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Bauleitplanung „Hoherainstraße - Schreinersgarten“ Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) zur Änderung des Flächennutzungsplans (FNP)
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Stadt Gladenbach |
| Datum | 2026-09-23 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
STADT GLADENBACH Gladenbach, den 27.08.2026
FD Bauverwaltung
Az.: Vorlage Nr. VL-198/2026
BESCHLUSSVORLAGE
- öffentlich -
Beratungsfolge Termin TOP Nr.
Magistrat der Stadt Gladenbach 31.08.2026
Bauausschuss 16.09.2026
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gladenbach 23.09.2026
Betreff:
Bauleitplanung „Hoherainstraße - Schreinersgarten“
Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) zur Änderung des Flächen-
nutzungsplans (FNP)
Erläuterung und Begründung:
Planungsanlass und -erfordernis:
Der Bebauungsplan Nr. 7 der Stadt Gladenbach (i.d.F. der 2. Änderung), rechtskräftig seit
29.01.1983, wurde aufgestellt, um ein langgestrecktes Band als „Sondergebiet – Kurgebiet“ mit öf-
fentlichen Grünflächen, Parkanlage sowie öffentlichen Parkplätzen am nördlichen Siedlungsrand
der Kernstadt, beginnend westlich der Bundesstraße 453 bis zur Ecke Hainstraße / Karl-Wald-
schmidt-Straße festzusetzen.
Im westlichen Teil des Plangebietes, zwischen den Straßen Am Hainpark und der Karl-Wald-
schmidt-Straße, wurde bereits, abweichend von der ursprünglichen Zielausrichtung, eine Wohnbe-
bauung umgesetzt. Ebenso die westliche Straßenrandbebauung im nördlichen Abschnitt der Ho-
herainstraße. Darüber hinaus sind große Teile des Sondergebietes zwischen den Straßen Am
Hainpark, Hoherainstraße und der Bundesstraße 453 noch unbebaut.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass nach 43 Jahren, seit Rechtskraft des Bebauungs-
plans, die ehemals festgesetzte städtebauliche Zielausrichtung als Kur- und Erholungsgebiet über-
wiegend nicht zur Umsetzung gelangt ist und aktuell hierfür auch kein Bedarf besteht.
Daher soll nun ein rd. 5,2 ha großer Bereich zwischen Hoherainstraße und Bundesstraße für die
Inanspruchnahme zu Siedlungszwecken planerisch vorbereitet werden. Das Plangebiet ist auf-
grund seiner Lage an ausgebauten Erschließungsstraßen und der direkten Nachbarschaft zum
Siedlungsrand hierfür besonders geeignet.
Die Erforderlichkeit der Planung ist in der anhaltend hohen Nachfrage nach Baugrundstücken in
der Kernstadt und dem aktuell nicht vorhandenen Angebot an Baugrundstücken die in städtischer
Verfügungsgewalt befinden begründet. Darüber hinaus ist festzustellen, dass ein bereits seit eini-
gen Jahren in Aufstellung befindliches Baugebiet im Südosten der Kernstadt aufgrund vorhande-
ner biotop- und artenschutzrechtlicher Aufgabenstellungen in absehbarer Zeit nicht zur Realisie-
rung gelangen wird.
Aufgrund der östlich angrenzend verlaufenden Bundesstraße 453 wurde zur Klärung der Verein-
barkeit der geplanten neuen Gebietsausrichtung mit immissionsschutzrechtlichen Vorgaben ein
Lärmgutachten beauftragt.
Auf Basis der Ergebnisse dieses Gutachtens erfolgt, sofern erforderlich, die gebietsinterne Fein-
gliederung, z.B.:
• durch Gebietsstaffelung (allgemeines Wohngebiet, Mischgebiet)
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• durch Festsetzung aktiver Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzwall entlang der Bundes-
straße) und/oder
• durch ergänzende Festsetzungen zum passiven Lärmschutz (baulicher Lärmschutz im Ge-
bäude).
Zur inhaltlichen Erarbeitung der Bauleitplanung und Durchführung der erforderlichen Verfahrens-
schritte wurde durch den Antragsteller das Planungsbüro Groß & Hausmann, Bahnhofsweg 22,
35096 Weimar (Lahn) beauftragt.
Verfahrensrechtliche Rahmenbedingungen:
Die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Planänderung im vereinfachten (§ 13
BauGB) oder beschleunigten Verfahren (§ 13a BauGB) liegen nicht vor. Der Bebauungsplan sowie
die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans sind daher im 2-stufigen Regelverfahren mit
Umweltprüfung aufzustellen.
Beschlussvorschlag:
Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB zur FNP-Änderung:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gladenbach beschließt gem. § 2 Abs. 1 BauGB die
Aufstellung der nachfolgend aufgeführten Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) in der
Kernstadt:
Die FNP-Änderung erhält die Bezeichnung:
„Hoherainstraße - Schreinersgarten“
Der räumliche Geltungsbereich am nördlichen Siedlungsrand von Gladenbach-Kernstadt umfasst
den gesamten Geltungsbereich des gleichnamigen Bebauungsplans, der gem. § 8 Abs. 3 BauGB
parallel zur Flächennutzungsplanänderung aufgestellt wird (sog. Parallelverfahren).
Allgemeines Planungsziel ist die Öffnung des bislang als „Sonderbaufläche – Kurgebiet“ darge-
stellten Bereichs für die allgemeine Siedlungsentwicklung am nördlichen Siedlungsrand der Kern-
stadt Gladenbach.
Der räumliche Geltungsbereich ist aus den nachfolgenden Karten ersichtlich (fett umrandete Berei-
che), die Bestandteile dieses Beschlusses sind.
Anlage(n):
1. Übersichtskarten und räumliche Geltungsbereiche des Bebauungsplans und der Änderung
des Flächennutzungsplans
Antonia Bläser Johannes Schürmann Armin Becker
Sachbearbeiter/in Fachbereichsleiter/in Erster Stadtrat
Beschlussvorlage ohne Haushaltsmittel VL-198/2026 Seite 2 von 2
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