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Konzertverbot und Absage wegen Vonovia?
Schreiben
| Typ | Schreiben |
| Gemeinde | Stadt Bochum |
| Datum | 2026-09-18 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Fraktion „Die Linke im Rat“ der Stadt Bochum, 44777 Bochum
Rathaus, Ebene 0, Zimmer 054
Willy-Brandt-Platz 2-6
An den Ausschussvorsitzenden
44777 Bochum
Batıkağan Pulat
Telefon: 0234 – 910 1296 / 910 1288
E-Mail: [email protected]
Internet: DieLinke-Bochum-Ratsfraktion.de
Bochum, den 03.08.2026
Anfrage von Die Linke im Rat der Stadt Bochum zur 3. Sitzung des Ausschusses für Kultur und
Tourismus am 18.09.2026
Konzertverbot und Zensur wegen Vonovia?
Nach den bislang öffentlich verfügbaren Informationen spielte der Bochumer Kulturdezernent
Dietmar Dieckmann eine zentrale Rolle im Entscheidungsprozess, der zur Absage des geplanten
Lebenslaute-Konzerts im Kunstmuseum Bochum führte. Nach Darstellung des Orchesters (siehe
Anlage) fand am 23. Juli 2026 ein Vorgespräch statt, in dem der Kulturdezernent maßgeblich an der
Entscheidung beteiligt gewesen sei.
Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum:
1. Aus welchen konkreten Gründen wurde die bereits bestätigte Veranstaltung „Viva la Musica
– enteignet Vonovia“ im Kunstmuseum Bochum abgesagt?
2. Welche Rolle spielte der Kulturdezernent Dietmar Dieckmann bei der Entscheidung über die
Absage?
3. Wer hat die endgültige Entscheidung getroffen – das Kunstmuseum, die Kulturverwaltung
oder die Stadtspitze?
4. Gab es eine rechtliche Prüfung der Veranstaltungsankündigung?
Falls ja, von wem und mit welchem Ergebnis?
5. Welche konkreten Aussagen in der Ankündigung wurden als möglicherweise strafrechtlich
relevant angesehen?
6. Wurde Vonovia oder eine Vertretung des Unternehmens vor der Absage kontaktiert oder in
den Entscheidungsprozess einbezogen?
7. Hat die Stadt Bochum berücksichtigt, dass öffentliche Kultureinrichtungen dem Schutz der
Kunst- und Meinungsfreiheit unterliegen?
Falls ja, wie wurde diese Abwägung vorgenommen?
8. Welche internen E-Mails, Vermerke oder Gesprächsprotokolle existieren zur Entscheidung
über die Absage?
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9. Warum wurde zunächst eine Zusage für die Veranstaltung erteilt und später wieder
zurückgenommen?
10. Plant die Stadt Bochum, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem
anderen städtischen Veranstaltungsort zu ermöglichen?
11. Gibt es Richtlinien der Stadt Bochum für politische oder gesellschaftskritische
Veranstaltungen in städtischen Kultureinrichtungen?
Wenn ja, welche?
12. Wie begegnet die Stadt dem Vorwurf, die Absage könne als Einschränkung der Kunst- und
Meinungsfreiheit wahrgenommen werden?
Wir bitten um sofortige Beantwortung der Anfrage und um Aufnahme in die Tagesordnung der 3.
Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 18.09.2026.
Carolin Paskuda
Ratsmitglied
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