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Pauschale Erstattung von Aufwendungen im Bereich Kinderbetreuung / Pflege Angehöriger Antrag von Ratsfrau Marlene Langholz-Kaiser, Ratsfrau Maria Wappler und Ratsfrau Michaela Blumenberg
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Flensburg |
| Datum | 2026-09-22 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Flensburg Flensburg, 24.06.2026
Ansprechpartner sind die
Ratsfrau Marlene Langholz-Kaiser,
genannten Ratsmitglieder
Ratsfrau Maria Wappler und
Ratsfrau Michaela Blumenberg
HA-44/2026
- öffentlich -
Beschlussvorlage Ratsmitglied
Gremium Termin Beratungsaktion
Hauptausschuss 25.08.2026 beschließend
Hauptausschuss 22.09.2026 beschließend
Pauschale Erstattung von Aufwendungen im Bereich Kinderbetreuung / Pflege Angehöriger
Antrag von Ratsfrau Marlene Langholz-Kaiser, Ratsfrau Maria Wappler und Ratsfrau Micha-
ela Blumenberg
Antrag:
Die Verwaltung wird beauftragt, das Verfahren für die Erstattung von Kinderbetreuungskosten für
kommunalpolitisch aktive Eltern und Angehörige so anzupassen, dass bürokratische Hürden abge-
baut und eine Inanspruchnahme gewährleistet wird. Dabei soll insbesondere folgende Umsetzungs-
option geprüft und in Hinblick auf ihre Kosten und organisatorische Umsetzbarkeit bewertet werden:
Pauschale für kommunalpolitisch aktive Eltern & Pflegende: Auszahlung einer zusätzlichen
Pauschale für Kinderbetreuungs- bzw. Pflegekosten, die ergänzend zur Aufwandsentschädigung
bzw. zum Sitzungsgeld (während der Ratsversammlung und der Ausschuss-Sitzungen) gewährt
wird. Kommunalpolitiker*innen können angeben, ob sie mindestens ein Kind bis zu 12 Jahren haben
bzw., ob sie eine*n Angehörige*n pflegen. Entsprechend der Ausschüsse, an denen sie teilnehmen,
wird pro Ausschuss eine angemessene Pauschale gezahlt, mit der die Betreuung finanziert werden
kann. Ratsmitglieder bekommen einen Festbetrag. Eine Nachweispflicht, wie und in welcher Höhe
die Mittel eingesetzt werden, entfällt. Die Pauschale wird für Kinder bis zu 12 Jahren gezahlt, bei
besonderen Bedürfnissen auf Antrag auch länger. Bei zu pflegenden Angehörigen gilt die Pauschale
ab Pflegestufe 2. Die tatsächliche Übernahme von Betreuungs-, Sorge- oder Pflegeverantwortung
ist durch eine schriftliche Erklärung der antragstellenden Person glaubhaft zu machen. Das Konzept
soll dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden.
Begründung:
Kommunalpolitiker*innen mit Sorgeverantwortung haben das Recht auf die Erstattung von Aufwen-
dungen. Das aktuelle Verfahren ist bürokratisch stark überfrachtet und wird daher bisher nicht in
Anspruch genommen. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und politischem Ehrenamt ist eine we-
sentliche Voraussetzung, um eine vielfältige politische Teilhabe sicherzustellen. Gerade für Eltern
kleiner Kinder stellt die Teilnahme an abendlichen Rats- und Ausschusssitzungen eine besondere
Herausforderung dar. Ohne verlässliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten können kommunalpoliti-
sche Mandate nicht gleichberechtigt wahrgenommen werden, dies betrifft noch immer überwie-
gend weibliche Mitglieder der Kommunalpolitik. Der Frauenanteil in der Flensburger Kommunalpo-
litik beträgt rund 36 Prozent (in der Ratsversammlung 33 Prozent). Da Frauen nach wie vor einen
großen Teil der Sorgearbeit übernehmen, ist davon auszugehen, dass dies einen Grund für das
geringere Engagement darstellt.
Das FLINTA-Kommunalpolitiker*innen Netzwerk ist davon überzeugt, dass eine funktionierende fi-
nanzielle Entlastung bei Betreuungskosten dazu beiträgt, Hürden für kommunalpolitisches Enga-
gement abzubauen und die Repräsentanz unterschiedlicher Lebensrealitäten in der Kommunalpo-
litik zu stärken. Mit der Einführung von Pauschalzahlungen wird ein niedrigschwelliger Lösungsan-
satz verfolgt, der die Entbürokratisierung voranbringt den unterschiedlichen Bedürfnissen der Rats-
mitglieder gerecht werden kann.
Global-/Teilziel der Flensburg-Strategie: /
Alternativen: /
Beteiligung: /
Gleichstellung: Von geschlechtsspezifischer Gewalt sind Frauen besonders stark betroffen. Frau-
enhäuser verhindern keine Gewalt, sondern dienen dem akuten Schutz von Leib und Leben der
Frauen und ihrer Kinder.
Zeitpunkt der Umsetzung: /
Beschlusskontrolle: /
Berichterstattung: Marlene Langholz-Kaiser
Marlene Langholz-Kaiser Michaela Blumenberg Ma-
ria Wappler
Ratsfrau Ratsfrau Ratsfrau
Anlage(n):
- keine
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