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Radroutennetz Dorsten 2026
Sonstiges
| Typ | Sonstiges |
| Gemeinde | Dorsten |
| Datum | 2026-09-22 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Dorsten, 29.01.2026
Drucksache Nr. 447/25
Aktenzeichen
61-21-19 Beschlussvorlage
4951 schw
beschließend Umwelt- und Planungsausschuss Öffentliche Sitzung
zur Kenntnis Bauausschuss Öffentliche Sitzung
Radroutennetz Dorsten 2026
Beschlussvorschlag
1. Das vorgelegte Radroutennetz Dorsten 2026 wird als Grundlage für die weitere Radver-
kehrsplanung in Dorsten beschlossen.
Sachverhalt:
Im Jahr 2024 wurde der Mobilitätsentwicklungsplan (MEP) Dorsten vom Stadtrat beschlossen.
Das zentrale Ziel dieses Konzeptes ist die Entwicklung einer gleichberechtigten und zukunfts-
orientierten Verkehrsplanung für alle Verkehrsarten. Dabei werden sowohl die gültigen Regel-
werke und Richtlinien als auch die bestehende Stadtstruktur berücksichtigt. Ein besonderer
Schwerpunkt des MEP liegt auf der Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Dorsten. Der An-
teil des nicht-motorisierten Verkehrs soll nicht nur stabil bei rund 33 % gehalten, sondern
kontinuierlich gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im Rahmen des MEP
konkrete operative Ziele formuliert. Dazu zählen insbesondere die „Schaffung und Unterhal-
tung eines sicheren und schnellen Radwegenetzes zwischen den Stadtteilen“ (FR1), die
„Schaffung von sicheren, schnellen und teilweise bevorrechtigten Radwegen auf der Nord-
Süd-Achse“ (FR2) sowie die „Erarbeitung eines gesamtstädtischen Radverkehrskonzeptes“
(FR4).
Die Verwaltung hat daraufhin sämtliche aktuell bestehenden Radrouten, sowohl kommunale
als auch interkommunale, im Stadtgebiet Dorsten zusammengefasst und digitalisiert. Zusätz-
lich wurde das sich derzeit in Aufstellung befindliche kreisweite Radwegenetz des Kreises
Recklinghausen integriert. Auf Grundlage der digitalisierten Radrouten und basierend auf Vor-
überlegungen zur Verknüpfung von Quell- und Zielgebieten des Radverkehrs wurde in mehre-
ren Workshops mit dem Dorstener Ortsverband des allgemeinen deutschen Fahrrad-Clubs
(ADFC) die wichtigsten Hauptrouten identifiziert. Diese Hauptrouten decken sowohl den all-
täglichen Radverkehr als auch Teilstrecken touristischer Fahrradrouten ab und bilden das Rad-
routennetz Dorsten 2026 (s. Anlage 1).
Das zur Beschlussfassung vorliegende Radroutennetz Dorsten 2026 zeigt kommunale Rad-
hauptwegeverbindungen, die über getrennte Radwege, gemeinsame Geh- Radwege, selbst-
ständige Radwege, Fahrradstraßen oder Wirtschaftswege führen. Insbesondere außerhalb
Von der Entscheidung betroffene/r Stadtteil/e:
Altendorf-Ulfkotte Altstadt Holsterhausen Lembeck
Hardt Feldmark Deuten Wulfen/Barkenberg
Östrich Hervest Rhade X - alle -
- 2 -
geschlossener Ortschaften verläuft das Hauptroutennetz über Wirtschaftswege. Unter Maß-
gabe der Nutzungsansprüche und Regelungen an Wirtschaftswege, können Flächen von Wirt-
schaftswege für den Fahrradverkehr mitgenutzt werden.
Zudem zeigt das Routennetz geplante Ausbaustrecken für kommunale und interkommunale
Radwegeverbindungen. Ausgebaute Routen sind als durchgezogene Linien, Netzlücken als ge-
strichelte Linien dargestellt. Besonders hervorzuheben ist, dass die im MEP identifizierten
Netzlücken zwischen den Stadtteilen Deuten mit Wulfen sowie die Stadtteilverbindung Alten-
dorf- Ulfkotte nach Marl, Feldmark nach Feldhausen, Hervest nach Haltern, Wulfen nach Marl
und Lembeck nach Klein Reken, die im vorliegenden Radroutennetz Dorsten 2026 aufgenom-
men wurden.
Die Karte dient der Verwaltung als Arbeitsgrundlage, um bestehende Netzlücken zu identifizie-
ren und gezielt, bei personeller und finanzieller Kapazität, den Ausbau der Netzlücken in ei-
nem Ausbauprogramm zu schließen. Bei Netzlücken, die nicht in der Baulast der Stadt
Dorsten liegen, sind Gespräche mit dem Ziel der Bauumsetzung mit dem jeweiligen Baulast-
träger zu führen.
Um gleichzeitig die gesamtstädtische Radwegeinfrastruktur und das Radwegenetz langfristig
und zielführend auszubauen, wird der Erhalt der Wege auf den Hauptrouten nicht außer Acht
gelassen. Die Verwaltung ist angehalten, um die Verkehrssicherheit des Radwegenetzes si-
cherzustellen, den Zustand der Hauptrouten regelmäßig im Rahmen der allgemeinen Stre-
ckenkontrolle zu erfassen und frühzeitig Schäden dem zuständigen Baulastträger für notwen-
dige Reparatur- und Wartungsarbeiten zu melden. Die aktuell gültige Straßenreinigungs- und
Gebührensatzung bleibt unberührt.
Das Radroutennetz Dorsten 2026 stellt somit eine zentrale Grundlage für die zukünftige Rad-
verkehrsplanung dar. Es bildet die strategische Basis, um die Ziele des MEP umzusetzen, die
Mobilität in Dorsten nachhaltig zu verbessern und den Anteil des nicht- motorisierten Verkehrs
weiter zu erhöhen. Die regelmäßige Anpassung des Netzes an neue Entwicklungen, wie
Wohn- und Baugebiete oder Erholungsräume, gewährleistet die Aktualität und Zukunftsfähig-
keit der Radverkehrsinfrastruktur in Dorsten.
Demographische Auswirkungen
Die Umsetzung des Radroutennetzes Dorsten 2026 kann positive demographische Effekte ha-
ben, indem sie die Stadt für verschiedene Bevölkerungsgruppen attraktiver macht, die Ge-
sundheit und Lebensqualität fördert und die soziale Teilhabe verbessert. Langfristig kann dies
zu einer ausgewogeneren Altersstruktur, einer höheren Einwohnerzahl und einer stärkeren
Bindung der Bevölkerung an die Stadt führen.
i.V.
Holger Lohse
Technischer Beigeordneter
Text aus PDF extrahiert