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Integriertes Innenstadtverkehrskonzept für Bremen
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Bremen |
| Datum | 2026-09-22 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Landtag der Freien Hansestadt Bremen
Haus der Bürgerschaft | Am Markt 20 | 28195 Bremen
Stadtbürgerschaft Drucksache 21/573 S
21. Wahlperiode
8. Juli 2025
Antrag der Fraktion der CDU
Integriertes Innenstadtverkehrskonzept für Bremen
Die Bremer Innenstadt steht vor erheblichen verkehrlichen und stadtentwicklungs-
technischen Herausforderungen. Jahrelange Maßnahmen zur Reduzierung des Auto-
verkehrs haben nicht zu den gewünschten Verbesserungen geführt. Wichtige
Infrastrukturprojekte, wie die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen, allen voran die
Domsheide, oder die Schaffung sicherer Radwege, sind bislang unzureichend umgesetzt.
Die aktuelle Situation, insbesondere die Sperrung der Bürgermeister-Smidt-Brücke für den
Straßenbahnverkehr und die unzureichende Nutzbarkeit der Wilhelm-Kaisen-Brücke, führt
zu erheblichen Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer. Zudem steht der Wegfall des
Parkhauses Mitte bevor, ohne dass adäquate Kompensationsmaßnahmen in Sicht sind.
Ein integriertes Innenstadtverkehrskonzept ist daher dringend erforderlich, um die
verschiedenen Verkehrsarten gleichberechtigt zu berücksichtigen und die Erreichbarkeit
sowie Aufenthaltsqualität der Innenstadt nachhaltig zu verbessern.
Beschlussempfehlung:
Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:
Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf,
1. ein integriertes Innenstadtverkehrskonzept zu erarbeiten und bis spätestens Mitte
2026 vorzulegen, das sowohl kurzfristige Anforderungen während der Brückenbau-
und Sanierungsphasen als auch langfristige Perspektiven nach Ab-schluss der
Maßnahmen berücksichtigt. Dieses Konzept soll eine pragmatische und
gleichberechtigte Organisation aller Verkehrsarten in der Bremer Innenstadt
ermöglichen und dabei insbesondere folgende Aspekte beinhalten:
• die komfortable, sichere, klimafreundliche und kostengünstige Erreich-barkeit der
Innenstadt mit Auto, Fahrrad, ÖPNV, E-Scooter und zu Fuß,
• ein realistisches Maßnahmenpaket mit verbindlichem Zeitplan und konkreten
Umsetzungsschritten,
• die klare Priorisierung von Investitionen in funktionale und barrierefreie
Verkehrsinfrastruktur;
2. bei der Erarbeitung des Konzeptes die Gestaltung der zentralen Verkehrsachsen
und -knotenpunkte – insbesondere die Bürgermeister-Smidt-Brücke, die Brill-
Kreuzung und die Bürgermeister-Smidt-Straße – gemeinsam zu betrachten und
planerisch zu integrieren, mit dem Ziel, eine durchgehende Verkehrsführung zu
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ermöglichen und die Verbindung zwischen Obernstraße und Faulenquartier zu
schaffen;
3. die Entwicklung kompensatorischer Maßnahmen für den Wegfall des Parkhauses
Mitte frühzeitig zu planen, insbesondere durch:
• Schaffung alternativer Parkmöglichkeiten im Umfeld,
• gleichzeitige Stärkung des ÖPNV-Angebots und Verbesserung der Zugänglichkeit per
Fahrrad und zu Fuß,
• Einrichtung moderner Mobilitätsstationen (z. B. mit Sharing-Angeboten und E-
Ladeinfrastruktur);
4. die Einrichtung sicherer, durchgehender und intuitiv geführter Radverkehrsanlagen
in der gesamten Innenstadt prioritär zu behandeln, unter anderem durch:
• Anbindung der bestehenden und geplanten Radpremiumrouten an zentrale
Innenstadtachsen,
• den zügigen Bau neuer Fahrradabstellflächen und Fahrradparkhäuser,
• die Prüfung und zeitnahe Realisierung einer Weserquerung für den Radverkehr (z. B.
Fahrradbrücke);
5. die barrierefreie Umgestaltung zentraler Haltestellen und Fußwege in der
Innenstadt konsequent voranzutreiben, insbesondere an der Martinistraße,
Domsheide und am Domshof, sowie die Abstimmung mit Behindertenverbänden
verbindlich sicherzustellen;
6. halbjährlich der städtischen Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung über
den Planungsstand, die Umsetzungsschritte sowie die Finanzierungsperspektiven
des Innenstadtverkehrskonzepts zu berichten, einschließlich des Um-gangs mit
aktuellen Verkehrsproblemen sowie mit geplanten Fördermittelanträgen.
Michael Jonitz, Dr. Wiebke Winter und Fraktion der CDU
Anlage(n):
- keine
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