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Quartalsbericht II/2026
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Bad Driburg |
| Datum | 2026-09-23 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Bad Driburg 0142-2026
Eigenbetrieb Abwasserwerk der Stadt Bad
Driburg
Beratungsvorlage (öffentlich)
zur Sitzung
Betriebsausschuss 23.09.2026
Quartalsbericht II/2026
finanzielle Auswirkungen: ☐ ja ☒ nein
Mittelbereitstellung erfolgt: ☐ planmäßig ☐ überplanmäßig ☐ außerplanmäßig
Quartalsbericht über die Abwicklung des Erfolgs- und Vermögensplanes zum
30.06.2026
A) Erfolgsplan zum 30.06.2026:
1.) Umsatzerlöse:
Erlöse aus der Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Abwassermengen der letzten fünf Jahre.
Abwassermenge
Jahr
in m3
2021 999.523
2022 1.017.414
2023 999.359
2024 1.024.295
2025 1.012.713
5 J. Ø 1.010.661
Wirtschaftsplanansatz für Schmutzwasser:
Wird der Fünfjahresdurchschnitt (s. Tabelle) als Referenzwert zu Grunde gelegt,
zeichnet sich eine Unterschreitung des Wirtschaftsplanansatz für 2026 (1.019000
m³) ab. Die tatsächliche Abwassermenge steht jedoch erst nach der
Zählerablesung am Jahresende fest, da sie stark von Witterungs- und
Umwelteinflüssen beeinflusst wird.
Wirtschaftsplanansatz für Niederschlagswasser:
Die Gesamtentwässerungsfläche (inklusive Straßenflächen) bildete zum
Jahresende 2025 mit 2.723.295 m² die Basis für die Niederschlagswassergebühr.
Durch die Erschließung neuer Baugebiete im Jahr 2026 wird sich diese Fläche
weiter vergrößern. Nach aktuellem Kenntnisstand ist daher davon auszugehen,
dass der diesjährige Wirtschaftsplanansatz überschritten wird.
- 2 -
2.) Materialaufwand
A) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren:
In diesem Bereich belaufen sich die Aufwendungen zum 30.06.2026 auf rund
163.000 €. Der größte Anteil der Aufwendungen entfällt mit rund 105.000 € auf die
Stromversorgung für die zentralen und dezentralen
Abwasserbeseitigungsanlagen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Grundlage der Vorjahreswerte zeichnet
sich ab, dass der Ansatz für die Stromversorgung zum Jahresende unterschritten
wird.
Weiterhin sind Aufwendungen für Flockungs- und Fällmittel von rund 13.000 €,
für Labormaterial von rund 5.000 € und für den Materialverbrauch der Kläranlage
und Pumpwerke von rund 22.000 € entstanden.
B) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich zum 30.06.2026 auf
rund 250.000 €. Ein wesentlicher Teil dieser Aufwendungen entfällt mit rund
70.000 € auf die Klärschlammentsorgung.
Für Fremdleistungen (unter anderem Reparatur- und Wartungsleistungen) an
den technischen Einrichtungen der Kläranlage Herste und den Pumpenanlagen
sind bisher Aufwendungen von rund 90.000 € entstanden.
Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich des Kanalnetzes (Sanierungen)
verursachten Aufwendungen von rund 20.000 €. Für die Durchführung der
SüwVO Abw fielen bisher Kosten von rund 12.000 € an.
Die verbleidenden 58.000 € entfallen im Wesentlichen auf die Kostenerstattung
an die Stadt Nieheim für die Abwasserentsorgung der Ortschaften Langeland und
Erpentrup (rd. 25.000 €), auf die Unterhaltung des Fuhrparkes (rund 9.000 €), auf
allgemeine Ingenieurleistungen (rund 10.000 €) sowie auf sonstige bezogene
Leistungen (rund 14.000 €).
Nach derzeitigem Kenntnisstand wird der Ansatz für den Materialaufwand zum
Jahresende nicht überschritten.
4.) Personalaufwand
Der im Wirtschaftsplan gewählte Ansatz des Personalaufwandes i. H. v. 846.000 €
basiert auf dem vom Personalamt zur Verfügung gestellten Datenmaterial und
wird voraussichtlich eingehalten.
- 3 -
5. sonstige betriebliche Aufwendungen:
Bis zum 30.06.2026 sind sonstige betriebliche Aufwendungen i. H. v. rd. 57.000 €
entstanden. Diese umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Büromiete,
Versicherungen, allgemeine Ingenieurleistungen und Aufwendungen für Reise-
und Lehrgangskosten.
Den größten Anteil an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bildet die
Abwasserabgabe. Der endgültige Bescheid über die Höhe der zu zahlenden
Abwasserabgabe liegt dem Abwasserwerk Mitte 2027 vor. Werden die
vorgegebenen einleitenden Abwassermengen zum Jahresende nicht
überschritten, so wird der Wirtschaftsplanansatz eingehalten.
Fazit
Nach derzeitigem Kenntnisstand wird das im Wirtschaftsplan angesetzte
Jahresergebnis voraussichtlich erreicht. Dessen genaue Höhe – und damit die
finale Gewinnabführung an die Stadt Bad Driburg – steht erst nach der
Durchführung der Gebührennachkalkulation sowie der Erstellung des
Jahresabschlusses Mitte 2027 fest.
B) Vermögensplan zum 30.06.2026:
Im investiven Bereich sind bis zum 30.06.2026 Ausgaben von rund 3.127.000 €
angefallen. Diese setzen sich im Wesentlichen aus den nachfolgenden Positionen
zusammen:
a) Kläranlage und Sonderbauwerke
• Rund 2.600.000 € für die Errichtung der 4. Reinigungsstufe. Darin enthalten
sind Kosten für die Errichtung der Filteranlage, den Rohbau des MID-
Schachtes, die Notstrom Netzersatzanlage, den Neubau der
Schlammlagerhalle, die Erneuerung der Mittelspannungszentrale und die in
diesem Zusammenhang anfallenden Ingenieurkosten.
• Rund 308.000 € für die technische Gebläsestation.
b) Regenrückhaltebecken/Regenklärbecken
• Rund 4.000 € für die Vermessung des Grundstückes des RRB
Langeland/Rehberg.
c) Kanalneubau/Kanalerneuerung
• Rund 187.000 € für die Kanalsanierungsmaßnahme in der Gehard-Löddige-
Straße in Pömbsen.
• Rund 11.000 € für geschlossene Kanalsanierungsmaßnahmen.
• Rund 8.000 € für Maßnahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK).
d) Sonstiges
• Rund 9.000 € für die Herstellung von Kanalhausanschlussleitungen.
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Fazit:
• Nach aktuellem Kenntnisstand wird das geplante Investitionsvolumen für
das Jahr 2026 nicht vollständig ausgeschöpft. Die Planungs- und
Genehmigungsphasen für einzelne Baumaßnahmen erweisen sich als
zeitintensiver als angenommen, sodass diese Projekte in das Wirtschaftsjahr
2027 verschoben werden müssen.
Beschlussvorschlag:
Bad Driburg, 03.09.2026
Der Bürgermeister
i. A.
Sebastian Menne
Betriebsleiter
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