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Vorstellung der Musikschule der Stadt Gronau
Sonstiges
| Typ | Sonstiges |
| Gemeinde | Stadt Gronau |
| Datum | 2026-09-22 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Gronau (Westf.) Kenntnisnahme
Vorstandsbereich: 3 Fachdienst: 340 Datum: 03.09.2026
Vorlagen-Nr.: 453/2026 gez.: Raible /
Beraten im öffentlichen Teil
Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur Sitzung am 22.09.2026 TOP 8.
Mitzeichnungen:
Kämmerer VB 4 VB 3 VB 1/2
gez. Eising gez. Groß- i.V.: gez. von gez. von
Holtick Borczyskowski Borczyskowski
Der Bürgermeister
gez. von Borczyskowski
Vorstellung der Musikschule der Stadt Gronau
Der Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur nimmt die Vorstellung der Musikschule der Stadt
Gronau zur Kenntnis.
1. Rechtsgrundlage/ n:
Zuständig für die Entscheidung:
☐ Bürgermeister ☒ Fachausschuss
☐ Haupt- und Finanzausschuss ☐ Rat
2. Finanzielle Auswirkungen:
☒ Keine
☐ Ertrag / Einzahlung, Höhe:
☐ Aufwand / Auszahlung
☐ investiv, Höhe:
☐ konsumtiv, Höhe:
☐ jährliche Folgekosten, Höhe:
☐ Mittel im Haushalt veranschlagt, Produkt:
ODER
☐ Mittel stehen i.R.d. Budgetdeckung bereit.
ODER
☐ über-/außerplanmäßige Mittelbereitstellung.
☐ Sonstiges:
Auf Fördermöglichkeiten geprüft? ☐ Ja
☐ Nein
ggf. Erläuterungen:
3. Klimaauswirkungen:
2
☐ positiv ☐ negativ ☐ Keine
Erläuterungen der Klimaauswirkungen:
Nicht erforderlich.raibke
4. Sachdarstellung:
Mit Beschluss des Rates vom 25.06.1965 wurde die Musikschule der Stadt Gronau als
„Jugendmusikschule“ im Sinne der Landesrichtlinien gegründet.
Musikschulen sind i.d.R. öffentliche Einrichtungen der musikalischen Bildung für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene, sie erfüllen einen öffentlichen Bildungsauftrag.
Für Musikschulen im Verband der Musikschulen, dem auch die Musikschule der Stadt
Gronau angehört gelten verbindliche Rahmenlehrpläne und ein Strukturplan, der das
verbindlich pädagogische Konzept, den organisatorischen Aufbau und die
Qualitätsstandards einer öffentlichen Musikschule beschreibt.
Der Strukturplan beinhaltet im Wesentlichen folgende Kernbereiche:
1. Das vierstufige Unterrichtssystem
Das Ausbildungsangebot gliedert sich in aufeinander aufbauende Phasen:
• Elementarstufe – Grundstufe
Musikalische Früherziehung für die jüngste Altersgruppe, die als Basis für den
späteren Unterricht dient.
• Unterstufe
Beginn des Instrumental- oder Vokalunterrichts im Gruppen- oder
Einzelunterricht.
• Mittelstufe
Vertiefung der Fähigkeiten sowie die Möglichkeit zum Einstieg in die
studienvorbereitende Ausbildung.
• Oberstufe
Förderung von Schülern:innen mit besonderer Begabung im intensiven
Einzelunterricht und anspruchsvollen Ensembles.
2. Die Verknüpfung von Haupt-und Ergänzungsfächern
• Instrumental- und Vokalunterricht: Einzel-, Gruppen- oder Klassenunterricht in
sämtlichen klassischen und modernen Musikstilen.
• Ensemblefächer: Ein zentrales Merkmal ist die Verpflichtung oder intensive
Möglichkeit, neben dem Hauptfach in Chören, Orchestern, Bands oder
Ensembles gemeinsam zu musizieren.
• Ergänzungsfächer: Theoretische Begleitangebote wie Musiklehre,
Gehörbildung, Komposition oder Musiktheorie
3. Gesellschaftlicher und kommunaler Auftrag
• Bildungseinrichtung für alle: Der Plan definiert Musikschulen als zugangsoffene
Orte für alle Altersstufen, Generationen und sozialen Schichten.
• Inklusion und Integration: Fester Bestandteil ist die pädagogische Arbeit mit
Menschen mit Behinderung sowie Integrations- und Diversitätskonzepte.
• Vernetzung: Richtlinien für die Kooperation mit Kindertagesstätten,
allgemeinbildenden Schulen (z. B. Bläserklassen, Ganztagsangebote) und
Vereinen.
4. Qualitätssicherung und Lehrpläne
3
• Rahmenlehrpläne: Der Strukturplan liefert das Fundament für die spezifischen
VdM-Rahmenlehrpläne aller Instrumente und Fächer, wodurch Lernziele und
Inhalte bundesweit vergleichbar bleiben.
• Qualifiziertes Personal: Vorgabe, dass der Unterricht durch staatlich geprüfte
oder akademisch ausgebildete Fachlehrkräfte erteilt werden muss.
In der Musikschule Gronau gibt es aktuell 15 fest angestellte Mitarbeitende, die 9,387 VZÄ
entsprechen, enthalten darin sind 1,529 VZÄ für Verwaltungsaufgaben.
Hinzu kommen 12 Honorarkräfte, die 3,05 VZÄ entsprechen.
Im Rahmen der Musikschuloffensive wird eine VZÄ zu ca. 33 % bezogen auf die Kosten
eines Arbeitsplatzes lt. KGSt gefördert. Die Förderung belief sich für 2025 auf 32.418 €, für
2026 erfolgte die Förderung in gleicher Höhe. Durch den öffentlich-rechtlich geschlossen
Zuwendungsvertrag zur Musikschuloffensive Nordrhein-Westfalen mit dem Land Nordrhein-
Westfalen erfolgt die Förderung auch in 2027 und ff..
Bei der Musikschuloffensive handelt es sich um eine seit 2021 laufende Qualitäts- und
Strukturoffensive des Landes Nordrhein-Westfalen zur langfristigen Sicherung der
musikalischen Bildung. Sie stelle ein dauerhaftes Förderprogramm dar, das die kommunal
getragenen, öffentlichen Musikschulen finanziell und struktuell stärkt.
Zusätzliche Fördermittel werden aus dem „Jedem Kind Instrumente,Tanzen und Singen“
(JeKits) generiert, in 2025 belief sich die Förderhöhe auf insgesamt 34.568,78 €.
Hierbei handelt es sich im ein kulturelles Bildungsprogramm in NRW, auf das sich die
Grundschulen über die Musikschule bewerben können. Im Jahr 2025 nahmen 2
Grundschulen an dem Programm teil. Lehrkräfte der Musikschule gehen in die Grundschule
und unterrichten dort.
Anzahl Musikschüler:innen
2022 2023 2024 2025
Anzahl
Schüler:innen 1.181 1.231 1.486 1.356
davon unter 21
Jahre 973 1.027 1.311 1.184
prozent. Anteil 82,39% 83% 88% 87%
Der größte Anteil der Musikschüler:innen sind Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren.
Der/die jüngste Schüler:in ist 1,5 Jahre alt, der/die älteste Schüler:in ist 85 Jahre alt.
Aktuelle Bildungsangebote und Projekte:
• Musikalische Früherziehung für Kinder zwischen 1 – 6 Jahren
• Orientierungsstufe
• Instrumentalunterricht
• Gesang, klassisch sowie Pop/Jazz
• Ensemble- und Ergänzungsfächer
• Angebote für Teilnehmende ab 55 Jahren
• Musiktherapie
• Inklusionschor für Menschen mit Behinderung
• Schulorchester
4
• Rock & Pop Akademie
• Unterschiedliche Projekte (Musicals, Rock & Pop Camps)
• D1, D2, D3 – Lehrgänge Volksmusiker Bund
• Vorbereitungen für „Jugend musiziert“
Kooperationen
• Mitglied im Verband Deutsche Musikschulen
• JeKits
• Jugend musiziert
• Kulturbüro Gronau GmbH
• Rock’n’Pop Museum
• Wittekindshof
• Grundschulen und weiterführende Schulen sowie Kitas
• Deutsche und niederländische Musikvereine
• Volksmusiker Bund (Abnahme aller Prüfungen vor Ort)
• Musikschule Losser
• Seniorenheime
Die Bildungsangebote, Projekte und Koperationen werden in der Sitzung im Rahmen einer
Präsentation vorgestellt.
Die Musikschule Gronau hat sich seit ihrer Gründung als fester Bestandteil des
gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Stadt Gronau etabliert.
5. Alternativen:
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