auf ihre Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit geachtet. Dennoch ist so bei eventuellen Beschädigungen ein gleichwertiger Austausch möglich, ohne dass das plane- rische Gesamtkonzept beeinträchtigt wird. zu 2. Welche Konzepte in der Verwaltung gibt es, um nach einer Neugestaltung, wie sie hier 2010/2011 stattgefunden hat, auch wirklich nachhaltig einen Platz so zu erhalten, dass er noch lebenswert ist? Bei der Bewertung der Situation rund um den Buddenbergplatz ist zu berücksichtigen, dass in den Jahren 2010 und 2011 nur eine in ihrem Umfang deutlich reduzierte Umgestaltung realisiert wurde. In Anbetracht der auch damals schon angespannten finanziellen Haushaltslage konnten die ur- sprünglich vorgesehenen Aufwertungsmaßnahmen des Büros Krampe Reiter, Architekten und Ge- samtplaner aus Bochum nicht umgesetzt werden. Vorgesehen waren zunächst unter anderem eine sogenannte „Stadtloggia“ als attraktive, überdachte und beleuchtete Zuwegung zum Hauptbahnhof, Umhausungen der Treppenhäuser sowie eine hochwertige Oberflächengestaltung. Das ursprüngli- che Investitionsvolumen sah hierfür etwa 2,5 Millionen Euro vor. Nachdem die entsprechenden An- träge auf Städtebauförderung in den Jahren 2008 und 2009 in Zeiten der Haushaltssicherung nicht bewilligt wurden, sollten über die Mittel des Konjunkturpakets II zumindest die dringendsten Pro- bleme beseitigt werden. Daraufhin wurde im Konjunkturpaket II, welches im Jahr 2009 als Programm in Folge der Wirt- schaftskrise aufgelegt wurde, die Sanierung der maroden Oberflächen und die Beseitigung der be- schädigten Hochbeete veranlasst. Mit diesen Bausteinen konnte damals eine bessere Marktauftei- lung, eine leichtere Reinigung und die Beseitigung einer wesentlichen Ursache der seinerzeitigen Rattenproblematik erzielt werden. Darüber hinaus wurden auf Teilbereichen die mittig in der Ferdi- nandstraße liegenden, stillgelegten Straßenbahngleise zugunsten von PKW-Stellplätzen umgenutzt. Eine über diese Provisorien hinausgehende Umgestaltung gehörte jedoch nicht zum Leistungsum- fang der damaligen Maßnahmen. Die heute unbefriedigende Situation vor Ort ist durchaus auf die seinerzeit finanziell bedingte Umsetzung einer reinen Oberflächensanierung und dem Fehlen des Gesamtentwurfes zur Umgestaltung des Buddenbergplatzes zurückzuführen. Die Verwaltung verfolgt bei ihren jüngeren Neubau- oder Umgestaltungsplanungen eine enge Ver- zahnung zwischen der Planungs- und Unterhaltungsabteilung. So ist beispielsweise bei der Auswahl der Bepflanzung nicht mehr der ästhetische Aspekt, sondern der mittel- und langfristige Pflegeauf- wand ein wichtiges Entscheidungskriterium. Damit soll insbesondere die langfristige Instandhaltung berücksichtigt und monetarisiert werden können. In Anbetracht der eingeschränkten Haushaltsmittel betont die Verwaltung zum Wohle einer nachhaltigen Pflege der öffentlichen Platz- und Grünflächen dennoch die notwendige Bereitstellung auskömmlicher Finanzmittel für die Unterhaltung. Antwort der Verwaltung 20262253 Seite 2 von 2

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