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Ökologische, verkehrliche und klimapolitische Auswirkungen der geplanten K35n sowie deren Folgen für die Wiescherbach-Senke und die Gewässerrenaturierung
Schreiben
| Typ | Schreiben |
| Gemeinde | Hamm |
| Datum | 2026-10-06 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Hamm
Anfrage AF-84/26 Datum
23.06.2026
Absender
Fraktion Pro Hamm / BSW, Antonistr. 18, 59065 Hamm
Adressat
Oberbürgermeister Marc Herter, Theodor-Heuss-Platz 16, 59065 Hamm
Beratungsfolge
Gremium Termin Beratungsaktion Top
Ausschuss für Klima-, Umwelt- und
06.10.2026 beschließend
Naturschutz
Betreff
Ökologische, verkehrliche und klimapolitische Auswirkungen der geplanten K35n sowie de
ren Folgen für die Wiescherbach-Senke und die Gewässerrenaturierung
Anfrage
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wie groß ist die Fläche, die durch den Bau der K35n dauerhaft versiegelt oder anderweitig
in Anspruch genommen werden soll?
2. Welche Auswirkungen erwartet die Verwaltung auf die ökologischen Funktionen der Wies-
cherbach-Senke?
3. Welche geschützten oder besonders schützenswerten Tier- und Pflanzenarten wurden im
betroffenen Bereich nachgewiesen?
4. Welche Auswirkungen werden auf bestehende Biotopverbundstrukturen erwartet?
5. Welche Auswirkungen hat das Vorhaben auf die Ziele der Gewässerrenaturierung des
Wiescherbachs?
6. Welche Abstimmungen haben hierzu mit dem Lippeverband stattgefunden?
7. Welche Auswirkungen werden auf Wasserhaushalt, Grundwasserneubildung und Versicke-
rungsfähigkeit der Flächen erwartet?
8. Welche zusätzlichen CO2-Emissionen werden durch Bau und Betrieb der Straße prognosti-
ziert?
9. Wurden die Auswirkungen des Vorhabens auf die Klimaschutzziele der Stadt Hamm unter-
sucht?
10. Welche Auswirkungen werden auf die Ziele des kommunalen Hitzeaktionsplans und der
Klimaanpassungsstrategie erwartet?
11. Mit welchem zusätzlichen Verkehrsaufkommen wird nach Fertigstellung der K35n gerech-
net?
12. Wie hoch wird der prognostizierte Anteil des zusätzlichen Lkw-Verkehrs sein?
13. Welche Auswirkungen werden auf die Lärm- und Schadstoffbelastung der angrenzenden
Wohngebiete erwartet?
14. Welche alternativen Verkehrslösungen wurden im Vorfeld geprüft?
15. Wurden Varianten untersucht, die ohne zusätzlichen Straßenneubau auskommen oder ei-
nen geringeren Eingriff in Natur und Landschaft verursachen würden?
16. Welche naturschutzrechtlichen Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen sind vorgese-
hen?
17. Nach welchen Kriterien wurde deren Wirksamkeit bewertet?
18. Wie bewertet die Verwaltung die Vereinbarkeit des Vorhabens mit den Zielen des Master-
plans Mobilität 2024?
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19. Wie bewertet die Verwaltung die Vereinbarkeit des Vorhabens mit den Zielen des Integrier-
ten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Hamm?
20. Wie bewertet die Verwaltung die Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem Grundsatz des
sparsamen Umgangs mit Flächenressourcen?
21. Welche langfristigen Vorteile erwartet die Verwaltung durch die K35n und wie werden diese
gegenüber den ökologischen Eingriffen abgewogen?
22. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, die ökologischen Auswirkungen des Vorha-
bens weiter zu reduzieren?
Begründung
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
mit der geplanten K35n soll eine neue Verbindungsstraße zwischen der Kamener Straße und der
Rathenaustraße geschaffen werden. Das Vorhaben steht in engem Zusammenhang mit der Ent-
wicklung des Multi Hub Westfalen und der erwarteten Zunahme des Güterverkehrs im Bereich des
Rangierbahnhofs Hamm.
Gleichzeitig verläuft die geplante Trasse durch beziehungsweise entlang eines ökologisch sensi-
blen Raumes. Die Wiescherbach-Senke besitzt aufgrund ihrer Freiraumfunktion, ihrer Bedeutung
für Arten- und Biotopschutz sowie ihrer Funktion für den Wasserhaushalt und das Stadtklima eine
besondere ökologische Bedeutung. Hinzu kommt, dass der Lippeverband in diesem Bereich Maß-
nahmen zur ökologischen Aufwertung und Renaturierung des Wiescherbachs durchführt bezie-
hungsweise durchgeführt hat.
Aufgrund der vielfältigen Auswirkungen des Vorhabens auf Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung
erscheint eine nähere Betrachtung der zu erwartenden Folgen sowie der Vereinbarkeit des Pro-
jekts mit den kommunalen Zielsetzungen in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität, Gewässe-
rentwicklung, Flächensparen und nachhaltige Mobilität sinnvoll.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Cevdet Gürle, Fraktionssprecher
Christopher Bürger, Stellv. Fraktionssprecher
Erol Gürle, Ratsherr
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