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Workshop der Mathilde-Anneke-Schule zum Thema „Toxic Gender“

Mitteilung
TypMitteilung
GemeindeStadt Sprockhövel
Datum2026-09-23
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Mitteilungsvorlage Status: öffentlich Vorlagennummer: KN-358/2026 Fachbereich: Geschäftsbereich I Federführendes Amt: Fachbereich Jugend und Familie Datum: 28.08.2026 Beratungsfolge Gremium TOP Termin Beratungsaktion Ausschuss für Jugendhilfe und Schule 6. 23.09.2026 zur Kenntnis Betreff: Workshop der Mathilde-Anneke-Schule zum Thema „Toxic Gender“ Mitteilung / Information: Die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Godschalk stellt in der Sitzung den Kurz-Spielfilm von Ju- gendlichen der Klasse 10A der Mathilde-Anneke-Schule (MAS) vor, der aus dem Workshop „Toxic Gender“ hervorgegangen ist. Der Workshop wurde im Vorfeld der Anneke-Preisverleihung als Präventionsprojekt zur Auseinan- dersetzung mit Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und antifeministischen Einstellungen ange- boten. Ausgangspunkt waren dabei Themen und Fragestellungen, mit denen sich die Jugendlichen selbst aus ihrem Alltag beschäftigen. Die Jugendlichen konnten freiwillig teilnehmen und waren in der Ausgestaltung des Drehbuchs und der Regie richtungsweisend. Dadurch entstand ein Projekt, das nicht über Jugendliche, sondern gemeinsam mit ihnen entwickelt wurde und ihre eigenen Per- spektiven und Erfahrungen sichtbar macht. Ziel des Workshops war neben der aktiven Medienbil- dung insbesondere die Stärkung der Jugendlichen in ihrer Fähigkeit, Inhalte zu hinterfragen, ei- gene Positionen zu entwickeln und selbstbestimmt mit unterschiedlichen Rollenbildern und Erwar- tungen umzugehen. Dank des Sponsorings (Dr. Albrecht Gräfer Stiftung, Förderverein der MAS, Fachbereich der Stadt Sprockhövel für Soziales, Integration und Teilhabe sowie der Volksbank Sprockhövel) konnte der fünftägige Workshop unter Anleitung des renommierten und deutschlandweit agierenden Medien- projekts Wuppertal im Rahmen der Projektwoche angeboten werden. Es ist ein sehr sensibler Kurzfilm entstanden, der eindrucksvoll zeigt, wie wichtig Empathie, Re- spekt und Gleichberechtigung sind – und wie kreativ junge Menschen gesellschaftliche Themen aufgreifen, reflektieren und sichtbar machen können. FILM AB Der Film verdeutlicht die realen Auswirkungen „digitaler Gewalt“: Jugendliche begegnen täglich un- terschiedlichen Vorstellungen davon, wie Frauen und Männer sein sollen, welche Lebensentwürfe als „richtig“ gelten und welchen gesellschaftlichen Gruppen Anerkennung oder Abwertung entge- gengebracht wird. Antifeministische Inhalte können dabei ein Einfallstor für weitergehende autori- täre, menschenfeindliche und antidemokratische Ideologien sein. Prävention muss deshalb über die Vermittlung von Medienkompetenz hinausgehen. Wer unterschiedliche Lebensentwürfe kennt und anerkennt, eigene Grenzen wahrnimmt und die anderer respektiert sowie gesellschaftliche Zuschreibungen kritisch hinterfragt, wird eher in die Seite 1 von 3 Lage versetzt, sich selbstbestimmt und sicher in einer vielfältigen Gesellschaft zu bewegen und demokratisch teilzuhaben. Der Kurzfilm macht zugleich deutlich, dass starre und abwertende Geschlechterbilder nicht nur Mädchen und junge Frauen einschränken. Auch Jungen und junge Männer werden in ihrer emotio- nalen Freiheit und in der Möglichkeit, unterschiedliche Lebensentwürfe zu entwickeln, begrenzt. Eine gleichstellungsorientierte Prävention kommt daher allen jungen Menschen zugute. Damit leis- tet gleichstellungsorientierte Bildungsarbeit zugleich einen Beitrag zur Demokratieförderung. Kin- der und Jugendliche erhalten die Möglichkeit erhalten, Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu erfahren, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwi- ckeln und sich aktiv und selbstbestimmt an unserer Gesellschaft zu beteiligen. Weiteres Vorhaben Prävention kann bereits frühzeitig ansetzen. Dabei sollte es nicht allein darum gehen, Kinder und Jugendliche vor einzelnen problematischen Inhalten zu schützen. Entscheidend ist vielmehr, sie in ihren persönlichen und sozialen Kompetenzen zu stärken: in ihrem Selbstwert, ihrer Fähigkeit zur Reflexion, ihrer Empathie, ihrer Selbstbestimmung und ihrer Bereitschaft, unterschiedliche Per- spektiven und Lebensweisen anzuerkennen. One Billion Rising wird daher als generationenübergreifendes Präventionsprojekt weiterentwickelt. Bereits zum fünften Mal findet es 2027 als Kooperationsprojekt mit den städtischen Kitas und Fa- milienzentren statt. Im Mittelpunkt stehen Gleichstellung, Chancengleichheit und Teilhabe sowie die Stärkung eines diskriminierungssensiblen, vielfältigen und gewaltfreien Miteinanders. Startpunkt ist der 25. November, der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (Orange Day). Er macht weltweit auf physische, psychische und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Die Aktion One Billion Rising (14.02.) verbindet dabei öffentliche Sichtbarkeit mit Bildungs- und Präventionsarbeit. Kinder und Jugendliche sollen frühzeitig darin bestärkt werden, eigene Grenzen und die anderer wahrzunehmen, respektvoll miteinander umzugehen, unterschiedliche Lebensent- würfe anzuerkennen und für ein gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander einzustehen. Ziel ist es, Schweigen und Tabuisierung zu durchbrechen, vertrauensvolle Anlaufstellen für Betrof- fene und Ratsuchende zu stärken und Prävention bereits in jungen Jahren anzusetzen. So kann ein Beitrag dazu geleistet werden, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Lebensentwurf sicher, selbstbestimmt und gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilhaben können. In Planung sind folgende Angebote: • Frühkindliche Pädagogik: Kooperationsvereinbarung zur gleichstellungsorientierten Bil- dungs- und Familienarbeit mit den städtischen Kindertageseinrichtungen und Familienzen- tren • Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum, Familienbüro und dem Kinderschutz bei Veran- staltungen und Präventionsangeboten • Zusammenarbeit mit den städtischen Schulen bei Veranstaltungen und Präventionsange- boten Finanzielle Auswirkungen: Die Veranstaltungen und Projekte werden über die jeweiligen Kooperationspartner*innen mitfinan- ziert. Auswirkungen auf Klima und Umwelt: keine Mitteilungsvorlage KN-358/2026 Seite 2 von 3 Die Bürgermeisterin Mitteilungsvorlage KN-358/2026 Seite 3 von 3

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